Die einen morden, die anderen verdrängen: Wie Muslime die Christen im Irak auslöschen

Foto: Screenshot/Youtube

Mossul – Die Zahl der Christen ist seit dem IS-Terror im Irak dramatisch gesunken. 2015 lebten noch 275.000 Assyrer, Aramäer und Chaldäer vor allem in der Region Mossul. Kurz nach dem Sturz des Hussein-Regimes 2003 waren es sogar 650.000. Jetzt sind es nur noch knapp 150.000. Was die einen mit Vergewaltigungen, Versklavungen und Vertreibungen begangen, setzen nun die muslimischen Machthaber der irakischen Zentralregierung und der Regionalregierung Kurdistan mit einer „schleichenden demografischen Veränderung auf Kosten der christlichen Volksgruppen“ fort. Wie Kamal Sido, der Nahostexperte der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in einem KNA-Beitrag des Domradios mitteilte, lassen sich in der Ninive-Ebene nahe der Stadt Mossul immer mehr Muslime nieder.

Ein krasses Beispiel für die offenbar gezielte Verdrängung der alteingesessenen urchristlichen Bevölkerung bietet der früher hauptsächlich von Christen bewohnte Ort Bartalla. Der GfbV zufolge ist dort ein neuer Stadtteil mit 182 Wohnungen geplant.

„Die Christen fordern, dass vor allem christliche Familien dort einziehen, denn die Gebäude würden doch auch auf ihrem Land errichtet, das schließlich immer Christen gehört habe“, erklärte Sido. Demnach beklagen die Christen, dass nur Muslime sich die Wohnungen leisten können, da die Christen durch den Krieg ihr Vermögen verloren haben.“ Es wäre interessant zu erfahren in wieweit dieser „Wohnungsbau“ mit Entwicklungshilfegeldern finanziert oder unterstützt wird.

Weiter heißt es im Bericht des Domradios: „Den Angaben zufolge hoffen die Christen auf eine eigene autonome Verwaltung in der Ninive-Ebene. Damit solle die Abwanderung irakischer Christen nach Europa gestoppt werden.“

Vom Westen verraten und im Stich gelassen

Dieser Traum ist bereits während der amerikanischen Besatzungszeit kurz nach dem Sturz des Machthabers Hussein wie eine Seifenblase geplatzt. Laut einem Bericht des Deutschlandfunkes mit der zynischen Überschrift „umstrittene Unabhängigkeitskonzepte“ aus dem Jahre 2010 forderte ein gewisser Aziz stellvertretend für seine damals schon am Abgrund stehende Volksgruppe:

„Um unsere physische und kulturelle Existenz zu bewahren, brauchen wir ein politisches Gebilde innerhalb des irakischen Staates. Wir fordern eine Selbstverwaltung in den Gebieten, in denen unser Volk die Mehrheit ausmacht. Es ist sehr erfreulich, dass Artikel 35 der neuen kurdischen Verfassung dieses Recht auch unserem Volk zugesprochen hat. Sobald sie durch ein Referendum bestätigt worden ist, können wir damit anfangen, unsere verfassungsmäßigen, gesetzgeberischen und juristischen Institutionen aufzubauen.“

Der obige Fall zeigt, dass die Aramäer hier einer typischen Taquia aufgesessen sind. So bleibt am Ende nur die Flucht in die Länder, die sie schmählich verraten haben. Zum Beispiel in das Scharia-Täterschutzland Deutschland, wo nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Idea, Christen eher abgeschoben werden als Salafisten und Richter meistens zu Gunsten muslimischer Gewalttäter entscheiden. Bereits vor acht Jahren klagten in Deutschland lebende Exilchristen über eine zunehmende Anfeindung durch die als gut integriert geltende muslimische Bevölkerung. Auch die Anschläge auf Kirchen und Bedrohungen haben zugenommen. (KL)

 

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