„Tausend Nadelstiche“ gegen Clankriminalität: Polizisten privat aufgelauert und eingeschüchtert

Polizeieinsatz (Bild: Shutterstock.com/Von Jannis Tobias Werner)
Polizeieinsatz (Bild: Shutterstock.com/Von Jannis Tobias Werner)

Legendär ist der Miri-Clan aus Bremen und Bremerhaven. Etwa 2.500 Personen umfasst er, teils hier geboren, zum Teil seit Mitte der Siebziger Jahre aus dem Libanon eingewandert. Man munkelt, der Miri-Clan habe in Bremen vom Glücksspiel über den Drogenhandel und die Prostitution alles in seinen Händen. Staatsanwälte und Richter hätten um ihre Sicherheit oder gar um ihr Leben zu fürchten, sollten sie die Clan-Kreise allzu sehr stören. Essen im Ruhrgebiet ist eine andere Clan-Hochburg, wie der „Focus“ meldet. Dort würden Polizisten bereits in ihrer Freizeit abgepasst, um sie einzuschüchtern.

Ein junger Polizist habe erzählt, wie er mit seiner Freundin abends in der Straßenbahn nachhause fährt, als ein junger Mann vor ihnen Platz nimmt und sie eindringlich anstarrte. Es handelte sich um einen, den der junge Polizist Tage vorher mit auf die Wache genommen hatte, um seine Identität festzustellen. Er hatte sich nicht ausweisen können. Auf der Wache hätte er dann mit dem Vater des jungen Mannes telefonieren sollen, was der Polizist ablehnte. Daraufhin sei ihm von dem jungen Mann gedroht worden, es werde Folgen haben, daß er nicht mit seinem „Baba“ reden will. Nun habe er seinen „Kunden“ von der Dienststelle also in der Straßenbahn gehabt, in seiner Freizeit.

Wenig später verließen alle drei die Straßenbahn. Der junge Mann habe plötzlich gesprochen: „Na Bulle, heute ohne Uniform und mit Freundin unterwegs?“ Dann drehte er sich um und verschwand in eine andere Richtung. Die Clans werden allmählich ungehalten in NRW. Die Polizei verfolgt sie mit einer Taktik der „tausend Nadelstiche“, um zu beweisen, daß sie für die Clans „Null Toleranz“ walten lassen will.

Wie wenig Respekt und Achtung ihre Klientel vor Polizei und Rechtsstaat hat, weiß auch eine junge Polizistin. Bei Fahrzeugkontrollen wird sie ignoriert. Die Angehaltenen sprechen ausschließlich mit ihren männlichen Kollegen. Es gebe da einen, der offiziell von Sozialhilfe lebt, aber mit einem teuren Auto regelmäßig die Fußgängerzone befährt. Auskunft des Verkehrssünders, der dem Rotlichtmilieu zugeordnet wird: „Ich fahre, wo ich will.“

Dann gebe es da auch die sog. „Telefonlawine“. Wann immer ein Verdächtiger festgenommen werden soll, etwa wegen eines Drogendelikts, seien im Handumdrehen ein Dutzend seiner Verwandten vor Ort, um ihn freizupressen. Teilweise sei das auch schon gelungen.

Peter Elke, Pressesprecher der Essener Polizei, kennt die Schilderungen seiner Kollegen. Bedrohungen, Beleidigungen und tätliche Angriffe gegen Beamte hätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, sagt er.  Besonders junge Männer mit Migrationshintergrund träten dabei hervor. Die entsprechenden Zahlen würden demnächst bei der Vorstellung der Kriminalstatistik bekannt gegeben werden.
Mit dem Selbstverständnis der Polizei sei es nicht in Übereinstimmung zu bringen, so Peter Elke, daß sie zu jedem Einsatz gleich mit mehreren Streifenwagen ausrücken muß. Im dicht besiedelten Ruhrgebiet habe die Polizei allerdings den Vorteil, daß Unterstützung notfalls sehr schnell vor Ort ist. Dennoch sei der Beruf des Polizisten in den vergangenen Jahren immer gefährlicher geworden. Das liege aber nicht allein an den Kriminellen aus den Clans. Insgesamt sei es jedoch schon so, dass  sich das Risiko für die Kollegen durch ihre Einsätze im Rahmen der „1000 Nadelstiche“ erhöht habe. (ME)

 

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14 Kommentare

  1. Gab oder gibt es da in Brasilien nicht mal eine rechtsstaatlich fragwürdige Methode, bei der die „Einschüchterung“ anders herum verlief?

  2. Typisch die Relativierung im vorletzten Satz. Dass es für die Polizei immer gefährlicher geworden ist liegt ausschließlich an den kriminellen, kulturfremden, blutrünstigen illegalen Einwanderern.

  3. Die Nadelstiche gegen dieses Gesocks sind viel zuwenig, das nervt die, aber nicht mehr. Hier müssen Gesetze angepasst werden, rigorose Urteile gefällt werden (die Namen und das Aussehen der Richter dürfen den Gangstern nicht bekannt werden) usw. usf. Und das Wichtigste wäre, den gesamten Clan zu deportieren, vielleicht kann Putin noch ein paar Zwangsarbeiter in Jakutsk gebrauchen. Ja, Träume, die leider nie verwirklicht werden….

  4. Die haben sich aber gut versteckt als ich das letzte Mal in Bremerhaven war.
    Alles rings um den Fischereihafen war belagert von den üblichen Verdächtigen.

  5. -Wie wenig Respekt und Achtung ihre Klientel vor Polizei und Rechtsstaat
    hat, weiß auch eine junge Polizistin. Bei Fahrzeugkontrollen wird sie
    ignoriert. Die Angehaltenen sprechen ausschließlich mit ihren männlichen
    Kollegen. Es gebe da einen, der offiziell von Sozialhilfe lebt, aber
    mit einem teuren Auto regelmäßig die Fußgängerzone befährt. Auskunft des
    Verkehrssünders, der dem Rotlichtmilieu zugeordnet wird: „Ich fahre, wo
    ich will.“-

    Eine Polizei die sich so etwas gefallen lässt braucht sich über mangelnden Respekt nicht zu beschweren.

  6. Gegen die Telefonlawine könnte die Polizei mit sogenannten Handy Jammern ausgerüstet werden, die sämtliche Handys im Umkreis bei Bedarf lahm legen. Die Polizei ist mit ihren digitalen Funkgeräten nicht betroffen.

    • Dann marschieren Kompanien von linksgrünversifften „Anwälten“ mit Mihihgru auf und schreien was von Menschenrechten und Diskriminierung! Nur Polizisten haben keine Menschenrechte!

  7. Aber bei offenen Knöllchen (90.- EUR aus dem Jahr 2015), mit ner ganzen Bereitschaftstruppe (10+ 2 Kripo Beamte – Wohngegend Kudamm), mit gezogener Waffe, die Wohnung stürmen…

    Armseliges Land, armselige Exekutive…

  8. Das Paradoxe an der Situation ist ja : die Polizei darf nicht mit adäquaten Mitteln gegen diese Kriminellen vorgehen.
    „Null Toleranz“ ist die große Lachnummer und müsste eher heißen : “ Werfen mit Wattebäuchen“ , denn sonst gibt es von Politikern gleich Schläge, Disziplinarverfahren und Freistellungen. Da muß man sich nicht wundern, wenn es Probleme gibt, Polizei-Nachwuchs zu finden und man in der Not dann auf Bewerber zurückgreift, die von den Clans eingeschleust werden und eher für die als für die Polizei arbeiten.

    Ein weiterer Punkt der feindlichen Übernahme Deutschlands – politisch gewollt bzw. nicht verhindert.

  9. „Tausend Nadelstiche“ gegen Clankriminalität bringt soviel wie tausend Nadelstiche gegen einen Schnakenschwarm: Nichts!

    Erst wenn man die Schnaken totschlägt geben sie Ruhe…

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