Bewährung: Blaues Auge für hasserfüllten IS-Anhänger mit langem schwarzen Bart

Symbolfoto: Collage
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Gera – Mit einem blauen Auge kam der 22-jährige Afghane, Farhad B., davon, der eine Hassbotschaft gegen Juden und Werbung für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ auf Facebook verbreitet haben soll. Wie die Ostthüringische Zeitung berichtet, war die Staatsschutzkammer am Landgericht Gera davon überzeugt, dass der Angeklagte die ihm vorgeworfenen Straftaten der Volksverhetzung und des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz begangen hat. Er wurde daher zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Damit blieb das Urteil deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von einem Jahr und drei Monaten. Dass Pikante: Die Terrorpropaganda des auch rein äußerlich als Islamist auftretenden Mannes erfolgte im gleichen Monat, als in Berlin der verheerende Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt geschah. Aus älteren Beiträgen der Zeitung geht hervor, dass der junge Mann aus Afghanistan sich nie richtig in Deutschland integriert, aber dafür – unter anderem durch eine Moscheegemeinde in Kassel – radikalisiert habe. Das ging so weit, dass er einer Sozialarbeiterin nicht mehr die Hand gab und in seinem Umfeld Schariapolizist spielte. Ein Dankeschön vom deutschen Staat:  Der junge Mann aus Afghanistan durfte als Flüchtling in Deutschland bleiben, obwohl sein Asylantrag abgelehnt wurde. 2014 kam er von Hamburg nach Leinefelde-Worbis.

Was den Angeklagten, der zu einer Gruppe von Fundamentalisten gehört, also in einem islamistischen Umfeld agiert, zum echten Überzeugungstäter macht, ist nicht nur die Propaganda für den IS, sondern auch die Veröffentlichung sogenannter „Hadiths“ – man staune über die Lautverwandtschaft mit dem deutschen Wort „Hass“ oder dem englischen „Hatred“. Dies sind muslimische Mitteilungen von religiös gebotenen Handlungsweisen, die einen Aufruf zur Gewalt und zum Hass gegen Juden enthält. Im Prozess hatte Farhad versucht, diese „religiös“ zu begründen.

Der 22-Jährige, der in langem traditionellen Gewand und mit langem schwarzen Bart vor Gericht erschien, steht daher auch nach seinem Prozess unter besonderer Beobachtung: So fordert die Staatsschutzkammer von dem Verurteilten, dass er sich regelmäßig bei seinem Bewährungshelfer zu melden und diesem auch jeden Wechsel seines Wohnortes mitzuteilen habe. Sollte sich der 22-Jährige nicht daran halten, werde ein Sicherungshaftbefehl gegen ihn ausgestellt. „Wir wollen wissen, wo er sich aufhält“, sagte der Richter der Zeitung und verweist darauf, dass eine Straftat wie das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 auf jeden Fall verhindert werden solle. (KL)

 

 

 

 

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