Dortmund: Schlagstöcke für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst

Foto:Von wellphoto/shutterstock
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In immer mehr Städten im Ruhrgebiet werden die Mitarbeiter der Ordnungsämter mit Schlagstöcken ausgerüstet. Wegen steigender tätlicher Angriffe auf die Mitarbeiter wird nun nach Wuppertal, Düren und Bonn auch in Dortmund aufgerüstet. 

Die Zeiten in denen einem Menschen in Uniform Respekt entgegengebracht wurde, sind lange vorbei. Polizisten in Eisenach werden auf dem Weg zum Dienst angegriffen, Beschäftige des Jobcenters Olpe werden bis nach Hause verfolgt, Feuerwehrleute in Berlin/Kreuzberg werden mit Böllern attackiert, beschimpft und angespuckt – das sind nur einige wenige Meldungen aus den letzten Tagen. Nun sollen auch in Dortmund Schlagstöcke den unter Druck geratenen Mitarbeitern in gefährlichen Situationen helfen, meldet das Westfalen-Blatt.

Seit Jahren wird angesichts der wachsenden Aggression beim öffentlichen Dienst aufgerüstet: Bonn hatte bereits 2017 19 Ordnungsdienstmitarbeiter, die im Streifendienst unterwegs sind, mit  Handschellen, schusssichere Schutzweste, Pfefferspray, Funkgerät und besagtem Schlagstock ausgerüstet. In Berlin kündigte der Senat 2016 darüber hinaus noch den Kauf von stichfesten Westen, an, um die Mitarbeiter bei ihren Streifzügen durch die Stadt zu schützen. Allein in der Hauptstadt wurden 2017 2581 Polizisten und 426 Feuerwehrleute beim Einsatz verletzt.

Der Beamtenbund (ddb) forderte jetzt auf seiner Jahrestagung die Bundesregierung zum Handeln auf:Ulrich Silberbach ruft die Bundesregierung zu schnellem und beherztem Handeln auf. „Wer die Bediensteten des Staates angreift, greift uns alle an“, so Ulrich Silberbach, Vorsitzender des ddb. Mehr Personal, bessere Bezahlung und härtere Strafen für die Täter sollen Abhilfe schaffen. (MS)

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