CDU, CSU und SPD machen weiterhin schlapp, die VS-Attacke hat wohl nichts gebracht

Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer am 07.12.2018 (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Die Blase um Merkels Abziehpüppchen ist schnell geplatzt: Die Union büßt in der von Emnid gemessenen Wählergunst an Zustimmung ein. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhebt, verlieren CDU/CSU einen Prozentpunkt, liegen mit 30 Prozent aber immer noch deutlich vor den Mitbewerbern. Alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien kommen auf unveränderte Werte.

Wie in der Vorwoche erreichten die Grünen 18 Prozent, die SPD 15 Prozent, die AfD 14 Prozent, die Linke 9 Prozent und die FDP 8 Prozent. Die sonstigen Parteien legen einen Prozentpunkt zu und kommen auf 6 Prozent. Für den Sonntagstrend hatte Emnid zwischen dem 10. und 16. Januar 2019 insgesamt 1.448 Personen befragt.

Interessant ist dabei, dass die AfD trotz der Ankündigung des Bundesverfassungsschutzes, diese Partei „zu prüfen“, nicht viel verloren hat. Ist der VS eine stumpfe Waffe geworden?

Auch für die bayerische Schwesterpartei sieht es alles andere als rosig aus:

Die Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) traut es dem neuen CSU-Vorsitzenden Markus Söder nicht zu, dass er seine Partei wieder zu alter Stärke führen kann. Nur 21 Prozent glauben laut einer Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag“, dass er das schafft. 44 Prozent der Bundesbürger wollen, dass Söders Vorgänger als Parteichef, Horst Seehofer, nach seinem Rückzug als CSU-Vorsitzender auch als Bundesinnenminister zurücktritt.

43 Prozent möchten Seehofer als Innenminister behalten. Söder wollte seine Wahl zum neuen CSU-Vorsitzenden am Samstagabend mit einem Tropfen aus der Heimat feiern: „Heute Abend gibt es ausnahmsweise einen Schluck Frankenwein statt Cola light“, so der bayerische Ministerpräsident zu „Bild am Sonntag“. Für die Zeitung befragte Emnid am 17. Januar 2019 insgesamt 501 repräsentativ ausgewählte Bürger.

Fragen: „1. Horst Seehofer hat das Amt des CSU-Vorsitzenden aufgegeben. Sollte er nun auch vom Amt des Bundesinnenministers zurücktreten? 2. Was meinen Sie, wird es der neue CSU-Vorsitzende Markus Söder schaffen, die CSU zu alter Stärke zurückzuführen?“

Die Asozialisten müssen ebenfalls weiterhin Trauer tragen:

Die dritte Woche in Folge verharrt die SPD laut Forsa bei gerade mal 15 Prozent und liegt damit weiterhin deutlich hinter Union und Grünen…Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt laut Forsa 24 Prozent und entspricht damit dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017. Für die Erhebung wurden vom 14. bis 18. Januar insgesamt 2.503 Personen befragt.

Die politische Mitte, die ja mittlerweile mächtig nach links verschoben wurde, ist eben für immer weniger Wähler attraktiv. Die Ränder werden stärker.

Und warum die SPD so schwächelt, erfahren wir aus einem Leserbrief in der WAZ:

Ein Leser aus der „Herzkammer der SPD“ reißt die Partei in tausend Stücke

Das Ruhrgebiet gilt bei Romantikern in der SPD noch immer als die „Herzkammer“ der Partei. Damit räumt herzzerreißend ein Leser der „WAZ“ in der Industriestadt Mülheim an der Ruhr auf und zerfetzt die Sozialdemokratie komplett:

„Die SPD ist zur Sozio-Polito-Gender-Elitenpartei geworden / verkommen und hat völlig ihre Orientierung verloren – wie Piloten beim Absturz.

Die Partei machte sich ein halbes Jahr lang täglich für die „Ehe für alle“ stark. Die aber interessiert aus der SPD-Klientel so gut wie niemanden.

Die SPD macht sich seit langem für die „globale Solidarität“ stark. Auch die interessiert in der Malocherschaft niemanden.

Die SPD macht sich für jederlei Einwanderung stark. Die aber stört die Malocher, weil sie den bezahlbaren Wohnraum verknappt hat (in Städten wie München sogar blockiert hat).

Die von der SPD wie eine Monstranz hochgehaltene Einwanderung für Jedermann schickte die kleinen Leute in einen aussichtslosen und ruinösen Wettbewerb im Niedriglohnsektor und alternativ in das verhasste Hartz -IV.

Die SPD will das Globusklima aus Deutschland heraus retten. Das interessiert keinen Malocher auch nur am Rande. Ihn trifft aber der astronomische Strompreis. Denn viele Malocher sitzen in Wohnungen mit Nachtspeicherheizungen, die sie preislich mittlerweile strangulieren. In der SPD-Führung wird diesem „Stammtischpack“ aber keinerlei Beachtung geschenkt. Diese Menschen fühlen sich durch den SPD-Glorienschein für die Kohleabschaffung verschei**ert.

Von alledem ist in der SPD bundesweit und auch in Mülheim mit keinem Sterbenswörtchen die Rede. Die Mülheimer SPD hat mit keinem Piepston den Siemens-Malochern „verraten“, dass ihre Turbinenfertigung durch die Original-SPD-Politik der Energiewende ins Nirwana kaputtgemacht worden ist.

Und die SPD hat den Mannesmännern mit keinem Wort verklickert, dass die Sanktionen gegen Russland und die Gefährung der Nordseepipeline Original-SPD-Politik sind und die Partei die Arbeitsplätze jederzeit vollständig in den Wind schreiben würde, wenn Mikro-Napoleon Maas für die Ukraine zum Gefecht blasen ließe.

Genug. Es ist die abgrundtiefe Verachtung der SPD für ihre „dummen Wähler“, die die Segnungen der SPD-Politik nicht verstehen und es ist die unglaubliche Verlogenheit dieser Partei den von ihr angeblich Vertretenen gegenüber, was sie in den Orkus schickt.

SPD-Wowi: ‚Und das ist gut so‘.“

Verfasser der WAZ-oline-Forumszuschrift: „Püttdirektorin“

(Quelle: dts)

 

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