Rassismus: Weiße Idioten

Max Erdinger

https://www.imago-images.de/imagoextern/asp/default/bild.asp?c=x%B7%9Cl%91c%86We%7D%5C%5ES%BC%C1k%BAT%9F%A9h%D2%A7%B3%C1%C6
Karl Marx-Büste - Foto: Imago

In Sachsen sorgte ein Themenheft für Aufregung, das bis zuletzt noch Verwendung im Schulunterricht gefunden hatte. In diesem Heft war tatsächlich von verschiedenen Menschenrassen die Rede. Bebildert war das Ganze auch noch mit unterschiedlich aussehenden „die Menschen“. Gelbe gab es, rötliche, schwarze und weiße „die Menschen“. Die Empörung war groß, besonders unter den grünen „die Menschen“. Das sächsische Kultusministerium hat sich via Twitter bei einem Beschwerdeführer gegen diesen unglaublichen Fall von Rassismus entschuldigt und versprochen, daß das Themenheft nicht mehr im Unterricht verwendet werden wird. Die Realsatire.

Die Leipziger Volkszeitung schreibt: „Nach Bekanntwerden des Skandals um veraltetes Lehrmaterial samt Rassentheorie (wir berichteten), das noch in diesem Schuljahr an einer sächsischen Oberschule zum Einsatz gekommen ist, hat die Bildungseinrichtung inzwischen Konsequenzen gezogen.

Das Staatsministerium für Kultus (SMK) teilte mit, daß der Schulleiter sich seiner Verantwortung inzwischen bewußt worden sei und die im Biologieunterricht benutzten Themenhefte allesamt habe entfernen lassen. Außerdem versicherte eine Sprecherin, es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Zuvor hatten sich rassismusschockierte Eltern an die Landtagsabgeordnete Petra Zais (Grüne) gewandt. Die wandte sich im Dezember per kleiner Anfrage im Landtag an Bildungsminister Christian Piwarz (CDU) weiter und verlangte nach Aufklärung. Ein Gerücht ist, daß sie von Piwarz wissen wollte, ob es tatsächlich verschiedene Menschenrassen gibt. Der Unionspolitiker antwortete diplomatisch und erklärte, daß der Begriff „Menschenrasse“ bereits seit 2004 nicht mehr im Lehrplan vorkomme. Stattdessen sei seither die überwiegende genetische Gemeinsamkeit aller „die Menschen“ vermittelt worden.

Auf einer Kapitelseite des inkriminierten Themenhefts sind auch vermeintlich typische Vertreter verschiedener Menschenrassen gezeigt worden, die wahrscheinlich allesamt von Maskenbildern geschminkt worden waren, da sich die Bilder sonst nicht hätten erklären lassen. Zudem gab es eine schriftliche Beschreibung ihrer angeblichen Rassenmerkmale. Die Rede war von dicken Lippen, untersetztem Körperbau und einem  Gelbton der Haut. Das Heft richtete sich an Zehntklässler, die in einer schriftlichen Übung dazu aufgefordert wurden, die gefakten Schaubilder mit verschiedenen Nasen- und Augenformen zu beschriften und eine rassische Zuordnung vorzunehmen.

Antwort des SKM an den Twitter-User „Odalus“ – Foto: Screenshot Twitter

Wie der peinliche Fauxpas mit den Menschenrassen im Biologie-Themenheft passieren konnte, ist völlig unerklärlich. Noch mysteriöser ist die Antwort des SKM auf den User „Odalus“. Der hatte bei Twitter geschrieben, daß es nur eine menschliche Rasse gebe, weil sich alle „die Menschen“ miteinander fortpflanzen könnten. Warum das SKM ihm mit „Lieber Nutzer“ in der Anrede antwortete, anstatt mit „Lieber Sitzenbleiber“, versteht keine Menschenrasse. Schließlich gibt es verschiedene Hunderassen, obwohl sich alle Hunde miteinander fortpflanzen können, solange es sich um eine einvernehmliche Fortpflanzung ohne sexuelle Belästigung der jeweiligen Hündin handelt. Fraglich ist daher, ob es neuer Lehrinhalt in Sachsen werden soll, daß der Pekinese genau derselbe Canide ist wie der deutsche Schäferhund. Lehrkräfte stehen vor einem Rätsel, wie sie den Schülern die Existenz des „Daggels“ erklären sollen, einem Mischling aus Dackel und Dogge.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab derweilen der Historiker Lars Deile Auskunft zum Verschwinden der Germanen. Deile stellte fest: „Mir ist aufgefallen, dass es in den neuen Lehrplänen sehr still geworden ist um die Germanen. Sie kommen tatsächlich fast nicht mehr vor. Vier von sechzehn Bundesländer thematisieren sie noch explizit, sechs weitere eher am Rande, meist im Vergleich zum Römischen Reich.“ 

Die Erklärung dieser Phänomene ist eindeutig: Kulturmarxismus. Logische Forderung daher: „Kulturmarxisten raus!„. Für hochzivilisierte Kulturvölker sind Kulturmarxisten so gefährlich wie die Zerebralphimose für das Gehirn oder die mittelalterliche Pest für die geistig Gesunden des 12ten Jahrhunderts.

 

Loading...