Und noch ein Streit: Geschasste Doris von Sayn-Wittgenstein stellt Strafanzeige gegen AfD-Bundesvorstand

Foto: Imago

Die AfD kommt nicht zur Ruhe. Mittlerweile heißt es „jeder gegen jeden“, „Alle auf einen“ oder „wir machen uns gegenseitig platt“. Da waren die Linken auf ihrem Marsch durch die Institutionen cleverer. Die haben erst nach ihrem Sieg in den eigenen Reihen aufgeräumt und die „radikalen“ Ränder mehr oder weniger entsorgt.

Doch bei der AfD geht es jetzt schon, nach dem Erringen des ersten Teilsieges, drunter und drüber. Jetzt kontert die geschasste, ehemalige Landessprecherin der AfD Schleswig-Holstein, Doris v. Sayn-Wittgenstein mit einer Strafanzeige gegen Mitglieder des AfD-Bundesvorstandes. Gestern wurde die Anzeige wegen Nötigung und Verleumdung bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingereicht.

Auf Ihrem Facebook-Profil kommentiert sie diesen Vorgang wie folgt:

„Dem Bundesvorstand wirft v. Sayn-Wittgenstein vor, er nutze zwei Versionen einer eidesstattlichen Versicherung, um ihr strafbares Verhalten anzulasten und scheue auch nicht davor zurück, den Landesvorstand Schleswig-Holstein in strafbarer Weise unter Druck zu setzen, um sie aus der Partei zu entfernen.

Der Bundesvorstand hatte in einer Pressemeldung vom 17.12.2018 erklärt, er habe v. Sayn-Wittgenstein vor dem Hintergrund „mutmaßlich strafrechtlicher Vorgänge“ von der Ausübung ihrer Rechte, d.h. auch von der Ausübung ihrer Parteiämter, ausgeschlossen. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Kiel davon abgesehen, mangels tatsächlicher Anhaltspunkte überhaupt ein Ermittlungsverfahren zu eröffnen.

V. Sayn-Wittgenstein: „Mein Ruf als Rechtsanwältin, aber auch bei den Parteimitgliedern, ist mir äußerst wichtig. Erfundene Vorwürfe kann ich nicht im Raum stehen lassen. Ich hoffe, das Strafverfahren klärt, wer hier die Fäden im Hintergrund zieht und macht all jenen, die aufgrund der derzeitigen Treibjagd-Stimmung die Alternative für Deutschland bereits für so gut wie gescheitert halten, wieder neuen Mut.“

Die Reaktionen darauf fallen recht unterschiedlich aus:

Ich find es lustig, erste den ganzen Bullschit verzapfen und ja es gibt einige Staatsanwälte die das Gesagte als Verstoß gegen 130 StGB bewerten werden und dann den BuVo, der hier absolut rechtmäßig gehandelt hat anzeigen, der Flügel sorgt für die geilste Realsatire.

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Wenn man wenigstens das alte Sprichwort „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…“ an dieser Stelle verwenden könnte… aber bitte, liebe Doris – ist von irgendeinem blaubraunen AfDler schon einmal eine wahrhafte Aussage getätigt worden; vielleicht auch gar eine, die nicht unter dem Vorsatz der Selbstbereicherung und des Erhalts des eigenen Status Quo (quasi „uneingennützig“ – ich weiß… das Wort fehlt gemeinhin in eurem Wortschatz) getätigt wurde? Ich kann mich an keine erinnern; vor all eurem Selbstmitleidsgebrüll hört man ja aber auch sonst kaum was. und wenn man dies in der Öffentlichkeit macht, dann schadet man der eigenen Partei.

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Weiter so sie sind eine Bereicherung für die Partei Egal was andere sagen man sollte immer auf sein Gewissen hören

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Standhaft bleiben. Gute Frau

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Was ein Spass… wenn Rechten Rechte zu Rechts sind. Die AfD zerlegt sich in seine Bestandteile, gründet noch rechtere Splitterparteien (siehe die Blauen und die Poggennazis) und saufen im braunen Sumpf ab. Ein Schauspiel… besser als die selbstdemontage der Piraten.

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Auch Frauke Petry streitet sich mit der AfD – hat aber jetzt bereits einen Prozess verloren:

Sie muss ihre angemeldete Marke „Die blaue Partei“ löschen, wie das Landgericht München I entschied. Die Marke werde „für nichtig erklärt“. Den Namen darf sie allerdings für ihre ach so einflussreiche Partei behalten

Und jouwatch sagt: Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte Linke.

 

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