Wiener Akademikerball: Blaue tanzten, Linke froren

Die unterschiedlichen Arten zu feiern: Wiener Akademikerball (Bild: Screenshot)
Die unterschiedlichen Arten zu feiern: Wiener Akademikerball (Bild: Screenshot)

Wien – Beim diesjährigen Akademikerball blieb die linke- bis linksextremistisch aufgeführte Popanz überschaubar. Rund 1.500 sogenannte Gegendemonstranten protestierten bei Minusgraden vor der Wiener Hofburg, während 3.000 Gäste sich am Freitagabend köstlich auf dem Akademikerball amüsierten.

Seit 2013 wird der Wiener Akademikerball als Nachfolger des Wiener Korporations-Balls jährlich in der Wiener Ballsaison von der FPÖ in der Wiener Hofburg ausgerichtet. Bereits seit 2008 toben sich linke- und linksextremistische Organisationen bei ihren Demonstrationen gegen den Akademikerball aus. Während 2014 bis 2016 die Hochphase der linken Gewalt erreicht wurde, die linken  „Demonstranten“ marodierend durch die Wiener Innenstadt tobten, Ballteilnehmer angriffen und 2014 ein Gesamtschaden von rund 500.000 Euro produziert wurde, wird es von Jahr zu Jahr ruhiger um den linken Kampf.

Am Freitag sollen sich laut dem Standard rund 1.500 Gegendemonstranten in der Wiener Innenstadt bei Minusgraden eingefunden haben, um mit ihren immer gleichen Sprüchen gegen den anzudemonstrieren. Bereits einen Tag vor dem Ball zeigten die angeblich „friedliebenden“ Demonstrierenden, wie ihr Verständnis von Protest aussieht. Mit Feuerwerkskörpern, Damenbinden, Eiern und Farbbeutel wurden etwa die Fassaden von Verbindungshäusern in der Wiener Josefstadt beschossen. Großes Freude herrschte auch über eine abgebrannte Flagge. Am Freitagabend beschimpften „Aktivisten“ eintreffende Gäste und versuchten den Taxis den Weg zur Zufahrt zu blockieren. 1.900 Polizisten sicherten das linke Spektaktel am Abend ab.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eröffnete den Akademikerball und kritisierte die  „linksradikalen Demonstranten“, die „all die Jahre hinweg“ versucht, „mit undemokratischen Mitteln, den Ball zu stören“. Diese „linksradikalen Demonstranten“ würden versuchen, die Stadt lahmzulegen und Chaos zu verursachen. „Das sind die Schuldigen, die auch beim Namen zu nennen sind“, so Strache weiter. Gegen friedliche Demonstrationen sei niemand, so Strache. „Aber wir erinnern uns nur allzu gut an die Bilder gewalttätiger Linksextremisten, die in den letzten Jahren Ballgäste tätlich angegriffen haben. All das hat uns nicht aufgehalten, all das kann uns nicht aufhalten, all das bestärkt und bestätigt uns nur in unserem Tun“, so der Chef der FPÖ laut den OÖNachrichten.

Außerdem sprach er die Diskussion um die Äußerungen von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) zur Menschenrechtskonvention an: Es sei Pflicht, Gesetze, die es verunmöglichen, Asylwerber außer Landes zu bringen, zu ändern. Man habe die „Verantwortung, die österreichische Bevölkerung zu schützen und die Sicherheit zu gewähren, dass wir nicht zusätzliche Kriminelle und Straftäter nach Österreich importieren“.

Den Ball selbst besuchten laut Veranstalter rund 3.000 Gäste. Tausende Verbindungsstudenten und Gäste aus ganz Europa fanden sich ein. Unter den hochkarätigen Gästen fand sich – wie bereits im Vorjahr – auch Martin Sellner, Chef der Identitären Bewegung Österreich ein. (SB)

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