Nächster Irrsinn: „Haustier-Sharing – Wegen Ökobilanz Haustiere teilen

Hunde (Foto:Durch Christian Mueller/shutterstock)
Hunde (Foto:Durch Christian Mueller/shutterstock)

Es klingt wie frisch aus einem billigen Satiremagazin: Weil Haustiere Treibhaus-Emissionen in die Umwelt entlassen, schlägt eine Studie analog zum „Car-Sharing“ das „Haustier-Sharing“ vor.

Je mehr Menschen sich einen Vierbeiner teilen, desto weniger schlägt dieser in der Klimabilanz der Besitzer zu Buche, stellt eine Studie aus der Schweiz laut der FR zur „Ökobilanz von Haustieren“ fest. Denn: bei der Haltung von Pferden, Hunden, Katzen, Kaninchen, Vögeln und Zierfischen entstehen böse Treibhausgase. So emittiert ein Pferd knapp ein Fünftel der Treibhausgasanteils eines Schweizers. Die Haltung eines Pferdes sorgt damit jedes Jahr für so viele Treibhausgas-Emissionen wie neun Monate Autofahren. Eine Katze immer hin drei Prozent. Hingegen seien Fische oder Vögel um einiges klimaschonender, so die Studie, die sowohl die Fütterung, Behausung, Fäkalien, Fahrten zum Tierarzt, zum Auslauf oder zu Turnieren sowie sonstige Anschaffungen für das Haustier bewertete.

Festgestellt wurde darüber hinaus, dass auch Hunde- und Katzenfutter zum Problem wird. Gerade „Luxusfutter“ wie artgerechte Rohfütterung mit hochwertigem rohem Fleisch (Barf) sei wesentlich klimaschädlicher als gewöhnliche Nassfutterfütterung. Barf-gefütterte Tiere haben einen doppelt so hohen Klimafußabdruck wie die Dosenfutter-Kumpane, heißt es dazu weiter.

Ein Lösungsansatz der Schweizer Forschungsgruppe lautet daher: Je mehr Menschen sich einen Vierbeiner teilen, desto weniger schlägt dieser in der Klimabilanz der Besitzer zu Buche.

Setzen sich jedoch die Trends der steigenden Haustierzahlen und der zunehmenden Vermenschlichung der Tierhaltung fort, werde die Emissionen künftig ansteigen. Dann würde es immer schwieriger werden das Klima zu kontrollieren und das „1,5-Grad-Limit“ einzuhalten. (SB)

 

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