Salvini hofft, dass sich Frankreich von der „schrecklichen Führung“ Macrons befreien kann

Matteo Salvini (Bild:Twitter)
Matteo Salvini (Bild:Twitter)

Italien – Innenminister Matteo Salvini, gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich das französische Volk von der „schrecklichen“ Führung von Präsident Emmanuel Macron befreien kann. 

Ich hoffe, dass sich die Franzosen von einem schrecklichen Präsidenten befreien können“, sagte Italiens Vize in einem Facebook-Video am Dienstag. „Die Gelegenheit wird am 26. Mai [den Wahlen zum Europäischen Parlament] kommen, wenn das französische Volk endlich wieder die Kontrolle über seine Zukunft, sein Schicksal und seinen Stolz – Werte die von einer Figur wie Macron nur schwach vertreten sind – wieder übernehmen kann.“

Die Situation von Macron zu Hause ist mehr als prekär. Macron gilt in Umfragen nicht nur als der unbeliebteste Präsident seines Landes. Seit zehn Wochen zeigt die Gillets Jaunes (Gelbe Westen) -Bewegung, welche Wut in der Öffentlichkeit gegen den Regierungsstil des von vielen als Emporkömmling empfundenen Macron herrscht. Proteste, die als Reaktion auf eine Erhöhung der Treibstoffsteuer begannen, entwickelten sich zu einer weitgehenden Ablehnung seiner Wirtschafts- und Immigrationspolitik.

Salvini hatte sich zu den Protesten in Frankreich geäußert und gesagt: „Ich unterstütze ehrliche Bürger, die gegen einen Regierungspräsidenten protestieren, der gegen sein Volk ist“. Salvinis Koalitionspartner Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) fügte hinzu, dass die Politik in Europa „für die Bedürfnisse der Bürger taub geworden ist, die sich aus den wichtigsten Entscheidungen, die die Menschen betreffen, herausgehalten haben“.

Di Maio machte Frankreich zudem am Sonntag für die Verarmung Afrikas verantwortlich. „Um die Afrikaner in Afrika zu halten, reicht es aus, wenn die Franzosen zu Hause bleiben.“

„Wenn heute die Menschen Afrika verlassen, liegt dies daran, dass einige europäische Länder, mit Frankreich an der Spitze, nie aufgehört haben, Afrika in ihren Köpfen zu kolonisieren“, fuhr Di Maio fort. Salvini legte nach und kritisierte Frankreichs Präsidenten mit den Worten: „Ich nehme keine Lektionen über Menschlichkeit und Großzügigkeit von Macron an“, so Salvini am Montag, der Frankreichs Ölinteressen in Libyen für das mangelnde Interesse von Paris an einer „Stabilisierung der Situation“ verantwortlich macht. (SB)

 

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