Ditib oder die Unterwerfung der Deutschen unter türkisches Diktat

Eines Tages irgendwo in Deutschland (Symbolfoto: Von rkl_foto/Shutterstock

Hannover – Das Land Niedersachsen will trotz anhaltender Kritik und erdrückenden Fakten bezüglich einer Einflussnahme Erdogans an einer engen Zusammenarbeit mit der Ditip festhalten und sieht in der türkischen Staatsreligionsbehörde weiterhin einen Kooperationspartner. Das geht aus einer Meldung des NDR hervor.  

Wie der Sender weiter berichtet, war erst im November der komplette Ditib-Landesvorstand für Niedersachsen und Bremen samt des Vorsitzenden Yilmaz Kilic aus Protest gegen zunehmende Einflussnahme aus der Türkei zurückgetreten.

Um den Anschein der Souveränität zu erzeugen, hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in den Medien „Befürchtungen“ geäußert, der Verband sei auf Linie gebracht worden. Die Landesregierung hatte damals, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, angekündigt, die Zusammenarbeit mit Ditib zu überprüfen. Nun ist die Entscheidung gefallen und entlarvt das Geplänkel im Vorfeld als übles Täuschungsmanöver. Weiter schreibt der NDR:

Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, wird Niedersachsen weiter mit Ditib zusammenarbeiten. Fast alle Ministerien hätten sich für eine Fortsetzung der Kooperation ausgesprochen, hieß es.“

„Der Landesregierung ist die besondere Brisanz der Gesamtthematik bewusst“, erklärte die Staatskanzlei. Mit den Sätzen „Die Leitungen der Ministerien werden die Zusammenarbeit mit Vertretern des Ditib-Landesverbandes auch in Zukunft kritisch beobachten und bei etwaigen problematischen Entwicklungen rasch reagieren,“ versucht die SPD-geführte Landesregierung besorgte Bürger in Sicherheit zu wiegen.

Zudem wolle man laut NDR künftig verstärkt einzelne, von Ditib unabhängige Moscheegemeinden mit einbinden. So arbeite man seit Jahren nicht nur mit Ditib, sondern auch mit dem Landesverband der Muslime, Schura, zusammen.

Das Land Niedersachsen hat weiterhin kein Problem damit, dass Ditib-Vertreter in Gremien für islamischen Schulunterricht oder Gefängnisseelsorge sitzen. Sie könnten nach Ansicht der rot-schwarzen Koalitionsregierung dort keinen unkontrollierten Einfluss ausüben.

Angeblich Sorgen bereitet den Niedersachsen nur die Entsendung von Imamen in die Justizvollzugsanstalten. In der kommenden Woche soll deshalb ein Gespräch des Justizministeriums mit Ditib-Verantwortlichen stattfinden. Die von Ankara entsandten Imame in niedersächsischen Gefängnissen predigten bei Bedarf auf Türkisch oder Arabisch und sprächen mit den Gefangenen fast ausschließlich Türkisch. Hier könnte daher eine Einflussnahme der Türkei unmittelbar wirksam werden, heißt es in einer entsprechenden Erklärung des Justizministeriums.

Unterdessen hat der neue von Ankara eingesetzte Ditib-Landesvorsitzende Ali Ihsan Ünlü beteuert, der Verband wolle weiter konstruktiv mit der Landesregierung zusammenarbeiten.

Der Landesvorstand fordert, dass Ditib als Vertretung einer Großzahl der Muslime in Niedersachsen genauso behandelt wird wie die Kirchen. Inzwischen wird allerdings seit dem Rücktritt des alten Vorstandes verhalten darüber diskutiert, ob der staatlich gelenkte Religionsverband sich tatsächlich als Hauptvertreter der Muslime bezeichnen kann. Der ehemalige Schura-Vorsitzende Avni Altiner hat bereits im November letzten Jahres die Gründung eines neuen, liberalen, unabhängigen Islamverbands in Niedersachsen angekündigt. Der soll laut NDR-Angaben in den nächsten Tagen aus der Taufe gehoben werden. (KL)

 

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