Neues aus Köterland: Erdogans CDU-Agentin als Vize-Chefin für politische Bildung

Foto: Screenshot/Youtube

Berlin – Seit 7. Januar ist die mit türkischen Ultranationalisten und mit der DiTiP sympathisierende ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf (40) Vize-Chefin der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Eine seltsame Personalentscheidung, die auch in CDU-Kreisen Verwunderung hervorruft, denn die öffentliche Ausschreibung der Stelle gilt als umstritten. Als Vizechefin mit einem Monatsgehalt von knapp 10.000 Euro soll die bekennende Muslimin Präsident Thomas Krüger (SPD) zuarbeiten, der mit Gender Mainstreaming und Kampf gegen Rechtspopulismus bereits die Gehirne unzähliger Bürger weichgeklopft hat. Mit der türkischstämmigen Türöffnerin für Islamisten, soll sie den Kampf gegen Extremismus ergänzen. Fragt sich nur für welchen. Hat man hier etwa den Bock zum Gärtner gemacht?  

Der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hat in einer Kolumne von Tichys Einblick der Vorzeigemigrantin und Islamistin im Businessanzug auf den Zahn gefühlt und eine erstaunliche Karriere freigelegt, die Sarrazins Buch von der feindlichen Übernahme in allen Punkten bestätigt. So schreibt der Ex-Gymnasiallehrer: „Giousouf ist nach eigenen Angaben Muslimin und Politikwissenschaftlerin.“ Laut ihrer Wikipedia-Seite studierte sie sogar „Islamwissenschaften“. Die ideale Kombination, um als Muslimin in die Etagen der Macht zu gelangen. Und so vermutet Kraus nicht zu Unrecht, dass Giousouf als „Quotenmuslimin“ über „das CDU-Ticket schnell Karriere in NRW“ gemacht hat. Von 2008 bis 2013 war sie Referentin in den NRW-Ministerien für Generationen, Familie, Frauen, Soziales und Integration bzw. für Arbeit, Integration und Soziales.

Die erste muslimische Abgeordnete des Bundestages

Weiter schreibt Kraus „In die erste dieser Referententätigkeiten hatte sie 2008 der damalige Ressortchef Armin Laschet geholt.“ Dann ging alles Schlag auf Schlag:  2013 wurde sie urplötzlich Bundestagsabgeordnete. Die erste muslimische Abgeordnete seit Bestehen des Bundestages. Zu ihren Förderern gehörten Laschet und der damalige CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Die wollten die CDU „moderner“ machen. Die „taz“ bejubelte Giousouf als „Türöffnerin“. Das Gastspiel im Bundestag fand allerdings mit den Neuwahlen 2017 ein Ende. Also musste jetzt, vermutet Kraus, eine Anschlussverwendung her.

Die Anschlussverwendung als eine der obersten Vertreterinnen der politischen Bildung hat allerdings in CDU-Kreisen kontroverse Diskussionen ausgelöst. Schuld daran sind ihre islamistischen Aktivitäten, die sie beinahe als Agentin Erdogans ausweisen, zum Beispiel wenn Giousouf vom Business-Anzug in traditionell islamische Frauenkleidung schlüpft, um die Hagener Moschee des Moschee-Verbandes DiTiB zu besuchen. Dazu schreibt Kraus: „DiTiB (Diyanet İşleri Türk İslam Birliği) ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., die der türkischen Religionsbehörde Diyanet und damit mehr oder weniger direkt Erdogan untersteht. Hinzu kam Giousoufs Auftritt vom November 2014 bei einer Veranstaltung der ATIB in Köln.“

Graue Wölfin im Demokraten-Pelz?

Bei diesem Auftritt kommt’s knüppeldick, denn die ATIB (Ayrupa Türk İslam Birliği, = europäischer islamisch-religiöser Dachverband) wird vom hessischen Verfassungsschutz dem Spektrum der türkisch-rechtsextremistischen Grauen Wölfe zugerechnet. Kraus: „Obwohl ihre Auftritte bei Veranstaltungen von oder mit Grauen Wölfen belegt sind, wies Giousouf die Vorwürfe als „an den Haaren herbeigezogene Verschwörungstheorien“ zurück.“

Als verlängerter Arm Erdogans erwies sich Giousouf im Frühsommer 2017, als sie sich auf Bitten von DiTiB in eine Auseinandersetzung zwischen einem erfahrenen Religionslehrer der Realschule in Hohenlimburg und der DiTib einmischte. Der Religionslehrer hatte in einer 10. Klasse Bibel und Koran miteinander verglichen und unter anderem kritikwürdige Koran-Textbausteine analysieren lassen.

Nach all diesen belastenden Vorfällen kommt der Hamburger CDU-Innenexperte Christoph de Vries zu dem Schluss, das Ansehen der bpb dürfe durch diese Personalie keinen Schaden nehmen.

Schaden nehmen wird das Amt wohl nicht, denn es ist ja bereits hinreichend geschädigt. Und an der Personalie wird wohl auch Seehofer als oberster Dienstherr nichts ändern. Ein Land, dass sich von einem türkischen Funktionär als „Köter-Rasse“ beleidigen lässt (WELT), muss es auch ertragen, wenn eine graue Wölfin im Demokratie-Pelz an die Schaltstellen der Macht gelangt. In der Natur gilt, wer ungeschützt seinen Bauch, Hals oder Kopf hinhält, wird totgebissen. Wie schon Bruno Jonas treffend bemerkt, ist der Mensch ein Tier auf zwei Beinen. Auch wenn ein Volk sich als geprügelte und eingeschüchterte Vierbeiner erweist. (KL)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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