Wegen Fake-News-Kampagne: US-Anwalt kündigt Millionenklage gegen Medien und Promis an

Links-Medien bekommen jetzt wohl Schwierigkeiten (Bild: Screenshot)
Links-Medien bekommen jetzt wohl Schwierigkeiten (Bild: Screenshot)

Die Fake-News-Kampagne, die Medien und Aktivisten gegen friedliche katholische Schüler starteten, indem behauptet wurde, diese hätten den indigenen Ureinwohner Nathan Phillips verhöhnt, bekommt ein massives juristisches Nachspiel. Promi-Anwalt Robert Barnes hat angekündigt, US-Medien, Promis und alle, die falsche Aussagen über die Schüler gemacht haben, zu verklagen.

Promi-Anwalt Robert Barnes aus Los Angeles, der die Familien der Schüler vertritt, hatte am Dienstag im Fernsehsender FoxNews angekündigt, eine Millionenklagen gegenüber Medien und Promis anzustreben. „Alle haben eine Frist, dies bis kommenden Freitag entsprechend richtig zu stellen und zu korrigieren. Wer dies nicht macht, der muss mit einer Klage rechnen!“, so Barnes.

Weil sie weiß und katholisch sind? Mediale Hetzjagd auf friedliche Schüler

Am 18. Januar zeigte ein Zehn-Sekunden-Videoclip, der am Lincoln Memorial in Washington, DC, aufgenommen wurde, wie der 64-jährige Aktivist und indigene Ureinwohner Nathan Phillips angeblich von einer Gruppe von fünfzig bis sechzig Schuljungen belästigt wurde, die an dem alljährlich stattfindenden „Marsch für das Leben“ teilgenommen hatten.

Darunter der High-School-Schüler, Nick Sandmann, mit einem roten „MEGA“-Basecap, auf dem der Trump-Slogan „Make America Great Again“ steht. Der Teenager von der Covington High School in Park Hills (Kentucky) scheint zu grinsen, während eine Gruppe Mitschüler angeblich hämisch über Phillips lacht, der zu traditionellem Gesang trommelt. Phillips behauptete später in Interviews wahrheitswidrig, er habe die Schüler in Trump-Manier „Baut diese Mauer!“ und „Geht zurück ins Reservat!“ brüllen hören.

Ein zweites Video indes zeigt das tatsächliche Geschehen: Mitglieder der schwarzen Gruppierung Black Hebrew Israelites, die an jenem Tag jeden auf der National Mall mit Spott überziehen, beschimpften auch die Ureinwohner und nannten sie „Uncle Tomahawks“ und „Fünf-Dollar-Indianer“. Auch die katholischen Schüler wurden als „weißer Abschaum“ und „eine Horde Inzuchtbabys“ beleidigt.

Links-Medien hetzen 

Zehn Sekunden reichten amerikanischen wie auch deutschen Mainstreammedien aus, um ungeprüft einen willkommenen Skandal zu zimmern. Ob CNN, Washington Post, New York Times, ob der Spiegel mit der Schlagzeile „Jugendliche Trump-Fans provozieren Ureinwohner“, die Abendzeitung mit „Katholische Schüler verspotten amerikanischen Ureinwohner“ – alle berichteten über den „rassistischen“ Skandal – begangen durch katholische Jugendliche an indianischen Bürgern.

Die Schüler aus Kentucky erhielten in den Stunden nach der Berichterstattung Todesdrohungen, ihre Schule musste vorübergehend geschlossen werden. Die Diözese, der die katholische Bildungseinrichtung gehört, distanzierte sich zeitnah von ihren Schülern, nachdem bereits Schauspielerinnen wie die #metoo-Gründerin Alyssa Milano medial über die Jungs hergefallen waren, berichtete unter anderem die JF.

„Dieser Ausdruck ist nicht gefallen, auf keinem Video ist er nachweisbar“

Nachdem Promi-Anwalt Robert Barnes am Dienstag im US-Fernsehsender FoxNews die Millionenklage gegenüber Medien und Promis ankündigte, hat sich die Erzdiözese Baltimore am Mittwoch für die voreilige Verurteilung der Schüler entschuldigt und erklärt, dass die „unvollständigen Medienberichte“ dazu geführt hätten, dass man zu schnell etwas dazu gesagt habe.

Der unfreiwillig in die mediale Hetze geratene katholische Schüler Nicholas Sandmann äußerte sich ebenfalls am Mittwoch in einem Interview. Er könne sich nicht dafür entschuldigen, dass er auf dem Platz gestanden habe. Er habe sich definitiv bedroht gefühlt. Angesprochen, ob es rassistische Aussagen in seiner Gruppe gegeben habe, betonte Nick, dass er in einer katholischen Schule sei, dort werde Rassismus nicht toleriert. Niemand aus seiner Klasse habe rassistische Bemerkungen gemacht. Er betonte weiter, dass niemand aus seiner Gruppe „Build the Wall“  gerufen habe. Der Nachrichtensender NBC, der das Interview ausstrahlte, bestätigte, man habe alle Videos durchsucht, doch dieser Ausdruck sei nicht gefallen.

„Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen“

Unterstützung für die Aussage, dass die Provokation nicht von ihnen ausgegangenen sei, erhielten die Schüler jetzt auch von US-Bischof Rick Stika. Auf Twitter schreibt Stika, der sich auf einen am Marsch teilnehmenden Freund beruft: „Dieser war am Beginn der Gruppe von Covington. Er war der Priester, der von den ‚Black Hebrew Israelites‘ mit Schimpfwörtern wie ‚weißer Schwuler‘ und ‚Kinderschänder‘ und anderen schrecklichen Verunglimpfungen angeschrien wurde.“ Die Burschen bildeten laut dem Bischof einen Kreis, um den Priester zu schützen. Der Bischof bestätigte auch, dass Ureinwohner Nathan Phillips eine Messe stören wollten, so kath.net.

Auch Kentuckys Gouverneur übte massive Kritik an den Medien:  „Die Medien treffen eilige Urteile. Die einzigen, die hier rassistisch beschimpft wurden, waren nachweislich die Schüler. Dies wurden von den Medien nicht aufgegriffen. Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen“, so der Politiker Matt Bevin.  (SB)

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