Das syrische „Dschihadisten-Model“ vor den Frankfurter Kuschelrichtern

Symbolfoto: Von LightField Studios/Shutterstock

Frankfurt – Diese Meldung passt zu Frankfurt, wie die Raute zu Berlin, aber sie könnte auch gut zur Modehauptstadt Düsseldorf passen: „Weil er sich in Syrien einer Terrorvereinigung angeschlossen und sie finanziell unterstützt haben soll, muss sich ein 29-Jähriger vor Gericht verantworten. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, als Fotomodel mit Waffen posiert zu haben.“ (hessenschau)

Wäre der Tatbestand nur ein Ulk, so könnte man jetzt lachen, aber angesichts der Anklage bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Denn das mörderische Model aus Syrien hat laut hessenschau nicht nur auf einem Pickup mit darauf montierten Maschinenkanonen und vor einem Fahrzeug mit Flugabwehrgeschütz posiert und für die Terror-Miliz „Ahrar al-Scham“ geworben, sondern fast einen Monat lang „aktiv am Leben der Terrorgruppe teilgenommen. Zusätzlich soll er als Kämpfer über Schusswaffen verfügt haben.“

Deutschland: Tourismusland für Dschihadisten?

Die Anklage lautet: Der Beschuldigte hätte gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Außerdem wirft ihm das Oberlandesgericht vor, 250 Euro an die Terror-Organisation bezahlt zu haben. Das bei diesen dürftigen Anklagepunkten wenig herauskommt, liegt förmlich in der islamistenfreundlichen Frankfurter Luft. Interessanter ist die Frage, wie dieser Kämpfer überhaupt nach Deutschland kam, und hier erhärtet sich der Verdacht, dass der 29-Jährige in Deutschland Urlaub von der Front gemacht hat, um später wieder nach Syrien zurückzukehren.

2015 reiste der Ahrar-al-Sham-Kämpfer über sperrangelweite Grenzen als „Flüchtling“ nach Deutschland ein. Er wurde laut HR in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen untergebracht und nach etwa zwei Monaten in eine Flüchtlingsunterkunft in Viernheim verlegt.

Gut erholt und wohl auch finanziell gestärkt, reiste er im Sommer 2017 unbehelligt vermutlich über die Türkei zurück nach Syrien. Bei seiner Rückkehr im Februar 2018 wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Terrororganisation will nicht nur die Assad-Regierung stürzen, sondern auch und vor allem eine Gesellschaft unter dem Gesetz des Islam errichten.

190 Menschen massakriert

Traurige Berühmtheit erlangte die Terror-Miliz 2013 bei dem Massaker von Latakia. Dabei wurden nach Angabe des Spiegels über 190 Aleviten umgebracht, unter anderem auch Frauen und Kinder, weitere wurden als Geiseln genommen. Stolz verkündete Salim Idriss, nominal Generalstabschef des obersten Militärrats der Freien Syrischen Armee und wichtiger Ansprechpartner des Westens. „Ich bin heute hier, um mir ein Bild zu machen von den großen Erfolgen unserer Mitrevolutionäre in ihrer Küstenkampagne“.

Eine Terrorgruppe, die indirekt sogar westliche Verbündete hat, wird wohl kaum in einem maroden deutschen Rechtsstaat auf Härte treffen. Die trifft eher die Kritiker, die das Merkel-Regime für die importierte Gewalt verantwortlich machen. (KL)

 

 

 

 

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