Wer hat Angst vorm AfD-Mann?

Nils Kröger

Foto: Imago

Anscheinend ist die Lage für die SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ in Thüringen verheerend. Wie die Junge Freiheit berichtet, hat die Vorsitzende Katja Kipping vor dem Machtverlust ihrer Partei in Thüringen gewarnt. Wen eigentlich; die Wähler?

 (…) Bei der dortigen Landtagswahl gehe es in diesem Jahr „um die Wurst“, sagte Kipping dem Sender Phoenix. „Die fortschrittlichen (!!!) Kräfte sind gefragt, dort die Mitte-Links-Regierung von Bodo Ramelow zu verteidigen.“

 Habe ich richtig gelesen; fortschrittlich und Mitte? In welcher Welt lebt diese Frau eigentlich? Vermutlich in einer mythischen; denn wenn ich diese Aussage auf mich wirken lasse, habe ich das Gefühl, die Barbaren stehen vor den Toren und bedrohen das dunkelrot-rot-grüne „Camelot“. Doch wer ist der dunkle Heerführer, vor denen sich die Bionade-Ritter der veganen Tafelrunde fürchten?

 Denn am Ende gehe es bei der Landtagswahl um die Frage: „Höcke, der AfD-Mann, oder Bodo Ramelow oder verkürzt: Bodo oder Barbarei?“ Ihre Partei werde nicht vor „dem drohenden Rechtsruck kapitulieren“, gab sich Kipping kämpferisch. (…)

 Das klingt wirklich nach einer „modernen“ Auflage des ewigen Kampfes Gut gegen Böse. Wer aber hier die jeweiligen Rollen einnimmt, ist Ansichtssache. Dem Vokabular von Frau Kipping zu urteilen, wird die Links-Partei in der „Schlacht um Erfurt“ alles in die Waagschale werfen um den bösen Lindwurm „Rechtsruck“ niederzustrecken. Doch können die dunkelroten Recken nach einem eventuellen Sieg wieder triumphal auf dem Thron Platz nehmen?

Nach dem aktuellen Minnesang von INSA sind die rot-grünen „Hilfstruppen“ nur noch auf Bundeswehr-Niveau und somit hätte die derzeitige Koalition dieser Erhebung zufolge keine Mehrheit mehr.

Hier hat die Mär` ein Ende.

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