Schafft die SPD noch die 5-Prozent-Hürde?

Peter Helmes

Die SPD könnte es endgültig wegspülen. Foto: Collage

Die Sektkorken im Willy-Brandt-Haus zu Berlin knallen – aber leise. Die Genossen trauen nämlich dieser Meldung noch nicht so richtig. Denn seit Wochen wird ihnen die Endzeit angekündigt. Die Wähler wählen mehrheitlich nicht mehr links. Aber immerhin, sie liegen immer noch oberhalb der magischen 5%-Hürde. Ein Grund zum Feiern?

Und so kommt es für die Sozis in diesem Jahr wohl ganz dick:

Nach einer Meldung, die ich den „Unbestechlichen“ verdanke (https://dieunbestechlichen.com/2018/12/nur-noch-8-im-osten-neues-umfragedesaster-fuer-a-nahles/), steht der SPD ein noch schwierigeres Jahr bevor, als es das Jahr 2018 war. In dem Artikel heißt es:

„Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD in den östlichen Bundesländern nur noch auf mickrige acht Prozent. Damit rangiert sie nur noch auf Rang 5 der Parteien, ganz knapp vor der FDP mit sechs Prozent.

Mit jeder Umfrage rauscht die Partei weiter Richtung Splitterpartei respektive Bedeutungslosigkeit. A. Nahles, Maas, Stegner, Högl, und wie sie alle heißen, haben es in 2018 geschafft, aus der einstmals so bedeutsamen SPD von Willy Brandt, Herbert Wehner und Helmut Schmidt einen armseligen Haufen vor sich hin stolpernder Polit-Analphabeten zu machen. Egal, zu welchem Thema sich ein SPD-Politiker äußert – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geht es in die Hose.

Die Wähler haben dieser Truppe längst den Rücken gekehrt und sind aus Protest gegen die gezeigte Unfähigkeit in Scharen zu den Grünen übergelaufen. Entsprechend schlecht sehen auch die aktuellen Umfrageergebnisse aus. Vor allem in den östlichen Bundesländern wird die SPD gnadenlos abgestraft. Dort würde sie von gerade einmal acht(!) Prozent der Befragten gewählt. Das ist der vorletzte Platz im Rahmen der Parteien, die in den Bundestag einziehen; nur die in den östlichen Regionen traditionell schwache FDP liegt noch dahinter.

In den Neuen Bundesländern ist die Partei marginalisiert, die Basis ist fast ganz weggebrochen, die Wahlerfolge fehlen – und damit Mandate in den so wichtigen Kommunalparlamenten und in den Landtagen. In der Mitte Deutschlands, da, wo die SPD herkommt, wird sie heute eher unter „Sonstige“ registriert.

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Zu viel „Frauengedöhns“

Für allzu großen Übermut bei der politischen Konkurrenz besteht aber kein Anlass. Das Folgende sollte insbesondere der CSU als Warnung dienen. SienceFiles hatte eine aufwändige Zusammenstellung erarbeitet, die zeigt, dass der Abstieg der SPD in einem nachweisbaren Verhältnis zu ihrer Frauenpolitik steht. Je höher der Frauenanteil wurde, desto niedriger die Wahlergebnisse.

sciencefiles: »Gleichzeitig vertritt die SPD ideologische Inhalte, die für Arbeiter und Angestellte von keinerlei Interesse sind. Die Mehrzahl der Arbeiter und Angestellten interessiert sich weder dafür, ob irgendwelche Frauen aus der Mittelschicht in Vorstände quotiert werden noch dafür, ob die SPD sich zum Kämpfer gegen Hasskommentare aufschwingt, noch dafür, ob die SPD für nicht-heterosexuelle Menschen Lobbyist spielt, noch dafür, dass die SPD ihr Herz für Flüchtlinge entdeckt hat. Wir finden einfach keinen Grund, warum ein Arbeitnehmer heute noch SPD wählen sollte«.

Kommen wir zum Kern des SPD-Übels – was CDU/CSU sowie die Grünen jedoch nicht von einer weitgehenden Mittäterschaft freispricht:

Für all die Zustände im „neuen“ Europa – wachsende Kriminalität, wachsende Islamisierung, Abkehr von unseren tradierten Werten etc. – stehen die europäischen Sozialisten. Und auch die deutsche Sozialdemokratie. Diese hat mit der SPD Brandts oder Schmidts so wenig zu tun wie die heutige CDU mit jener Adenauers oder Erhards.

Fehlentwicklungen: Mitverantwortung der SPD

Die SPD trägt die Haupt- bzw. ein gerüttelt´ Maß an Mitverantwortung für die Asylkatastrophe ebenso wie für die Schuldenmacherei, Gratis-Wohlfahrtsstaat-für-Alle-Illusion und leistungsfeindliche Schulpolitik bis zur Genderei und „Grundeinkommen für Alle“, auch wenn sie nicht arbeiten. Jeder Anspruch soll erfüllt werden. Abtreibung und Schwulenehe als zentrale gesellschaftliche Werte. Und alles durchsetzt von der Political Correctness. Datenschutz statt Schutz vor Verbrechern. Und vieles andere mehr, was schlecht und teuer ist…

Von einem Neuanfang ist in der SPD nichts zu spüren.

Daran änderte auch der Wechsel zu Nahles nichts!! Die bitterste Erkenntnis für die paar selbstkritischen Genossen: Es gibt keinen Grund mehr, die SPD zu wählen. Bis zur Kanzlerschaft Gerhard Schröders galt die SPD als eine verlässliche Anwältin des (vor allem) „kleinen Mannes“, ihr Schwerpunkt lag auf sozialen Themen, für die sie jahrzehntelang tapfer eintrat. Aber das ist lange vorbei. Es sieht eher so aus, als habe die Partei den Kontakt zu den Wählern verloren und/oder vergessen, was ihn drückt. Nahles hat es – wie ihre letzten Vorgänger – bisher nicht verstanden, deutlich zu machen, dass und wie sie das ändern will.

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Ob (Un-)Heilsbringer Schulz oder Mutter Nahles: Sie sollten sich erinnern, dass die SPD offensichtlich keine Antworten auf die Fragen hat, die die AfD stark machen: Was unternimmt die SPD – erst recht in der großen Koalition – gegen das Gefühl des Abgehängtseins, das offenkundig in etlichen Landstrichen existiert? Wie nimmt sie den Menschen die Sorge, Opfer der Digitalisierung zu werden oder die Zuwanderung von Millionen von Flüchtlingen erleben zu müssen? Mögen die Wirtschaftsdaten noch so fulminant sein: Offenkundig ist es der SPD wichtiger, neue Antworten auf die gesellschaftlichen Fragen der Zeit zu geben, Genderklos zu bauen oder neue Geschlechter zu erfinden, als auf die Probleme zum Beispiel der Alten, Abgehängten oder Ausgegrenzten zu verweisen.

Der Mehrheit dieser todgeweihten Partei ist die Futterkrippe und sind die noch vorhandenen Pfründe offenbar näher als die programmatischen Ziele der SPD – vermutlich, weil Letztere niemand mehr kennt. Eher gilt heute: Posten statt Profil.

Sehenden Auges nähert sich die (ehemals) große Traditionspartei ihrem Ende. Jetzt schon ist in ihren Reihen das Zittern vor den nächsten Wahlen (besonders zum Europaparlament) nicht mehr zu übersehen. Der Rutschbahneffekt ist greifbar. Die SPD hat sich für den Weg in die Bedeutungslosigkeit entschieden.

Viele Schicksalsfragen hat die SPD erst einmal vertagt. Dazu gehört vor allem die Frage, wie lange die SPD Andrea Nahles noch als Parteichefin ertragen wird. Nahles trägt einen Großteil der Verantwortung für das miese Bild der SPD. Sie hatte Schulz gehätschelt, aber Sigmar Gabriel gestürzt. Karrieregeil, wie sie immer war, hatte sie nach dem Rücktritt von Schulz als Parteivorsitzender als erste die Finger gehoben und sich als Retterin angekündigt – in völliger Verkennung der Stimmung in der SPD. (Nicht nur) dafür gibt es jetzt die Quittung.

Nahles ist schon seit Jahrzehnten im Geschäft; sie steht auch für die Regierungspolitik, mit der die Sozialdemokraten bei den letzten Bundestagswahlen nicht punkten konnten. Und letztlich steht Nahles auch für einen selbstherrlichen Führungsstil, der nicht mehr in die Zeit paßt. Und von dem auch die SPD-Mitglieder an der Basis längst die Nase voll haben. Von einer starken Beziehung zwischen Parteivolk und Vorsitzenden kann keine Rede sein.

Und die wichtigste, wie eine Drohung über der Partei hängende Frage, ob ihr Anspruch, Volkspartei sein zu wollen, nicht viel zu gewagt ist, da ihr immer mehr Anhänger und Wähler weglaufen, wird erst gar nicht gestellt – und harrt der Antwort bis zum greifbar nahen Ende der SPD. Das war´s dann wohl.

Die manisch-depressive Patientin SPD müsste sich jetzt schleunigst fangen, damit die viel beschworene innere Erneuerung nicht in Verzweiflung endet. Aber das schafft die Partei nicht mehr, weil die Geier bereits über der Noch-Vorsitzenden kreisen. Gerüchte gehen um, es werde an einem Komplott gebastelt. „Es“ – das sind die üblichen Verdächtigen: Gerhard Schröder, Olaf Scholz, Sigmar Gabriel und Genossen. Wer so viele „Freunde“ hat, braucht sich um Feinde nicht zu kümmern.

Und dann wäre da noch ´was (man spricht nicht drüber, aber man macht es):

Die Altvorderen (fast der gesamte SPD-Vorstand) wollen ihre Posten behalten; denn sie betrachten sie als legitimes persönliches Gut. Und die Jüngeren fürchten, dass es in vier Jahren gar keine Posten mehr gibt.

Tja, so geht´s bei der SPD (wie seit Jahrzehnten). „Keine schönen Aussichten für die Sozialdemokraten“ wäre die Untertreibung des Jahres. „Keine schönen Aussichten“ heißt im Klartext: „Wir haben fertig!“ Im Keller ist es halt dunkel, da sieht man nicht mal Schatten.

Die heutige SPD steht für Lethargie, Stillstand sowie Ideen- und Antriebslosigkeit – eine Partei also, vor der niemand etwas zu befürchten braucht. Der Trend geht in schnellen Schritten in Richtung Niedergang. Die SPD ist tot, niedergestreckt von ihrer eigenen Unfähigkeit – frei nach Trappatoni: „Die SPD hat fertig“.

Danke, Andrea, Du hast mich nicht enttäuscht. Ich wusste, mit Dir geht´s zum Abgrund. Und den letzten Schritt wirst Du auch noch gehen. Weiter so, wir schaffen das!

Die Vorfreude ist fast so groß wie die Schadenfreude. Ich freue mich mitleidlos über Beides.

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43 Kommentare

  1. Die Frage ist w i l l die SPD oder eine der anderen Altparteien überhaupt politisch etwas verändern oder glauben sie das zu müssen?? Für mich ist es offensichtlich, daß Parteien deren politischer Wille es ist die freiheitlich demokratische Grundordnung verfassungsgemäß aufrecht zu erhalten, nicht am Volk vorbeiregieren bzw. das Volk völlig ignorieren können, wie die Altparteien das in Deutschland praktizieren. Daher muß der Bürger in Deutschland sofort realisieren, daß der politische Wille dieser Parteien die D i k t a t u r ist. Die EU ist k e i n e Demokratie, jede Vertiefung bedeutet für die europäischen Länder einen Schritt weiter in die Diktatur! 80% der Gesetze wurden bereits dorthin ausgelagert, die Altparteien b e n ö t i g e n keine Akzeptanz seitens des Staatsvolkes mehr! Daher ist es d r i n g e n d nötig jene Parteien, die als populistisch verteufelt werden zu wählen, weil diese ausgelagerte Kompetenzen von der EU in die Staaten zurück verlagern wollen und das Volk als Souverän der Politik anerkennen und damit die Demokratie!

    • Auf den Bürger zu hoffen, ist vergeblich, da hoffen manche schon Jahrzehnte, denn der weiß alles um die Zustände bis ins Lokale, aber er wählt zu 80% die Täter der jetzigen Verhältnisse (mit jeden Tag einer bestialischen Tat an Mord, Raub, Vergewaltigung, Messerung usw.), was sind da schon 15% AfD??!

      Und wenn die Nichtwähler meinen, viele fühlen sich ja noch als tolle Anarchisten und Durchblicker, sie würden durch Enthaltung den Ober-Politikern weh tun, zeigen sie nur ihr Blödheit, denn sie garantieren ja immer mit je 20-60% das jeweilige Ergebnis, was besonders GRÜN und PDS freut, denn die wären ohne die Nichtwähler nie so stark geworden. Auch Dummheit, Unfähigkeit können politisch tödlich sein, in der Natur sowieso, und wir haben es hier bei den Deutschen von heute mit einem degenerierten Volk, zu weiten Teilen sich selbst dahingebracht, zu tun!! Was nützen 80% pro Sarrazin, wenn dann 80% beim nächsten Mal im selben Trott wieder Parteien wählen, die ganz anders denken und handeln. Und wo von diesen 80% laut Umfragen dann wieder 20-60% zuhause bleiben am Wahltag!! 90% des Volkes sind gegen die Kriminalität, aber es herrschen -in freiem Willen ohne Zwang so gewählt- zu 80% Parteien, welche die Kriminalität zulassen!!

  2. Angeblich sind unsere Bunten Politiker alles Spezialisten.

    Man holt sich aber Externen Rat ein und lässt auch noch die Gesetze schreiben!
    Das sich Buntland in der EUDSSR auflösen soll, kommt den Spezialistensehr zu pass.
    Man muß nur noch so tun als ob man entscheidet, behält aber den Posten und die Macht.
    Es wäre an der Zeit über ein anderes Gesellschaftsmodell nachzudenken nämlich die
    Pleite bekannt zu geben.

    Aber wie gesagt:

    Ob Schulz oder Nahles auch sie bekommt wie sie es formuliert noch eins auf die
    Fresse.
    Es dauert nicht mehr lange dann geht auch sie den Weg den Schulz schon angetreten
    hat.
    Ab in die Versenkung der Geschichte: Ätschi Bätschi!

  3. Nicht nur der Verfasser freut sich,es wäre schon mal ein Anfang in DT,wenn die Sippe verschwindet.

  4. Dem Beitrag ist nichts mehr hinzuzufügen!
    🤔
    Und die ‚Futtertrogbesitzstandswahrer‘ und die am finanziellen ‚Infusionsschlauch‘ der Partei Hängenden lesen journalistenwatch.com und andere Seiten eh nicht.
    🤗
    Bei unter 10% hier noch von Volkspartei zu reden ist fast schon
    „sprachliche Umweltverschmutzung“!

  5. Die zur Frauenpartei mutierte SPD hat sich Stück für Stück demontiert.

    …und das Gute dabei ist: Die SPD arbeitet am 2% Projekt.
    Meine Meinung:
    Gut so, dann erreicht ihr auch bald (ich werde es noch erleben) die 4,9%!

    Gut Ding will Weile haben!
    Meine Unterstützung hat damit die SPD!

  6. Es besteht hier kein Grund für Triumph-Gesänge, ebenso wie schon seit September 2017 voreilig das schnelle Ende der Merkel von etlichen Super-Durchblickern gewußt wurde. Auch bei den alternativen Medien und ihren Autoren muß man kritisch bleiben, da fühlen sich auch einige schon zu groß. Also zusammen hat R2G seit Monaten immer 40-45%, jetzt laut INSA von heute um 43% !! Dazu noch die links-liberalen Teile der CDU, FDP und nur 14% AfD, also LAND UND VOLK UNTER!! Das einzige, was bleibt, ist das bißchen Häme, das die absinkenden Nahles, Stegner und Co. sich redlich verdient haben. Aber wenn sie sich mit ihren 10-15% abfinden, bleibt bis in die unteren Ebenen noch etliche Zeit genug abzusahnen an guten Pöstchen und Einkommen, ebenso bleibt noch genug Macht und Einfluß!! Das patriotische Lager dagegen kommt nicht recht voran bei aller Anerkennung über das Erreichte.

  7. Klingt gut und scheinbar schlüssig. Nur: die Grünen vertreten doch den gleichen Mist wie die SPD, nur noch schlimmer (wenn das überhaupt geht). Beim „Klimaschutz“ schreit doch die SPD genauso laut in die gleiche Richtung wie die Grünen, beim Gendergedöns sind die Grünen noch schlimmer als die SPD. Bei Intelligenzquotienten und Schulabschlüssen untertreffen ihre Funktionäre wahrscheinlich noch die der SPD (wenn das überhaupt geht). Wieso haben die Grünen einen solchen Höhenflug? Am Zuspruch der Bionadebourgeoisie in den Städten kann’s allein nicht liegen.

    • Hey, das ist doch total egal, weil grün ist jetzt das neue rot, zusammen gibt das braun und man kann die Tendenz schon gut erkennen.

    • Wenn jemand behauptet die Massen ließen sich nicht manipulieren und alles was Le Bon und Bernays geschrieben haben sei Unfug, hier ist der Beweis, dass sie recht hatten. Die Grünen sind eine Lachnummer, ihre Funktionäre sind so dumm wie eine Tasse voll Scheiße, sie lassen einen Mist nach dem anderen vom Stapel aber sie werden von den Medien geschützt und aufgebaut. Den Unsinn den diese Leute von sich geben wird entweder gar nicht berichtet oder dem Bürger als die Offenbarung verkauft. Die Grünen sind der Beweis für die Macht der Propaganda. Einen Hundehaufen in eine Form gepresst, ein bisschen Sprühsahne darüber und der Bürger frisst das mit Appetit wenn ihm die Staatspropaganda einredet der Dreck sei ein Schokokuchen.

  8. Den heutigen Sozen insgesamt fehlt heute auch die ansatzweise, jener Verstand, jenes Feingefühl, jener Charakter, jenes Format……………….die genannten, frühere SPD-Granden auszeichneten. Schlicht : Bei denen ist Hopfen und Malz verloren !

    Und nein : Nicht nur deren Verrat an der eigenen Klientel sondern auch die Stichworte „HARTZ-IV“, „Gewerkschaftsklüngel“ auf Bonzen-Niveau sowie die neoliberale Steuerfreistellung von Großkonzernen und -banken zu Lasten ihres „Proletariats“.

    Davon abgesehen sind die SOZEN auch geistig bestenfalls rückwärtsgewandt : Deren „Klassenkampf“-Geschwafel versprüht lediglich jene Rückständigkeit, die mit dem „Godesberger Programm“ 1957 unter Erich Ollenhauer längst überwunden geglaubt schien, also die SPD – tatsächlich – Einiges ihrer ideologiebehafteten Altlasten abwarfen und sich ganz pragmatisch als Volkspartei positionierten.

    Nee : Auch Erich Ollenhauer dürfte inzwischen im Grab rotieren….

  9. Ich sage es einmal drastisch: Es ist vielfach sichtbar geworden, dass etlichen SPD-Bonzen – im BT oder Landesparlamenten die „Bodenhaftung“ abhanden gekommen ist. Lobbyismus, Posten- und Geldgeilheit stehen im Vordergrund! Der „Normalbürger“ wäre bei manchen, an Schizophrenie erinnernden Äußerungen von diesen SPD-Politikern, umgehend in die „Geschlossene“ gebracht und entmündigt worden.

  10. Kleiner Einwand: Auch zu Zeiten der Heiligen Brand und Schmid war die SPD im Kern sozialistisch, wenn damals auch noch relativ nah an der Wirklichkeit. Aber die geistige Haltung – Geringschätzung von Leistung und Unternehmertugenden, Neid auf Erfolgreiche (wer kann sich noch an Juso-Forderungen erinnern, niemand solle mehr als 3000 DM verdienen?), Hervorhebung des Kollektivs gegenüber dem Einzelnen, Hass auf Elite – war damals schon so. Ich erinnere mich gut an heftige Streitgespräche diesbezüglich in den 70ern, obwohl ich Schülerin bzw. später Studentin war.

    • Kann man grundsätzlich zustimmen.

      Allerdings war das im „Kern sozialistisch“ doch noch eher mehr sozial und das sozialistisch war durchaus damals etwas anders als heute, weil die CDU relativ stark die Leistung und die Unternehmertugenden „hochgeschätzt“ hat.

      Die SPD war somit der Gegenpol zur CDU und hatte damit immer auch starke Position in der Gesellschaft.
      Durch die Verschiebung der CDU sind diese Dinge entfallen und somit macht sich die SPD auch selbst überflüssig, weil sie auch nicht mehr sozial sein will.

  11. leider ändert das nix an der Gesamtlage, weil ihre Wähler allesamt zu dem grünen Gesocks übergelaufen sind, was die ganze Sache fast noch schlimmer macht, es sei denn man verzichtet auf eine Koalition mit diesen Mittelalter-Retros.

    • Der Verzicht wird wohl nicht eintreten, da auch der MP von Hessen seit vielen Jahren auf eine solche Koalition setzt und womöglich auch in Berlin eine Chance nach Merkel hätte.

    • An Strategos: Ich kann keine Kommentare schreiben , geschriebene Kommentare allerdings kommentieren. Was läuft falsch ??

    • diese Variante habsch noch nie gehört-
      ich kenne nur, wenn einer gesperrt ist dann kanner zwar alles lesen aber gar nicht kommentieren.
      Würde jetzt auch zu weit führen hier in diesem Thema eine technische Diskussion loszutreten- jedoch schau ich mir die Sache mittels Eigenposts gleich mal an.

    • update: also bei mir geht alles- ich nutze den chrome.
      es könnte sein, dass es bei dir ein update von einem dieser unsäglichen „Antiviren-Scanner“ von Drittanbietern gab, welche im Prinzip nur Schaden anrichten anstelle ihn zu verhindern.
      -aber das ist spekulativ-

      evtl nutzt du den internet explorer oder den egde oder Safari- alle 3 sind für foren, blogs und sonstige post-webseiten ungeeignet, weil sie entweder temporär oder sogar dauerhaft bestimmte Schaltflächen kaltstellen, dies betriefft mitunter auch die Antwortfelder.

  12. Die SPD ist noch lange nicht am Ende.

    Aufgrund ihrer vielfältigen Verflechtungen, die nicht nur die Medien betreffen, kann sie einen Stimmenverlust lange durchhalten, und dann wieder zulegen, wenn die anderen abschiffen.
    Das wird zwngsläufig kommen, denn die Migrationspolitik ist ein dermaßen großer Fehler, dass jede Regierung schlecht aussehen wird, wenn nicht mehr alles mit Geld zugeschüttet werden kann.

    Araber und Schwarze in der Pflege ist ein totgeborenes Projekt.
    Die Schulen werden weiter im Chaos versinken, da hilft natürlich der Islamunterricht gerade nicht.
    Die Wirtschaft wird drangsaliert, darauf werden die Grünen nicht verzichten.

    Andrea Nahles wird die SPD weiter nach unten bringen, dann wird es allerdings irend eine Reaktion geben.

    Die FDP hat das vorgemacht, auch sie hatte noch genügend Positionen aus früheren Zeiten, um noch einmal vom Scheitern der anderen zu profitieren.

    Die AfD müsste da schon gewaltig zulegen an Klarheit in wirtschaftlicher, sozialpolitischer und bildungspolitischer Hinsicht und besser werden, als es die CDU in den neunziger Jahren war, das ist nicht einfach.

    So lange die Verluste der einen die Gewinne der anderen sind, ändert sich ja nichts zum Positiven, und die DDR 2.0 wird weiter ausgebaut.

    • Grundsätzliche Zustimmung, da die SPD durchaus viele Verflechtungen „neben der Partei“ besitzt.

      Als Partei wird sie jedoch nicht mehr gebraucht und wird demnächst wegbrechen.

      Über die Umverteilung kann den Verflechtungsbetrieben aber weiterhin über die Politik der Massenmigration viel Geld in die Kassen gespült werden.

      Somit wären die Parteien CDU und Grüne für die Verflechtungsbetriebe der SPD äußerst behilflich, wenn man die Massenmigration weiterhin politisch betreiben kann, was durchaus zu befürchten steht.

  13. Und wenn die Roten gehen, kommen die Grünen. Beides links und schädlich für unser Land und uns Bürger.

  14. Mit dieser Laienschauspieltruppe können die auch keinen Blumentopf mehr gewinnen ! Für deren grottenschlechte Darbietungen würden die überall mit faulem Obst und Buh -Rufen von der Bühne gejagt !

  15. Die Tür nach etwas rechts haben sie doch selbst zugeschlagen, da sie doch am meisten gegen die AfD wettern.

    Da kommen die auch nicht mehr so einfach raus.

    Da zeigt die derzeitige Führungsschicht der SPD ganz offenbar ihre „eindimensionale Denke“.

    Die haben sich ihre eigene Glaubwürdigkeit damit selbst zertreten!!

    • Ne,ne ! Auch die Alten werden wach ! Meine Mutter ( 82 ) war immer treue SPD Wählerin, über 60 Jahre lang – bis zu den letzten LTW, da ist sie zuhause geblieben !

  16. Die alte SPD mit Wehner, Brandt und Schmidt ist Geschichte. Ich wähle nun auch schon lange die SPD nicht mehr.

    • Und trotzdem wählen sie immer noch zu viele. Und nach den neuesten Aussagen die die kranken Jusos von sich gegeben haben, müsste man diese Partei verbieten.

  17. Chebli leistet hervorragende Arbeit.
    Sie wird als SPD-Quotenmuschi sehr unterschätzt.
    Wahrscheinlich arbeitet sie für das Team AfD.

  18. Na zum guten Glück haben die ja jetzt den genialischen Verfassungsschutz gekapert, der wird das (Wahlergbnis) schon zum „Guten“ richten 😉

  19. Leider kein Wort über Hartz 4, DEN Ur-Bruch der „S“PD mit ihrer Wählerschaft. Schade, auch wenn sonst durchaus Richtiges dort steht, aber diesen elementaren Verrat dieser Partei an ihren Wählern einfach zu „vergessen“, macht den Artikel absolut unvollständig.

  20. „Bis zur Kanzlerschaft Gerhard Schröders galt die SPD als eine verlässliche Anwältin des (vor allem) „kleinen Mannes“, ihr Schwerpunkt lag auf sozialen Themen, für die sie jahrzehntelang tapfer eintrat. “

    Hier muß ich widersprechen, Hoffnung unter den Genossen tauchte zum erstenmal wieder auf, als Hans Jochen Vogel (früherer Bürgermeister von München ) im März 1983 gegen den dicken Helmut antrat. Lasst die „Wende wackeln“ war der damalige Kampfruf in Bezug auf Kohls geistig moralische Wende. Aber nur kurz währte die Hoffnung. Der Dicke gewann ja und ob nun Johannes Rau, Lafontaine, „Rotkohl“ Scharping und dann noch der „Genosse der Bosse “ , Schröder und wie sie hießen und heißen, hat keiner von denen je richtigen sozialdemokratischen Stallgeruch vorweisen können.

    • Dumm nur dass die Wählerschaft der SPD, zumindest im Westen des Landes, zu den Grünen zu wechseln scheint. Ein wirklicher Gewinn scheint mir das nicht.

    • »Ein wirklicher Gewinn scheint mir das nicht.«
      Aber ein neuerlicher Beleg dafür, dass die guten Linken, als es um die Verteilung von Hirn ging, mal wieder verpennt haben. Mit den übrig gebliebenen Resten ist eine gesunde Denke einfach nicht zu machen.

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