Die Lüge von den vielen neuen „deutschen“ Babys

Symbolfoto: Von ESB Professional/Shutterstock

Es gibt mal wieder eine Jubelmeldung, die uns wohl alle beruhigen soll:

In Deutschland gibt es wieder mehr jüngere Kinder. Ende 2017 lag die Zahl der unter Sechsjährigen bei 4,58 Millionen – und damit um rund eine halbe Million höher als fünf Jahre zuvor. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW), über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Besonders stark gestiegen ist demnach die Zahl der unter Dreijährigen mit einem Plus von rund 330.000. In der Gruppe der Drei- bis Fünfjährigen gab es einen Zuwachs von 170.000. Die Zahl der Grundschulkinder im Alter von sechs bis neun Jahren hat gegenüber 2013 um 120.000 auf 2,91 Millionen zugenommen. „Es ist sehr positiv zu werten, dass wir nach langem Rückgang diese Entwicklung nach oben haben“, sagt Wido Geis-Thöne, Experte für Familienpolitik beim IW. Für den Anstieg gebe es drei Gründe: mehr Frauen im gebärfähigen Alter, mehr Geburten pro Frau und mehr Zuwanderung. Wichtig sei, dass die Zuwanderung – anders als oft vermutet – nur einer, aber nicht der einzige Treiber der Entwicklung sei.

„Die veränderten gesellschaftlichen Realitäten sind zentral“, sagt der IW-Experte. „Junge Paare entscheiden sich wieder verstärkt für ein erstes, zweites oder drittes Kind.“ Das spiegelt sich in der Geburtenziffer wider.

In der Zeit von der Wiedervereinigung bis zum Jahr 2011 lag die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau zwischen 1,2 und 1,4. 2017 waren es 1,57. (Quelle: dts)

Interessant ist der Hinweis, dass die Zuwanderung anders als vermutet nur einer, aber nicht der einzige Treiber der Entwicklung sei.

Natürlich ist das so, weil einfach die muslimischen Migranten, die hier in der dritten, zweiten oder ersten Generation Kinder bekommen, nicht als Zuwanderer gezählt werden, weil sie ja eben schon seit längerem einen deutschen Pass haben.

Die Realität ist so wie so oft, eine andere wie sie das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln verkaufen möchte. Dazu ein Auszug aus einem „Spiegel„-Artikel:

An mehr als jeder zehnten der 2750 staatlichen Grundschulen in NRW sprechen mehr als die Hälfte der Kinder zu Hause selten oder nie Deutsch. In 78 Schulen sind es sogar mehr als drei Viertel der Kinder.

Auch die Zahlen aus den Stadtstaaten sind eindrucksvoll. An vielen Schulen sind Kinder in der Mehrheit, in deren Familie nicht Deutsch gesprochen wird: in Hamburg 22 Prozent der Grundschulen, in Berlin und Bremen mehr als 40 Prozent.

Es sind solche Grundschulen, die in diesen Tagen viele Schlagzeilen machen. In Berlin mobbten muslimische Kinder eine Mitschülerin, weil sie nicht an Allah glaubt, und bedrohten sie. Eine andere Grundschule engagierte einen privaten Sicherheitsdienst, um die Gewalt in den Griff zu bekommen.

Die „Bild“-Zeitung berichtete von „Eltern aus ganz Deutschland“, die sich nach einem Artikel über den „Islamismus-Alarm“ mit eigenen Geschichten meldeten: Eine Mutter aus Bonn habe geschildert, dass muslimische Mitschüler ihrer Tochter in der dritten Klasse gesagt hätten, ihre Eltern würden als Ungläubige in der Hölle verbrennen. Andere hätten geklagt, „dass Schülerinnen gemobbt wurden, weil sie ‚unreine‘ Gummibärchen essen“. Die Süßigkeiten enthalten Gelatine aus Schweinefleisch.

Die Grundschulen galten lange als der Ort in Deutschland, an dem Integration gefördert wird und gelingt wie an keinem anderen. Funktioniert nun das Miteinander verschiedener Nationalitäten und Religionen nicht einmal mehr bei Sechs- bis Zehnjährigen?

Häufig ist der Zuwandereranteil vor allem an jenen Schulen besonders groß, die ohnehin schon in Problemvierteln mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut liegen. Fast 70 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund in Großstädten besuchten Grundschulen, an denen mehrheitlich Zuwanderer und sozial benachteiligte Schüler lernen, stellte der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR) fest…

Und die Freie Welt hat diesbezüglich ebenso interessante Zahlen, die noch nicht mal ein Jahr alt sind.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden 2016 in Deutschland insgesamt 792.131 Kinder geboren. Das ist ein Anstieg um 54.556 Neugeborene oder sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mit einer durchschnittlichen Geburtenziffer von 1,59 Kindern pro Frau wurde der höchste Wert seit 1973 gemessen.

Damit liegt Deutschland nunmehr im europäischen Mittelfeld, deutlich hinter den Franzosen mit einer Geburtenziffer von 1,92, aber auch klar vor Italienern und Spaniern mit einer Geburtenziffer von je 1,34 Kindern pro Frau. Die Mainstream-Medien feiern das mit Schlagzeilen wie »Deutsche bekommen wieder mehr Kinder«.

Tatsächlich ist der hohe Wert aber eine Folge des Flüchtlingszustroms seit 2015 und zeigt dass sich Deutschland in der Zusammensetzung seiner Bevölkerung in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Die Zahl der Migranten im Land nimmt gegenüber der angestammten deutschen Bevölkerung nicht nur durch Zugewanderte, sondern auch durch Geburten zu.

Von den rund 792.000 Kinder haben lediglich etwa 607.000 der Neugeborenen deutsche Mütter, was durchaus auch ein kleines Plus von drei Prozent darstellt. Zu beachten ist, hier fallen statistisch alle darunter, die eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, also auch Eingebürgerte mit einem Migrationshintergrund.

Zudem führen die Statistiker eine Erklärung für den Geburtenanstieg bei deutschen Frauen hinzu. Dieser ginge vor allem auf ein erhöhtes Alter der Gebärenden zurück. Das liege jetzt oftmals im Alter zwischen 30 und 37 Jahren. Deutsche Mütter gebären immer später. Dabei spielten die dann günstigen wirtschaftlichen Bedingungen eine wichtige Rolle. Erstmal heißt es für viele die berufliche Karriere voranzubringen und nicht jung Mutter zu werden.

Ausländische Frauen – sprich alle mit einer anderen Staatsangehörigkeit – brachten mit fast 185.000 im Vergleich zu 2015 rund 25 Prozent mehr Kinder zur Welt. Damit zeigen sich Ausländerinnen deutlich gebärfreudiger. Dieses steht auch damit im Einklang, dass diese aus Ländern stammen, wo in Familien traditionell viele Kinder geboren werden.

Hier sind insbesondere Staatsangehörige aus mehrheitlich muslimischen Ländern mit einer hohen Geburtenziffer bemerkbar. Eine große Rolle spielen Syrer, die ab 2015 zahlreich als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland kamen. So wurden hierzulande 18.500 syrische Kinder geboren, fast viermal mehr als 2015. Nur türkische Mütter brachten noch mehr Kinder zur Welt.

Auffällig sind auch deutliche Unterschiede der Geburtenzahlen zwischen Ost und West. In den westdeutschen Ländern stieg die Zahl der Geburten durchschnittlich um 8 Prozent, während sie im Osten Deutschlands, wo auch weniger mit Migrationshintergrund leben, mit 4 Prozent Zuwachs schwächer ausfiel. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lag die Zahl der Geburten mit mehr als 173.000 Babys besonders hoch.

 

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