Mehr Gewalt in Dresden

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Dresden – Auch in Dresden ist es auf den Straßen im vergangenen Jahr gefährlicher geworden. Um satte 25 Prozent stieg die Zahl der Körperverletzungen in der sächsische Landeshauptstadt an.

Mehr als 500 Mal ermittelte die Bundespolizei in Sachen Körperverletzung, auch Drogen- und Waffenfunde mehren sich.“Statt der einfachen Schubserei sind öfter die Fäuste oder sogar Waffen im Spiel“, erklärte ein Polizeisprecher laut Tag24 sagt ein Sprecher. „Wir weisen deshalb auch unsere Einsatzkräfte immer wieder auf Eigensicherung hin.“

Nur bei den Schwarzfahrern sinken die Zahlen – 2018 wurden „nur“ knapp über tausend erwischt, im Jahr zuvor waren es nicht mehr als 1.500. Ob die Moral der Fahrgäste besser geworden ist oder weniger Kontrollen stattfinden, wurde allerdings nicht verraten.

Und das war am Sonnabend vor einer Woche laut pressesportal am Dresdner Hauptbahnhof los:

Bundespolizisten versuchten nach einem lautstarken Streit im Hauptbahnhof Dresden einen 32-Jährigen zu kontrollieren. Der lybische Staatsangehörige widersetzte sich einer Personalienfeststellung derart vehement, dass er durch die Beamten in die Bahnhofswache getragen werden musste. Ein im Anschluss durchgeführter Drogentest ergab den Nachweis der Einnahme von Metamphetamin. Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten weitere synthetische Drogen in Tablettenform, ein Cuttermesser sowie einen Stahlhaken. Alle Gegenstände wurden sichergestellt. Durch die DB AG wurde ein einjähriges Hausverbot für den Hauptbahnhof Dresden ausgesprochen. Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.

Am gleichen Abend wurde ein 42-Jähriger im Aufenthaltsraum des Hauptbahnhofes kontrolliert. Der algerische Staatsangehörige war gerade mit dem Fernbus von Tschechien kommend eingereist. Die Beamten nahmen bei dem Mann starken Cannabisgeruch wahr, auf die Frage ob er im Besitz von Drogen sei, händigte er ihnen zwei Tütchen der entsprechenden Substanz aus. In der Bahnhofswache fanden die Bundespolizisten im Gepäck des Reisenden dann 6.640 unversteuerte Zigaretten (etwa 33 Stangen) und 10 Packungen á 40 g Tabak, der ebenfalls nicht versteuert wurde. Außerdem befanden sich fünf Mobiltelefone und mehrere offenbar in Tschechien gestohlene Portmonees im Besitz des Algeriers. 

Und das am Sonnabend vor zwei Wochen:

Gegen 21:30 Uhr betraten drei junge Männer (20, 21, 24) aus Afghanistan die Lokalität und setzten sich an einen Tisch. Auf die mehrfachen, freundlichen Hinweise eines 25-jährigen vietnamesischen Mitarbeiters, dass bereits Küchenschluss sei und das Lokal geschlossen werde, reagierten die jungen Männer mit verbalen Beleidigungen und warfen in der Folge Stühle sowie Tische um. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Rangelei zwischen drei Restaurantmitarbeitern und den „Gästen“. Ein 39-Jähriger Deutscher ging zwischen die Kontrahenten und versuchte die Situation zu beruhigen. Daraufhin wurde er durch den 24-jährigen Hauptbeschuldigten ebenfalls attackiert. Eine ärztliche Behandlung lehnte der Geschädigte ab.

Hinzugerufene Bundespolizisten unterbanden weitere Übergriffe und nahmen die Ermittlungen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Hausfriedensbruch auf. Da bei dem 24-jährigen Beschuldigten fast 2,5 Promille Atemalkohol festgestellt wurden, erfolgte eine Blutentnahme. Nach Abschluss der polizeilichen und strafprozessualen Maßnahmen wurden die Personen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. (MS)

 

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