Der Skandal-Report: Wie trickst ein Nicht-Syrer das Bamf aus?

Deutschland zahlt für alles - Nicht-Syrer müssen nur gut genug lügen können

Teil IV

Im vierten Teil der Reihe „Der Skandal-Report“ beschäftigt sich der syrische Autor mit den Vorgehensweisen der Nicht-Syrer, die das Bamf täuschen müssen, um Asylstatus zu erhalten. Für jeden zählt: Familiennachzug gibt es nur mit vollem Flüchtlingsstatus und den gilt es zu erreichen. Deutschland zahlt für jeden und das Geld wartet. Menschen aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Katar werden plötzlich zu Syrern und alle haben ein Ziel: die Sozialhängematte Deutschland. Deutschland zahlt für alles – der Nicht-Syrer muss nur gut genug lügen können!

Syrer informieren sich gegenseitig, über die Möglichkeit des Kirchenasyls
Syrer informieren sich gegenseitig, über die Möglichkeit des Kirchenasyls

 – Übersetzung –
Mohammad Aaraj: Ich bin in München und mein Asylgesuch wurde abgelehnt wegen meinem Fingerabdruck in Italien. Ich habe daher nach Kirchenasyl ersucht, deshalb bin ich momentan in der Kirche und meine Frau und meine Kinder mussten nach Deutschland kommen und sie sind jetzt ebenfalls in München. Wie kann ich das Kirchenasyl beenden und mich nochmals um Asyl in Deutschland bewerben? Beachtet bitte, dass meine Verpflichtung zur Rückführung nach Italien vor einem Monat zugestellt wurde.

Kommentare:
Hayyan Al Ebrahim: Sie können ebenfalls um Asyl ersuchen an einem Platz, wo die Verfahren schnell durchgeführt werden. Sobald sie (die Ehefrau) eine Aufenthaltserlaubnis hat, kann sie sagen, dass du verschwunden wärst, sie dich aber wieder gefunden hätte. Innerhalb zehn Tagen wird alles gelöst sein. Wichtig dabei ist, dass sie behauptet, dass du vermisst gewesen wärst und sie sollte versuchen, einen Buchstaben des Vornamens zu vertauschen.

Kerim Mj: Möge Gott dir helfen.

Mohammad Aaraj: Bruder Hayyan, kann ich aus der Kirche gehen und in einem anderen Bundesland in Deutschland mit meiner Familie Asyl beantragen? Oder sollte ich besser in ein anderes Land gehen, um Asyl zu beantragen? Bitte beachte, dass ich bereits eine Ablehnung meines Asylgesuchs vom Bamf habe.
George Ichoue: Wie kann man Asyl in einer Kirche beantragen? Wie geht das vor sich? Wie ist der Name der Kirche?
Mohammad Aaraj: Mein Freund, Kirchenasyl bietet nur Schutz vor unmittelbarer Abschiebung. Du kannst es beantragen, wenn deine Bewerbung um Asyl vom Bamf verworfen wurde. Du bleibst eine zeitlang in der Kirche, bis dass sie deinen ersten Fingerabdruck gelöscht haben. Danach kannst du nochmals um Asyl ersuchen, es wird dann schneller gehen. Die Kirche fragt nicht nach deiner Religion, deinem Glauben oder deiner Nationalität.

Syrer informieren sich gegenseitig, wie man die Abschiebung verhindert
Syrer informieren sich gegenseitig, wie man die Abschiebung verhindert

George Ichoue: Ich frage nach dem Name dieser Kirche, welche diesen Dienst anbietet.
Mohammed Aaray: Jede Kirche in Deutschland bietet dieses Schutzrecht, sofern du in Deutschland bist und dein Asylgesuch von den Behörden abgelehnt wurde. Ich bin in einer Kirche in Ottobeuren.
George Ichoue : Ok. Danke.
– Ende der Übersetzung –

Mohammed Aaraj hat also bestätigt, dass er zur Kirche gegangen ist, um eine neue Chance zu bekommen, in Deutschland Asyl gewährt zu bekommen, obwohl seine Bewerbung bereits wegen seines Fingerabdrucks in Italien abgelehnt wurde. Anscheinend ist die von Hayyan Al Ebrahim vorgeschlagene Lösung diejenige, dass seine Ehefrau die Aufenthalterlaubnis vom Bamf bekommen soll und sie dann behaupten solle, dass sie ihren Ehemann (Mohammad Aaraj) wiedergefunden hätte. Jeder weiß, dass sie lügen würde, aber es geht so einfach und die Behörden sind so leicht zu täuschen mit dieser Methode, sogar wenn der Bewerber abgelehnt wurde und die Ausweisung bereits zugestellt wurde. Dies ist alles andere als ein Einzelfall! Es gibt viele Fälle wie diesen und sie können nicht mehr gezählt werden, so viele sind es.

Hier ist ein weiterer:

Syrer informieren sich, ob man im Kirchenasyl Bewegungsfreiheit hat
Syrer informieren sich, ob man im Kirchenasyl Bewegungsfreiheit hat

– Übersetzung –
Hosam Alshehabi fragt danach, ob jemand, der sich im Kirchenasyl befindet, auch aus der Kirche rausgehen kann, oder ob er sich die gesamte Zeit in der Kirche aufzuhalten hat.
– Ende der Übersetzung –

Die Antworten sind eindeutig, wie es die Kommentare zeigen:

Tipps von Syrern, wie man sich im Kirchenasyl verhalten soll
Tipps von Syrern, wie man sich im Kirchenasyl verhalten soll

– Übersetzung –

صيد الخاطر : Er kann im Geheimen rausgehen, aber falls er erwischt wird, würde das einen sehr großen Aufruhr verursachen, sei also vorsichtig…
Hosam Alshehabi: Bist du dir sicher, dass er wirklich nur in der Kirche bleiben kann? Danke.
صيد الخاطر : Selbstverständlich Bruder, da du eigentlich Deutschland verlassen müsstest. Der einzige Umstand, der die Polizei davon abhält, dich zu holen, ist, dass du dich innerhalb der Kirche befindest. Falls sie dich außerhalb der Kirche erwischen, dann ist es vorbei. Mein Freund war einmal in dieser Situation und ich habe seinen Fall verfolgt mit seinem Anwalt und dem Mann, der für die Kirche zuständig war. Selbstverständlich hast du innerhalb des Kirchengebäudes für sechs Monate zu bleiben nach dem Datum der Abschiebungsverfügung – nicht nach dem Hineingehen in das Kirchengebäude. Möge Gott dir helfen.
Hosam Alshehabi: Vielen herzlichen Dank, Bruder.
صيد الخاطر : Bitte, ich wünsche dir das Beste.
Nour Jy: Bist du in der Kirche?
Hosam Alshehabi: Nein Bruder, ich frage für einen Freund.

– Ende der Übersetzung –

Es gibt viele Posts wie diesen. Einige sind inzwischen wieder gelöscht, aus den verschiedensten Gründen: Man hatte Angst, enttarnt zu werden, oder das Problem wurde gelöst.
Manchmal wird es ziemlich intensiv und die Leute beginnen, sich untereinander zu verfluchen und streiten aus verschiedenen Gründen, weshalb dann die Administratoren eingreifen und den Post löschen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Hierbei ist es wichtig, zwischen denjenigen zu unterscheiden, welche wirklich Hilfe benötigen und denjenigen, welche ihren Vorteil aus der momentanen Situation ziehen wollen! Einige der Leute sind gar keine Syrer und sie versuchen alles Mögliche, um vorzutäuschen, dass sie Syrer sind, um ihr Asylgesuch bewilligt zu bekommen.

Bei vielen Syrern handelt es sich bekanntermaßen auch nicht um Kriegsflüchtlinge. Sie kommen tatsächlich aus sicheren Gebieten oder Städten wie Damaskus, Latakia, Tarsus und anderen Städten, wo es keinen Krieg gibt und auch kein Risiko, getötet zu werden. Ein anderer Teil, der nach Deutschland gekommen ist, kommt eigentlich aus den sicheren Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Katar usw.
Sie sind nicht vor irgendeinem Krieg oder aus unsicheren Gebieten geflohen und haben somit auch keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland – trotzdem haben sie tatsächlich vollen Flüchtlingsstatus bekommen und wurden offizielle Flüchtlinge in Deutschland!

Weshalb ist es extrem wichtig, zwischen denjenigen zu unterscheiden, welche es verdienen, Flüchtling zu sein und Schutz zu bekommen und denjenigen, welche überhaupt keine Hilfe benötigen?

Hier sind die Hauptgründe:

  1. Diejenigen, welche nicht wirklich Hilfe benötigen, erreichen den gewünschten Status nur durch gefälschte Informationen. Sie täuschen vor, dass sie Hilfe benötigen würden, aber tatsächlich lügen sie die deutschen Behörden an und täuschen diese, um aus der Situation die Vorteile des deutschen Asylsystems zu ziehen. Durch diese Versuche könnten manche von ihnen eine Gefahr für die nationale Sicherheit Deutschlands bedeuten, weil sie ihr eigentliches Vorhaben verschleiern.
    Andere versuchen, finanzielle Vorteile zu erreichen, auf Grund der schlechten ökonomischen Situation, in der sie sich befinden. Sie entziehen damit denjenigen die Mittel, welche wirklich die Hilfe und notwendige Versorgung und Beachtung benötigen.
  2. Viele derjenigen, die eigentlich keine Hilfe benötigen, benutzen legale Wege, um Deutschand zu erreichen, zum Beispiel wirkliche gültige Visas und sobald sie hier sind, wird Asylantrag gestellt. Das freie Geld möchte sich niemand entgehen lassen. All diese Schritte werden diskutiert.
    Dies macht es jedem Terroristen sehr einfach, Deutschland zu erreichen, da er vortäuscht, dass er ein friedfertiger Flüchtling ist, der vor dem Krieg davongelaufen ist.
  3. Menschen, die nur vortäuschen vor Krieg geflohen zu sein, fördern das Schmugglerwesen und den Handel mit amtlichen [gefälschten], illegalen Dokumenten. Die Händler liefern immer mehr gefälschte Dokumente an Nicht-Syrer. Dies wiederum provoziert nicht nur in Europa ein Chaos, sondern weltumspannend.
  4. Diejenigen, die keine Hilfe benötigen, werden versuchen, weitere finanzielle Mittel zu erhalten und kosten den Staat mehr als die wahren Schutzbedürftigen, die Hilfe wirklich benötigen. Sie sind nur des Geldes wegen hier – und sie wollen alles abgreifen, was möglich ist.
  5. Es führt zu einer schlechten Reputation derjenigen, die wirklich Hilfe benötigen, nicht nur unter den europäischen Staaten, sondern überall auf der Welt, da es schwerer werden wird, zwischen denjenigen, die diese Hilfe wirklich benötigen und denjenigen, welche ihren Vorteil aus der derzeitigen Situation zu ziehen suchen. Dies wiederum beeinflusst die Glaubwürdigkeit der amtlichen syrischen Dokumente.

Selbstverständlich ist es für Nordafrikaner schwieriger, den Bamf-Mitarbeiter während des Bewerbungsprozesses davon zu überzeugen, dass man aus Syrien stammt. Sie werden nach dem Grund ihrer Flucht gefragt und wie sie nach Deutschland gekommen sind. Selbstverständlich ist das eine sehr wichtige Methode, um sicherzustellen, dass die Bewerber die Wahrheit sagen und nicht die Behörden täuschen. Die Bewerber werden direkt und indirekt gefragt und manchmal wird die Frage zweimal wiederholt, aber mit einem unterschiedlichen Ansatz, um sicherzustellen, dass der Bewerber die Wahrheit sagt.

Es ist einfach, einen Nordafrikaner von einem Syrer zu unterscheiden.

Manche sagen, dass die Hautfarbe ein geeignetes Kriterium wäre, zwischen Syrern und Nordafrikaner zu unterscheiden, aber das ist vollständig falsch und nicht praktikabel, auch wenn Nordafrikaner nicht die gleiche Hautfarbe und denselben Akzent wie Syrer haben. Nordafrika besteht aus verschiedenen Ländern und es lässt sich einfach erkennen, dass es überhaupt nicht praktikabel wäre, Syrer von Nordafrikanern aufgrund ihrer Hautfarbe zu unterscheiden.
Das ist aber nicht der Hauptpunkt. Der Hauptpunkt sind die Fragen, welche der Bamf-Mitarbeiter während des Interviews stellt. Weshalb sind diese Fragen so wichtig? Weil es schwieriger ist, syrische Bewerber von denjenigen zu unterscheiden, welche aus Ländern um Syrien herum stammen. Hier wären der Irak, die Türkei, Jordanien, der Libanon und sogar Palästinenser zu nennen, deren Einwohnern es leicht fällt, sich als Syrer auszugeben – und keiner von ihnen wird irgendwas Falsches hierbei fühlen.
Es ist besonders zu berücksichtigen, dass viele Palästinenser für eine lange Zeit in Syrien lebten. Aus diesem Grund fragen die Interviewer und die Detektive in Gesprächen nach bekannten geographischen Punkten oder Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Schloss in Aleppo oder der Al-Mohamedeyeh Souq in Damaskus.
Es entspricht den Tatsachen, dass es Nordafrikaner im allgemeinen schwerer fällt, Fragen nach diesen besonderen Plätzen in Syrien zu beantworten, da sie diese Plätze normalerweise nicht besucht haben dürften und sie nie in Syrien waren. Davon abgesehen dürfte es aber Personen, die aus Ländern rund um Syrien kommen, leicht fallen, diese Fragen zu beantworten, auch wenn sie nie nach Syrien gereist sind. Viele Informationen sind auch einfach im Internet verfügbar.

Mit Hilfe ihres Akzents, besonders aus der Grenzregion, z.B. Mardine, können Syrer vorgeben, aus der Gegend von Idlib, Aleppo oder Hasaka zu sein. Bewerber aus dem Irak täuschen vor, Syrer aus der Alzour oder Al-Raqqa zu sein. Bewerber aus dem Libanon lügen, Syrer aus Damaskus, Latakia, Tarsus oder sogar Homs zu sein.

Kann sich jemand vorstellen, wie viele Asylbewerber Deutschland aus den beschriebenen Ländern jedes Jahr erreichen könnten? Es ist ein vollständiges Chaos!

Wenn man diese Tatsachen berücksichtigt, wird es einfach werden, zu erkennen, dass die derzeitige Vorgehensweisen und Methoden, welche von den Interviewern verfolgt werden, kein bisschen genau sind. Allein die Karte Syriens veranschaulicht das:

Karte Syriens
Karte Syriens

Die deutschen Behörden haben einen ziemlich cleveren Weg gefunden, zu prüfen, ob der Asylbewerber die Wahrheit sagt. Unglücklicherweise ist es zu spät! Denn die meisten Bewerber haben bereits den vollen Flüchtlingsschutz erhalten!

Diese neue Methode ist, die Mobiltelefone jedes Flüchtlings zu überprüfen. Es sollen hierbei die Kontakte und Nummern überprüft werden und sogar Anrufe getätigt werden, um sicherzustellen, dass der Bewerber wirkliche und ehrliche Informationen angegeben hat. Trotz allem ist dieser Schritt nicht wirklich hilfreich, besonders dann, wenn der Bewerber behauptet, sein Handy verloren zu haben. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Behörden große Anstrengungen dabei unternehmen, dass alles abgesichert und gut kontrolliert und organisiert abläuft. Unglücklicherweise waren die Abläufe für viele Bewerber nicht fair!

Viele von ihnen bekamen subsidiären Schutz, obwohl diese vollen Flüchtlingsschutz verdienen würden. [Hier widerspricht der Übersetzer eindeutig] Auf der anderen Seite bekamen viele vollen Flüchtlingsschutz, obwohl sie diesen überhaupt nicht verdienen haben und den sie nur dadurch bekommen haben, indem sie falsche, persönliche Informationen über ihre Verhältnisse vorgetragen haben. Sie haben Vorteile aus der Situation gezogen, dies führte zu zufälligen Entscheidungen, wie viele Leute vermuteten. Bezugnehmend auf die Genfer Konvention verdienen nur Bewerber aus gefährlichen Kriegszonen Asyl und vollen Flüchtlingsschutz.

Die meisten der Bewerber kamen aus der Türkei – gibt es in der Türkei einen Krieg? Das Chaos hat an diesem Punkt begonnen.

Dies wiederum ist der Grund dafür, weshalb bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen, um sicherzustellen, dass der Bewerber vollen Flüchtlingsschutz genießen kann.

  1. Die derzeitige Situation des Herkunftsortes: Städte wie Damaskus, Latakia, Tarsus Hama, Alsweeda sind friedliche Städte und die Menschen dort leben gut. Es gibt dort keine Gefahren, das wird besonders dadurch deutlich, da meist Teile der Familie des Bewerbers nach wie vor dort leben. Das allein ist ein kristallklarer Beweis dafür, dass es dort keine Gefahr gibt, oder wie kann es sonst sein, dass man Familienmitglieder (Mutter, Bruder, Schwester, Vater, etc.) in dieser Gefahr zurücklassen würde und nicht ebenfalls um Asyl in Deutschland ersucht? Weshalb ist der Bewerber alleine gekommen? In diesem Fall ist es vollkommen unlogisch, vollen Flüchtlingsschutz zu gewähren.
  2. Gesundheitsstatus des Bewerbers: Ist der Bewerber verletzt oder verkrüppelt? Hat der Bewerber Anzeichen von Kriegstraumata? Selbstverständlich werden die Bewerber während dem Bewerbungsprozess medizinisch untersucht. Diese Untersuchungen sollten von verlässlichen und unvoreingenommenen medizinischen Teams durchgeführt werden. Sofern es keine Anzeichen von medizinischen Indikationen oder Verletzungen, welche durch den Krieg verursacht wurden, geben sollte, dann gibt es keinen Beweis dafür, dass der Bewerber irgendeiner Gefahr ausgesetzt war. Dieser Schritt allein sollte nicht entscheidend dafür sein, ob der Bewerber vollen Flüchtlingsschutz genießen kann oder nicht, es ist aber ein sehr wichtiger Schritt.
  3. Lebt eines der Familienmitglieder des Bewerbers außerhalb Syriens? Wo und seit wann? Weshalb ging der Bewerber nicht dorthin, wo diese Angehörigen leben? Zum Beispiel, wenn die Ehefrau des Bewerbers seit einer langen Zeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Ägypten lebte? Dieses Kriterium würde den Bewerbungsprozess dramatisch beeinflussen, der Bewerber würde in diesem Fall nur subisidiären und keinen vollen Flüchtlingsschutz verdienen. Wenn der Bewerber reisen kann und seine Frau irgendwo treffen kann und nicht mit Schleppern einreisen muss, um Asyl zu beantragen können. Dieses Kriterium ist ein starker Indikator, welcher beweisen würde, dass der Bewerber vor seiner Ankunft in Deutschland ein normales Leben gelebt hat und keine lebensbedrohlichen Situationen erfahren musste, auch wenn der Bewerber nachweisen würde, dass er oder sie in Syrien lebte.

Musste der Bewerber eine persönliche Gefahr erleben? Hat der Bewerber überhaupt eine lebensbedrohende Situation erlebt? Hat jemand das Leben des Bewerbers in Syrien bedroht? Sollte das der Fall sein und könnten sie ihn nicht greifen, wären eventuell Familienmitglieder in Gefahr. Wurde die Familie folglich bedroht oder gar als Geiseln genommen? Wenn ja, wer ist die Geisel? Wann wurde die Geisel genommen? Was weiß er über diese Geisel? Gibt es neue Nachrichten von der Person? Was wurde der Familie gesagt?

Dies sind die wichtigsten Informationen, auf die während eines Interviews mit einem syrischen Bewerber Wert gelegt werden sollte. Die meisten würden keinen vollen Schutz erhalten, da sie die Kriterien nicht erfüllen. Subsidiärer Schutz ist ausreichend genug für diejenigen, welche die Kriterien nicht erfüllen. Weshalb? Weil es die Möglichkeit eröffnet, in Deutschland zu sein und sie in der derzeitigen Situation nicht abgeschoben werden können.

 

Teil 1 des Skandal-Reports lesen – hier klicken 

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