Failed state Berlin: Koran-Unterricht in Al-Nur-Moschee – Zutritt verboten

Symbolfoto:Von Din Mohd Yaman/shutterstock
Symbolfoto:Von Din Mohd Yaman/shutterstock

Berlin – Bundesweit ist die Al-Nur-Moschee im Bezirk Neukölln für ihre dschihadistischen Bestrebungen bekannt und wird vom Verfassungsschutz fleißig beobachtet. Man kann davon ausgehen, dass dort bis heute Kinder und Jugendliche im Koranunterricht entsprechend indoktriniert werden. Doch der Bezirk Neukölln hat keine Ahnung, was dem muslimischen Nachwuchs dort in die Köpfe gepflanzt wird und zeigt auch keine Bestrebungen, es herauszufinden.

„Das Bezirksamt hat keine Möglichkeit zu einem Einblick in den Koran- und Sprachunterricht, der in der Al-Nur-Moschee stattfindet – deshalb können wir nur darüber mutmaßen, was dort passiert“, gibt SPD-Bezirksbürgermeister Martin Hikel laut Tagesspiegel am Montag unumwunden zu.

Seit nunmehr vier Jahren läuft das Verbotsverfahren gegen den Moscheeverein „Islamische Gemeinschaft Berlin“. Obwohl der Verfassungsschutz den Verein als „Salafistentreff“ einstuft, werden im dazugehörigen Jugend- und Familienzentrum Kinder und Jugendliche in Sachen Koran unterrichtet – ohne jede Aufsicht des Bezirks. Der Trick: Der Verein bezieht keine staatlichen Fördermittel, ist auch kein offizieller Träger der Kinder- und Jugendhilfe und somit heißt es für den Senat: „Wir müssen draußen bleiben“.

Brutstätte für die nächste „Salafisten“-Generation

Für den Neuköllner CDU-Jugendstadtrat Falko Liecke ist die Al-Nur-Moschee eine „Black Box“: Niemand wisse,  wie Kinder und Jugendliche dort beeinflusst werden. Er fordert den Senat auf endlich ein Verbot durchzusetzen: „Fast vier Jahre nach der Einleitung des Verbotsverfahrens hat der Senat noch keine Maßnahmen getroffen, um Gewaltverherrlichung, Menschen- und Frauenverachtung in dieser Moschee zu unterbinden. Währenddessen werden Woche für Woche vermutlich hunderte Kinder indoktriniert. Mitten in unserer Stadt könnte so die nächste Generation von Salafisten ausgebildet werden“ warnt Liecke.

Die Senatsinnenverwaltung hüllt sich lieber in Schweigen, angesichts der Tatsache, dass die Behörde nahezu ahnungslos ist, was mit den Kindern und Jugendlichen in der Moschee passiert. Auch zum stand des Verbotsverfahrens heißt es von der Berliner Innenverwaltung: kein Kommentar.

Der 32-jährige Genosse Bezirksbürgermeister Heikel setzt auf „bezirkliche Angebote“, mit denen er den muslimischen Nachwuchs und dessen Eltern „erreichen“ will. „Ich will, dass der Staat das überzeugendere Angebot macht als ein salafistischer Verein“, so sein Wunschdenken.

Auch der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt sich beunruhigt: „Es darf nicht sein, dass wir Radikalisierung in Moscheen einfach so hinnehmen müssen und nicht wissen, wer da mit wem über welche Inhalte spricht“, erklärt Benjamin Jendro.

Grundschüler ziehen in Scharen in die „Moschee-Kurse“

Etwa ein Drittel ihrer 650 Grundschüler würden am Wochenende regelmäßig den „Unterricht“ der benachbarten Al-Nur-Moschee besuchen, weiß die Leiterin Astrid-Sabine Busse. Für sie ist ein staatlich kontrollierter Religionsunterricht mit in Deutschland ausgebildeten Lehrern die Lösung des Problems.

Der Vorstand und die Hauptakteure der Al-Nur-Moschee, in der in den vergangenen zehn Jahren mindestens 10 sogenannte „Hassprediger“ aufgetreten sind, seien laut Innenverwaltung dem „politischen Salafismus“ zuzuordnen. Dabei handelt es sich laut Verfassungsschutz um eine gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtete „extremistische Ideologie“.

Mitglieder des allseits bekannten und berüchtigten Familienclans Abou-Chaker gehören zu den „Stammgästen“ der Al-Nur-Moschee, in der man gelassen weiter seinen „Geschäften“ nachgeht. Das gleiche Bild bietet sich in der vom Verfassungsschutz beobachteten ebenfalls in Neukölln beheimateten Dar-As-Salam Moschee – auch dort werden „Kurse“ für Kinder und Jugendliche angeboten. Auf Seiten der Muslime, weiß man offensichtlich, was man von dem aufgeregten Gezeter seitens der Politik zu halten hat – alles heiße Luft. (MS)

 

 

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