Christenverfolgung in Pakistan – Kein Problem für Marx und Bedford-Strohm?

Foto: P.I.NEWS

Kelkheim – Die Verlogenheit und Ergebnislosigkeit der sogenannten „Interreligiösen Dialoge“ zeigt sich am deutlichsten, wenn es um das Thema Christenverfolgung geht. Selbst nach heftigen Attacken gegen Christen im Nahen Osten hat sich von der deutschen Amtskirche niemand auf die Straße getraut. Am wenigsten die Oberhirten Marx und Bedford Strohm, die mit ihren Unterwerfungsgesten am Tempelberg eigentlich noch Öl ins Feuer der Christenverfolger gegossen haben. Die einzigen Demos in Deutschland gegen die Unterdrückung und Gewalt gegen Christen wurden von Kopten und Aramäern 2006 und 2011 durchgeführt, unterstützt von kleinen evangelikalen Gruppen, der Bürgerbewegung Pax Europa und Menschenrechtsorganisationen wie CSI und IGFM. Nun ist Pakistan mal wieder in den Fokus des systematischen Terrors gegen Christen geraten. Auch hier sind es wieder kirchliche Randgruppen, die der Öffentlichkeit die hässliche islamistische Fratze der Intoleranz zeigen. Die Amtskirchen, allen voran der Papst, hüllen sich lieber in Schweigen.      

Zu den christlichen Hilfswerken, die regelmäßig die Mauer des medialen Totschweigens durchbrechen, gehört auch das evangelikale Hilfswerk „Open Doors“, deren deutsche Niederlassung sich in Kelkheim befindet. Das hat nun die WELT – nicht zuletzt durch den Fall Bibi – festgestellt: „Nirgends auf der Welt gibt es so viel Gewalt gegen Christen wie in dem islamischen Land Pakistan“. Und das nicht zum ersten Mal. „Was steckt hinter dem Hass?“, fragt sich die Zeitung und hat den Fall der unglücklichen Christin, die neun Jahre wegen Blasphemie im Todestrakt eines überfüllten Gefängnisses saß, für ihre hedonistischen Stammleser noch mal aufgerollt. Bibi hatte aus einem Brunnen getrunken. Der muslimische Mob warf ihr vor, sie hätte dadurch den Brunnen verunreinigt. Daraufhin sagte die bekennende Christin: „Jesus hat mich gerettet. Und was hat euer Prophet für euch getan?“  Wegen dieser angeblichen Gotteslästerung, die gar keine war, wurde sie zum Tode verurteilt.

Eine Ungeheuerlichkeit und widerwärtige islamfaschistische Barbarei. Christen werden wie unreine Tiere und rechtlose Sklaven behandelt, in einem Land, das fette Entwicklungshilfe einsackt und seit 1947 UNO-Mitglied ist. (Deutschland erst seit 1973) Und die Welt – allen voran die christliche USA – hat nichts unternommen, die Frau aus den Klauen ihrer Peiniger zu befreien. Niemand hat sich im dekadenten Westen für Bibi interessiert. Niemand hat deswegen seine Schlemmerreise nach Katar oder Dubai auf Eis gelegt oder Druck auf die Mächtigen der islamischen Welt ausgeübt. Das Einzige, was an Bibi erinnerte, waren vergilbte Unterschriftlisten, die in Fußgängerzonen oder Hinterzimmern auslagen. Wurden Moscheebauprojekte auf Eis gelegt oder radikale Prediger des Landes verwiesen? Nein, nichts dergleichen geschah, sondern das Gegenteil wurde eingeleitet: Die totale Islamisierung Europas. Das hat man auch in Pakistan registriert, deren Islamisten auch islamkritische Aktivitäten, aber auch die Unterwerfung der Eliten, genau beobachten. Und so ist es kein Wunder, dass bei soviel Amtskirchengeschleime gegenüber Islamisten, die Christenverfolger in Pakistan in den letzten Jahren die Daumenschrauben gegenüber ihrer verhassten und verachteten Minderheit angezogen haben.

Bibi ist kein Einzelfall

Laut der Organisation „Kirche in Not“ sitzen noch 187 weitere Christen wegen Blasphemie in Pakistans Gefängnissen. Weiterhin wurden laut „Open Doors“ allein 2018 fast dreißig Christen aus religiösem Hass in Pakistan ermordet, Hunderte Kirchen und christliche Häuser wurden zerstört. Hunderte Christinnen wurden mit Muslimen zwangsverheiratet und entführt. Hunderte zum Christentum konvertierte Muslime bangen um ihr Leben. Sie sind im Gegensatz zu den nach Deutschland einwandernden Fundamentalisten echte Flüchtlinge. Fast 1.500 Christen wurden auf offener Straße oder sogar in ihren Häusern brutal zusammengeschlagen.

Weiter heißt es im Artikel der WELT: „In keinem anderen Land wird so viel Gewalt gegen Christen registriert, berichtet der Weltverfolgungsindex von „Open Doors“ (OD). Für den jährlich erscheinenden Index recherchiert OD weltweit das Ausmaß antichristlicher Verfolgung. In Sachen Gewalt liegt Pakistan dabei seit Jahren auf Platz eins“

In fast allen islamischen Ländern werden Christen benachteiligt oder verfolgt

Die Tabelle der Verfolgerländer beginnt mit Nordkorea und endet mit Dschibuti und umfasst insgesamt 50 Staaten. Davon sind 37 Länder islamisch und werden wie Pakistan nach den Gesetzen der Scharia regiert. Nimmt man diese Zahl als Ausgangspunkt für die Bewertung des Islams, so kommt man zum traurigen Ergebnis, dass der Islam als gleichzeitig politische Staatsreligion christenfeindlich und intolerant ist. Demnach sind genau genommen die hiesigen Moscheen die Zweigstellen eines in ihren Heimatländern Christen verfolgenden Islams. Die Frage ist, warum man diese „politische Gesetzesreligion“ trotz dieser nüchternen Erkenntnis in Deutschland öffentlich fördert und den christlichen Privat-Religionen gleichstellen will.

Immerhin haben sich die großen Kirchen jetzt in Hinblick der zunehmenden Christenverfolgung in Pakistan zu folgender Formulierung durchgerungen: “Denunzierungen und Anklagen wegen Gotteslästerung und Diffamierung des Islam haben in jüngster Zeit zugenommen.“

Schuld daran ist vor allem die Scharia, die jedoch – gerade mit Unterstützung der Kirche – sich auch in Deutschland immer mehr durchsetzt. Beispiel halal, Schächten, Kopftuchzwang, Anerkennung von Vielehe usw. Friedhöfe, Erbrecht, Mitgift usw.

Das Thema „Christenverfolgung“ bleibt also weiter von doppelter Moral und Verlogenheit geprägt. Da ja Scharia gleichzeitig die Quelle der Christenverfolgung ist, gleichzeitig jedoch im Rahmen der „Religionsfreiheit“ als fester Bestandteil des Islams geduldet wird. Blasphemie Anklagen werden übrigens auch von deutschen Richtern gerne behandelt – Beispiel Klopapierurteil von Hagen – ebenso wie Beleidigungsklagen gegen den Islam. In diesem Sinne haben sich deutsche Richter längst zum verlängerten Arm der Mullahs in Pakistan, Iran und Saudi-Arabien gemacht. Geköpft wird niemand, aber dafür mit horrenden Geldstrafen wirtschaftlich ruiniert.

Dass eine so moralisch verkommene und mit Islamisten verstrickte Gesellschaft keine großen Anstrengungen unternimmt, um eine Christin in Pakistan zu retten liegt eigentlich auf der Hand. Auch wenn mal ein WELT-Redakteur, um nicht seinen konservativen Leserkreis zu verlieren, Sanktionen gegen Christenverfolgerländer verlangt. Etwa mit Sätzen wie diese: „Mit Regierungen, die dies befördern – es sind die meisten in der islamischen Welt –, kann es über sicherheitspolitische Zwänge hinaus keine Zusammenarbeit geben. Die Verfolgung religiöser Minderheiten, die ja in den meisten Fällen christliche sind, muss als schwere Menschenrechtsverletzung ein harter Sanktionsgrund sein – und darf kein Thema sein, über das sich Christen in Deutschland zerstreiten. „Da der gleiche Schreiber jedoch ein paar Sätze vorher einen Jauchekübel über Islamkritiker auskippt und behauptet, sie wären selbsternannte Abendlandretter, kann man diese Luftschläge getrost als politisches Schattenboxen zu den Akten legen. (KL)

 

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