Zuwanderer: 65 Prozent ohne Job – Rest wandert in Niedriglohnsektor

Symbolfoto:Von answer5/shutterstock
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Berlin – Laut einer Studie haben über 65 Prozent der Asylsuchende noch keine Arbeit gefunden. 35 Prozent haben, dem Vernehmen nach, einen Job, jedoch meist im Niedriglohnsektor. Von dieser Gruppe arbeiten jedoch mehr als 20 Prozent in meist Steuer und Sozialabgaben freien Minijobs. Über 15 Prozent der Befragten arbeitenden Zuwanderer gaben an, in ihren Heimatländern eine „hochkomplexe Expertentätigkeit“ ausgeübt zu haben. Nur drei Prozent meinten, dass sie eine Arbeit auf diesem Niveau auch in Deutschland gefunden hätten.

Das ist das Ergebnis einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und des Sozio-Ökonomischen Panels. Die Zahlen verraten laut n-tv :„Die meisten Flüchtlinge sind weder in den Arbeitsmarkt integriert, noch haben sie sichere Deutschkenntnisse.“

Trotzdem meinen die Autoren der Studie, dass insgesamt die Integration jedoch deutlich schneller vorangehe als 2015 vorhergesagt. Besonders beim Thema Sprachkenntnisse sehen die Experten „große Fortschritte“.

In die Negativ-Schlagzeilen geriet das Sozio-Ökonomische Panel, nachdem sie bei der Überprüfung von Sprachkenntnissen im Dezember 2017 „betrügerische Interviews“ eingeräumt hatte. Wie n-tv weiter berichtet hatte eine Interviewerin hatte damals Befragungen in die Untersuchung einfließen lassen, die nie stattgefunden haben.  „Das Ergebnis der damaligen Studie verschob sich durch die offenbar zum Teil erfundenen Antworten leicht in die Richtung, dass Flüchtlinge besser integriert seien.“

Unabhängig davon ist die Ermittlung von Deutschkenntnissen eine einzige Mogelpackung, da diese nicht auf Tests, sondern auf der Selbsteinschätzung der befragten Zuwanderer beruht. Für die Studie wurden nach Angaben des Nachrichtendienstes 2016 rund 7500 Teilnehmer befragt. 2017 wurden 5500 von ihnen noch einmal aufgesucht, um die Ergebnisse zu vergleichen. Allein dies zeigt, wie lückenhaft und untauglich die Studie ist. Unbekannt ist auch, was den 2000 ehemals Befragten geschah, die bei der zweiten Umfrage nicht berücksichtigt wurde. (KL)

 

 

 

 

 

 

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