Gesinnungsterror und Sprachverbot in Berlin: Amadeu-Antonio-Stiftung will Neukölln verklagen

Falko Liecke (Bild: Pressefoto, Klaus Mellenthin, CC BY 3.0)
Falko Liecke (Bild: Pressefoto, Klaus Mellenthin, CC BY 3.0)

Berlin – Das Bezirksamt Neukölln riet Kindergärten von der Verwendung der Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ der hoch umstrittenen Amadeu-Antonio-Stiftung ab, da sie Vorurteile vermittle. Der linke Verein will nun per Gericht durchsetzen, dass die Warnung aufgehoben und nicht mehr wiederholt werden darf. 

Die Kita-Handreichung „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ der linksradikalen Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) samt Vorwort der SPD-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sollte Erzieherinnen in Kindergärten zur Gesinnungsprüfung und Aufdeckung mutmaßlicher „rechtspopulistischer Eltern“ anleiten. Das Bezirksamt Neukölln riet Ende November ausdrücklich von der Verwendung der Broschüre in den Kindergärten ab. Zur Begründung schrieb der Jugendstadtrat und stellvertretende Bürgermeister Falko Liecke (CDU) in einer Pressemeldung: „Die Broschüre will Vorurteile bekämpfen, vermittelt sie aber selbst. Es ist nicht Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern, die politische Gesinnung der Eltern zu überprüfen.“

Liecke stellt auf seiner Internetseite dar, dass die AAS nun das Bezirksamt Neukölln verklagen wird. Der Vorwurf: Liebckes Pressemitteilung und die Empfehlung an alle Kitas in Neukölln, die Broschüre nicht zu verwenden, hätten das Sachlichkeitsgebot verletzt. Die Stiftung wolle damit die Verbreitung der Pressemitteilung verhindern und fordert ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro, sollte Liecke die Broschüre weiterhin kritisieren. Diese offene Drohung wurde dem CDU-ler durch den Anwalt der mit Steuergeld gemästeten linken Stiftung zugestellt.

Liecke will sich dem Gesinnungsterror der AAS offensichtlich nicht beugen. Der CDU-Politiker bleibt bei seiner Aussage, dass die Broschüre Vorurteile schüre. „Es werden bewusst oder jedenfalls fahrlässig, bestimmte Bilder über äußerliche und innerliche Merkmale der Kinder im Kopf des Lesers geweckt, die keinerlei sachliche Relevanz haben. Die Broschüre bewirkt damit genau das, was sie vorgibt, verhindern zu wollen. Sie schürt aus meiner Sicht Vorurteile“, so Liebcke zu der AAS-Broschüre.

Richtigerweise bemerkt der Vize-Bürgermeister des hoch migrierten Stadteils Neukölln, dass eine vergleichbare Broschüre, die sich mit den Gefahren des islamistischen Terrors oder religiöser Indoktrination auseinandersetzt und sich zunächst über äußerliche Merkmale von betroffenen Kindern, wie die Kleidungswahl, Hautfarbe oder kulturelle Bräuche, ausließe, den Vorwürfen des Rassismus oder der Islamophobie ausgesetzt sein würde.

Eine Petition – von mehr als 13.000 Unterzeichnern unterstützt – fordert, die öffentliche Finanzierung der AAS einzustellen (jourwatch berichtet). (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...