Mit Privatjet abgeschoben: 165.000 Euro um zwei Afrikaner loszuwerden

Luxus-Abschiebung (Symbolbild: shutterstock.com/Von Przemyslaw Szablowski)
Luxus-Abschiebung (Symbolbild: shutterstock.com/Von Przemyslaw Szablowski)

Niedersachsen/Hannover – Mutmaßlich wurde am Mittwoch die teuerste Abschiebung, die der Steuerzahler je berappen musste, durchgeführt. Um zwei Afrikaner in die Elfenbeinkünste abzuschieben, wurde für 165.000 Euro ein Privatjet gechartet. 

Da einer der beiden abgelehnten Asylbewerber, ein 26-Jährige von der Elfenbeinküste, der bei einem vorherigen Abschiebungsversuch randaliert hatte und diese deshalb abgebrochen werden musste, griff die niedersächsische Behörde am Mittwoch zu einem anderen Mittel.

Weil der erneute Abschiebeversuch in einem Linienflugzeug der Behörde nicht erfolgversprechend schien und zudem ein Risiko für andere Passagiere ausgeschlossen werden sollte, wurde kurzer Hand eine private Charter-Maschine gebucht. An der Luxusabschiebung nahmen neben dem renitenten Ivorer noch ein weiterer Landsmann (seit Mai 2018 ausreisepflichtig), sowie ein halbes Dutzend Beamte, Medizinern und ein Dolmetscher teil. Kostenpunkt für den Steuerzahler laut der Bildzeitung: 165.000 Euro.

Laut den berufsmäßigen Abschiebeverhinderern, dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., belaufen sich allein die Kosten für den 26-jährigen Randalierer auf 139.000 Euro. Selbstverständlich war der abgelehnte Asylbewerber nach Darstellung des Flüchtlingsrates  und seiner schwangeren Freundin, bei der das Asylverfahren noch läuft, bestens integriert.

Sollte der Ivorer nach Deutschland zurückkehren, „wäre er verpflichtet, die Abschiebekosten zu zahlen“, so der Flüchtlingsrat laut der Bild in einer Mitteilung. (SB)

 

 

 

 

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