Italien: Migrant erschlägt aus Eifersucht seinen eigenen Sohn

David Berger

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CarditoVermutlich aus Eifersucht rastete der 24-jährige Badre Tony Essobti am Sonntag aus – er erschlug unter den Augen seiner Lebensgefährtin ihren  siebenjährigen Sohn und verletzte auch die achtjährige Schwester schwer. Die gemeinsame vier Jahre alte Tochter verschonte der Gewalttäter mit tunesischem Migrationshintergrund.

In der nahe Neapel gelegenen Ortschaft hörten Nachbarn aus der Wohnung Streit sowie schreckliche Schreie und verständigten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie den verprügelten sieben Jahre alten Giuseppe leblos auf der Couch. Seine Schwester war offensichtlich ebenfalls geschlagen worden – die Achtjährige wurde mit schweren Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Noch nie hätten sie in ihrer ganzen Laufbahn bei einem Kind so schwere Verletzungen gesehen, erklärten die Ärzte laut Südtirol News. Das Mädchen schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, heißt es. Für ihren kleinen Bruder sei jedoch jede Hilfe zu spät gekommen.

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Die Polizei nahmen daraufhin die 30-jährige Mutter Valentina Caso und ihren 24-jährigen Lebensgefährten fest. Im Verhör behauptete Badre Tony Essobti – Sohn eines tunesischen Vaters und einer italienischen Mutter – die Kinder seien die Treppe heruntergefallen, eine Erklärung, die die Beamten ihm angesichts der schweren Verletzungen nicht abnahmen. Die Mutter habe unter so schwerem Schock gestanden, dass sie nicht zu einer Aussage fähig gewesen sei.

Das achtjährige Mädchen gab die ersten Hinweise darauf, was am Sonntagnachmittag wirklich geschehen war. Sie und ihr Bruder seien von Badre Tony Essobti geschlagen worden. Er sei auf die beiden Kinder, die aus einer früheren Beziehung der 30-jährigen Mutter stammten, eifersüchtig gewesen. Valentina Caso habe die beiden seines Dafürhaltens nach, der gemeinsamen vierjährigen Tochter vorgezogen, vermutet die Polizei. Aus Wut –so die Ermittler – hätte der 24-Jährige begonnen, wie von Sinnen auf die beiden Kinder einzuprügeln. Dazu passe auch der Umstand, dass seine Tochter vollkommen unverletzt blieb. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von Napoli Nord wurde Essobti wegen vorsätzlicher Tötung und versuchter vorsätzlicher Tötung festgenommen und in eine Haftanstalt überstellt.

Wie so oft ist auch Badre Tony Essobti für die Polizei kein Unbekannter:  Der 24-Jährige, der „beruflich“, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen, dem Wanderhandel nachgeht, weist mehrere Vorstrafen wegen Handtaschenraubs und Eigentumsdelikten auf.

Die Gewalttat sorgt in der italienischen Öffentlichkeit für großes Entsetzen. Viele fragen sich, warum die Kinder nicht schon früher aus dieser „Familie“ herausgenommen worden seien. (MS)

 

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