Pressearbeit – In der AfD ein Desaster

Foto: Collage

Jouwatch hatte sich schon des Öfteren darüber mokiert, dass die Medien- und Pressearbeit in der AfD auf fast allen Ebenen (Ausnahme der Landesverband Sachsen) eine einzige Katastrophe ist. Hier haben die offensichtlich völlig überforderten und vom Erfolg überraschten Entscheidungsträger personell ins Klo gegriffen und diesen für jede Partei absolut wichtigen Bereich mit Amateuren oder abgehalfterten Profis vollgestopft. Dazu kommt, dass die von Eitelkeit geblendeten Politiker immer wieder in die Falle der Mainstream-Medien tappen und sich das Falsche aus der Nase ziehen lassen, wo man doch wissen müsste, dass die linken Journalisten im Bezug auf die AfD wahrlich nur Böses im Schilde führen. Wie der jüngste Fall aus Bremen jetzt zeigt, wird man aus Schäden auch nicht klug.

Zu diesem neuerlichen Skandal gibt es einen guten Kommentar von Wolfgang Hübner

„Bremen: Ein Kommunikationsdesaster der AfD“

Wenn ein AfD-Bundestagsabgeordneter so brutal gewalttätig attackiert wird, dass auch sein Tod die Folge hätte sein können, dann ist das ein Verbrechen von nationaler Bedeutung und von nicht zu überschätzender politischer Brisanz. Denn bei den noch nicht festgestellten Tätern handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um irgendwelche Kriminelle, sondern um Linksextreme, die den tausendfach in Deutschland verbreiteten Bekundungen „Kein Platz für die AfD“ oder „Nazis raus!“ konsequente Taten folgen ließen.
Sowohl für die Bundestagsfraktion der AfD wie auch für die Parteiführung gilt bei einem solchen offensichtlich politisch motivierten Verbrechen die Aufgabe, das unerhörte Geschehen gegenüber der Öffentlichkeit so wirkungsvoll und aufrüttelnd wie möglich zu kommunizieren.
Es muss leider festgestellt werden: Das ist geradezu desaströs misslungen. Und es kann niemanden verwundern, dass dieses Versagen von all den Kräften, denen an der Diffamierung und Vernichtung der AfD liegt, entsprechend ausgenutzt wird. Damit aber wird die eigentliche Tat, der blutige Anschlag auf den Bundestagabgeordneten, immer mehr in den Hintergrund gedrängt von Mutmaßungen über den Tatverlauf.
Was ist so schlecht gelaufen bei der Kommunikationsstrategie der AfD im konkreten Fall?
1. Es gab offensichtlich überhaupt keine Kommunikationsstrategie für einen solchen nach vielen Vorkommnissen der Vergangenheit keineswegs unwahrscheinlichen Vorgang.
2. Hätte es eine entsprechende Kommunikationsstrategie gegeben, dann hätte der betroffene Bundestagsabgeordnete niemals Auskünfte über den Tathergang geben dürfen – außer gegenüber der Polizei und einem autorisierten Vertreter der AfD.
3. Dieser autorisierte Vertreter der AfD, ob nun aus Bremen stammend oder von der Fraktion aus Berlin nach Bremen entsandt, hätte sich mit der Fraktionsführung absprechen müssen, bevor diese vor die Öffentlichkeit trat.
4. Der betroffene Bundestagsabgeordnete hätte bei einer bereits vorhandenen Kommunikationsstrategie für solche Fälle, spätestens aber nach dem Kontakt mit dem autorisierten AfD-Vertreter, wissen müssen, sich auf keinen Fall und unter keinen Umständen auf Gespräche mit Medienvertretern einzulassen. Dann wäre es auch nicht zu der Verwirrung mit der möglichen Tatvariante „Raubüberfall“ gekommen.
5. Es bestand weder für den betroffenen Bundestagsabgeordneten noch für die AfD in Bremen oder Berlin Grund zu öffentlichen bzw. öffentlich gewordenen Aussagen oder Vermutungen über den Tatverlauf. Die weidlich zum Nachteil des Opfers und der AfD genutzte Debatte über den Gebrauch oder Nichtgebrauch eines „Kantholzes“ als Schlagwaffe hätte so vermieden werden können. Wäre sie doch in die Öffentlichkeit gelangt, dann eindeutig als Folge gezielter polizeilicher Indiskretionen – in Bremen jedoch sicherlich nicht ausgeschlossen.
6. Der Medien-Auftritt des AfD-Fraktionsvorsitzenden Gauland zu dem Fall war schlicht katastrophal: Gauland wirkte müde, alt und sehr unzureichend vorbereitet. Neben ihm stand der ziemlich glatte Pressesprecher der Fraktion, der für mich noch nie einen guten Eindruck der AfD nach außen vermittelt hat. Erkennt dieses Problem niemand in der AfD? Oder wird es einfach ignoriert? Die politischen Gegner machen es jedenfalls wesentlich besser!
Es geht bei dieser Kritik nicht um Besserwisserei. Aber Millionen Wähler und Sympathisanten der AfD haben Anspruch darauf, dass die gewählten Vertreter der Partei, insbesondere der Bundestagsfraktion, sich gerade in solch zugespitzten Situationen professionell vorbereitet zeigen. Denn sonst werden aus möglichen Chancen völlig unnötige Niederlagen. Die Lage in Deutschland ist nicht so, um sich solche Niederlagen leisten zu können. Und die schlechten aktuellen Umfrageergebnisse der AfD erlauben das gewiss auch nicht.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...

51 Kommentare

  1. Es ärgert mich maßlos, aber Herr Huebner trifft den Kern der Sache. Die AfD muss noch sehr viel besser werden. Die Uhr tickt.

  2. Ja, einverstanden!

    Trotzdem erfüllt die AfD ihre Aufgabe als Stimmensammelbecken und als Schwimmbecken für neu akquirierte V-Personen sehr gut! Öffentlichkeitsarbeit? Keiner hat sich aufgerafft, mir per E-Mail zu danken, weil ich in deren Augen ein nützlicher Idiot bin!

    Auszug aus http://www.AfD-Forum.eu/Impressum

    Den Bundestagswahlkampf der AfD habe ich 2017 auf meine Kosten durch
    Verteilen von 75 Pressetexten der Bundes-AfD unterstützt.

  3. beklage ich schon von Anfang an , ein paar lächerliche Infostände reichen nicht aus. faktisch erreicht man mit diesen ständen 0,0009% wenn überhaupt. die Plakate sind auch recht nutzlos. da wäre es sinnvoller jedem haushalte einen Brief in anonymer Aufmachung zu schicken. mit dem Aufdruck “ Bürgerinformation “ und da alles rein zupacken. unten kann dann AFD stehen. so umgeht man die Zerstörung und die Zensur. und das ganze 7-5 tage vor der Wahl. weil das Gedächtnis nun einmal kurz ist. Dort wiederum auf Webseiten hinweisen die einem selbst gehören und dort wirklich alles einfach zum anklicken einstellen. zu jedem Thema eine Seite , eine gute suche mit Text Video und wiederum weiteren Webseiten die man gegenseitig verlinkt.

    UND Dann mit dem normalen Plakaten etc. starten. reicht völlig aus.

    Da sich die Partei aber wegen “ Einnässens “ gerade selber zerlegt. weil sie die Leute die klartext sprechen aus der Partei ekelt und sie so zu einer weiteren CDU wird. ist die AFD für mich eh erledigt. die ekelhaften werden das Ruder übernehmen und sie konform zu einer weiteren CDU mit viel bla bla umbauen. unwählbar ! und der Herr Pazderski ist ein 100% UBOOT !!

  4. Ich sehe das genauso. Die AFD ist schlecht beraten oder nach den ersten Erfolgen der irrigen Meinung die systempresse würde sie irgendwann fair behandeln. Das wird nicht passieren. Auch bei der Beobachtung durch den Verfassungsschutz wird übertrieben, die Entsorgung der “radikalen“ Politiker bei der AFD wird eher viele ehemalige nichtwähler wieder vertreiben. Geschwätz kriegt man auch bei den anderen Parteien. Ich fand anfangs AFD kompakt.de aktuell und mit vielen Informationen – das hat mittlerweile schwer nachgelassen. Man sollte halt doch mit einem Bannon zusammenarbeiten. Der kanns zumindest.

  5. Meine Vermutung ist, dass der Bauarbeiter über die Wunden geschockt war und direkt dem noch am Boden liegenden Magnitz gegenüber einen Schlag mit einem Kantholz und Tritte vermutet hat. Der stand natürlich selber unter Schock und Schmerzen und da er selber keine Ahnung hatte, warum er auf einmal mit heftigen Schmerzen und blutend auf dem Boden lag, hat er die Theorie vom Bauarbeiter als Tathergang angenommen und seinerseits weitergegeben.

    Das hätte man auch im Nachgang genau so an die Medien weitergeben können. Bzw. Magnitz sollte es jetzt noch umgehend nachholen.

  6. Ich bin mir da nicht so sicher, ob es nur an der AFD liegt. Der Elitenpofel reibt sich über derlei dargebrachten Ansichten genüsslich die Hände. In meinen Augen ist der „deutsche“ Wähler, über Jahre systematisch der Gehirnwäsche ausgesetzt und Wohlstandsverblödet, das klare Denken verlernt hat, der wirklich Schuldige. Die früher so genannte „deutsche Konsequenz“ – falls sie je existiert hat, ist ist zu eierlosen Herumgelabbere verkommen. Anders kann es nicht erklärt werden, dass sogenannte „Eliten“ noch immer das Sagen haben und keinerlei Furcht zeigen im Nirvana zu verschwinden. Man kann ruhig sagen: Das Spiegelbild der deutschen Seele …..

  7. In dieser Richtung muss die AfD dringend etwas tun. In seinem Interview hat der gute Herr Gauland in einer Art Lobeshymne zweimal, das ach so anständige Verhalten des Linken Dietmar Bartsch erwähnt. Das ist mir und bestimmt auch anderen sehr sauer aufgestossen. Die Aussagen dieses Bartsch sind pure Heuchelei, aber anscheinend hat Herr Gauland das nicht erkannt. Die Linke kooperiert mit der Antifa, also den Tätern, und das angeblich so anständige Verhalten des Bartsch nach dem Anschlag stellt gerade deswegen eine Verhöhnung der AfD dar. Gibt es in der AfD soviele Armleuchter, die das nicht merken ? Wieso muss man einen Linken und Feind der eigenen Partei für seine offensichtliche Heuchelei noch über den grünen Klee loben ? Herr Gauland sollte zukünftig besser überlegen, bevor er den Mund aufmacht. Schweigen wäre da besser, zumal die linke Presse sowieso jede Aussage der AfD auf die Goldwaage legt und diese dann, natürlich verdreht, sofort gegen die AfD verwendet.
    Sicherheitstechnisch steckt die AfD auch noch in den Kinderschuhen. Dringenden Aufholbedarf gibt es beim Personenschutz, Objektschutz der Büros und Veranstaltungsschutz. Das kostet zwar Geld, ist aber notwendig, um die Gefahr für zukünftige Bombenanschläge, versuchten Mord, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen zumindestens auf ein erträgliches Level zu reduzieren. Die polizeiliche Aufklärungsquote ist da gleich Null, also muss die Partei das selbst in die Hand nehmen.

  8. „Hinterher wird jeder wissen, was er hätte sagen müssen…..“, dieser Spruch gilt.
    Ich denke keinesfalls, dass sich die AfD beschädigt hat. Was allerdings richtig ist, sie müsste noch viel offensiver auftreten, was die unverholene Gewalt gegen Eigentum und Leib und Leben ihrer Mitglieder und Anhänger angeht. Das muss zum Thema einer aktuellen Stunde im Bundestag werden. Dieser brutale Überfall ist zwingender Anlass dafür. Dann kann der Zuschauer ja sehen, ob die anderen Parteien ohne Wenn und Aber diese verbrecherischen Gewaltakte verurteilen, auf die permanente Hetze und Verleumdung, sowie auf jede Relativierung der Tat verzichten und sich nicht nur wachsweich davon distanzieren.
    Nein, das war kein einfacher Schubser, wie das Ganze jetzt hingestellt werden soll. Es bleibt zudem festzuhalten, dass die ersten Aussage bezüglich des
    Tathergangs (Schlag mit einem Gegenstand) wohl im originalen Polizeibericht
    stand und nicht vom Opfer kommt. Da gibt es noch genügend Ungereimtheiten, die keinesfalls die AfD zu verantworten hat und die Zweifel am verkündeten Hergang begründen.

    • Wenn man das Foto mit der Kopfverletzung sieht, so sollte auch einem Nichtmedizinern klar sein, dass man sich solche Wunden nicht bei einem einfachen Sturz zuziehen kann. Kopfverletzungen durch einen Sturz befinden sich an Kinn, Mittelgesicht und Stirne.
      Ob diese Verletzung nun durch ein Kantholz, eine andere Schlagwaffe oder durch Tritte verursacht wurde ist in meinen Augen irrelevant. Es bleibt ein verabscheuungswürdiges Verbrechen. Die Relativierung in der Presse lässt mich für die freiheitliche Grundordnung in Deutschland in der Zukunft nichts Gutes ahnen.

  9. Nach meinem Eindruck hat sich Meuthen in einer ersten Stellungnahme richtig verhalten. Er zeigte sich so erschüttert, dass er zum Sachverhalt zunächst nichts weiter sagen wollte.

    Die Pressekonferenz mit Gauland: Es ist zwar alles richtig, was er gesagt hat. Ob es jedoch klug war, den Altparteien und den Medien eine Mitschuld anzuhängen, sei dahin gestellt. Auch wenn es so ist. Denn das fällt nur bei denen auf fruchtbaren Boden, die der AfD ohnehin schon nahestehen. Das zeigten denn auch die gehässigen Rückfragen der Pressevertreter, denen er sich konfrontiert sah. Klüger wäre es wohl gewesen, wenn er die Frage in den Raum gestellt hätte, wie es in einem freiheitlichen Land wie Deutschland, wo die Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist, überhaupt möglich ist, dass so etwas passieren kann. Und die Schlussfolgerungen dann den Zuhörern überlassen.

    Ein paar Zitate aus den sozialen Medien, in denen der Überfall regelrecht gefeiert wird, hätten ebenfalls zum Nachdenken anregen können. So hätte er wohl eher erreicht, dass sich die betroffenen Parteien und Medienvertreter an die eigene Nase fassen, und sich fragen, ob sie mit ihrem AfD-bashing nicht doch einen Schritt zu weit gegangen sind. Auf mich wirkte er wie eine beleidigte Leberwurst, und aus dieser Position heraus ist kein Blumentopf zu gewinnen.

  10. Ich breche eine Lanze für die AfD. Und widerspreche Wolfgang Hübner, dessen Texte ich größtenteils wegen ihrer Brillanz schätze.

    Was soll dieses Gerede von der angeblich heilsbringenden ‚professionellen‘, ‚abgestimmten‘ Strategie? Damit überzeugt die AfD keinen einzigen der Standard-Journaille und eingefleischten Medienkonsumenten.

    Magnitz als Opfer und Gauland als Fraktionsvorsitzendem den Mund zu verbieten, übersteigt meine Schmerzgrenze. Genauso übel stößt auf, wie Hübner den Prssesprecher abqualifiziert. (Der ist wie immer; der ist halt so.)

    Herr Hübner, ich bin sehr viel hochwertigere Kommentare von Ihnen gewohnt. Ihr Ratschlag bezüglich einer ‚abgestimmten Kommunikationsstrategie‘, (um ‚desaströse Eindrücke‘ zu vermeiden), beleidigt jeden selbstdenkenden AfD-Wähler und -Sympathisanten.

    Die übrigen Standardparteien-Wähler erreichen Sie inzwischen sowieso nur noch mit mehr „Einzel“fällen, massiven wirtschaftspolitischen Fehlern, die sofort richtig ins Geld gehen, und noch mehr Ge- bzw Verboten.

    PS: ‚theeuropean‘ veröffentlicht sehr ausgewogen auch Beiträge bekannter AfD-Repräsentanten. Insofern findet die AfD auch bei moderaten Medien ihr Sprachrohr. Wer sich den übrigen Dreck noch reinzieht, wird schon wissen, weshalb.

  11. Ok, ich stimme zu. Dazu bräuchte es aber nicht nur Pressesprecher, sondern ein Kommunikations- und Pressestratege auf Bundesebene. Hat die AfD so einen?

  12. Es ist nicht nur die Pressearbeit der AfD gegenüber den Leitmedien in diesem Fall ein Desaster, sondern es ist ein generelles Problem. Natürlich ist es für die AfD schwierig, in diesen Medien – Man muß einfach die Realitäten zur Kenntnis nehmen: Die werden von den meisten Bürgern konsumiert. – ihre Themen zu setzen. Eine wirkliche Strategie ist da aber nicht erkennbar.
    Zum anderen vernachlässigt die AfD ganz offensichtlich die Zusammenarbeit mit den alternativen Medien, z.B. mit Journalistenwatch. Die Frage meint natürlich nicht, daß etwa die alternativen Medien der AfD zumundereden sollen, nicht auch kritisches über die AfD berichten sollen. Wenn sie aber in die Pessearbeit nicht einbezogen werden, fällt da vieles einfach aus. Wo sind die Berichte z.B. über die AfD-Parteitage in den Alternativen Medien? Wenn die AfD die Berichteratsttung dem Mainstream überläßt, entsteht ein völlig falsches Bild, was die Mainstremmedien ja auch beabsichtigen.

  13. Hätte die Afd im Fall Magnitz Presse-technisch professionell agiert, hätte ihr dass womöglich 5% plus X Stimmenzuwachs bringen können. Vor allem hätte der Partei-Vorstand dem (offensichtlich geistig benommenen oder medien-geilen) Frank Magnitz verbieten müssen, vorschnell und vor allem völlig dilettantisch den MSM (u.v.a der BILD) irgendwelche Interviews zu geben. Bzw. man hätte nur einen Medien & PR-Profi die Öffentlichkeitsarbeit machen lassen sollen Und dass sich der Kollege Magnitz auch noch selber voreilig aus dem Hospital entlassen hat , war im höchsten Maße kontraproktiv, weil so in der Öffentlichkeit insgesamt der Eindruck entstanden ist , der Anschlag war war gar nicht soooo schlimm. Wirklich ein Katastrophe ! Hoffentlich lernt die AfD aus der Sache …

    • Ich würde aber doch folgende Einschränkung machen: Wenn jemand nur wenigen Stunden zuvor eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hat und möglichweise noch mit Narkose- und Schmerzmitteln vollgepumpt ist, sollte man feindlich gesonnenen Journalisten kein Interview geben.

    • richtig – mit der Lügenpresse halt die Fr…e hätte man gar nicht reden sollen, in den ersten Tagen nach dem Anschlag hätte der Pressesprecher reden sollen. Das Interview von Magnitz aus dem Krankenbett mit der perfiden Blöd war nicht hilfreich. Sicher nicht.

    • Zustimmung. Am Anfang waren alle empört, auch die politischen Gegner haben gesagt „so weit darf man nicht gehen“.

      Als dann aber rauskam, dass es wohl kein Kantholz (was einen anderen Schlaggegenstand nicht ausschließt aber davon spricht schon gar keiner mehr) und auch keine Tritte zu sehen gab und Magnitz Verletzung gar nicht sooo schlimm war, hat sich die öffentliche Meinung wieder ein Stück weit gegen die AfD gedreht.

      Hätten Magnitz und die ersten Tweet-Ersteller erstmal überlegt, bevor sie Statements abgeben und wäre Magnitz zumindest erstmal ein paar Tage länger als „schwerverletztes Opfer“ im KH geblieben und hätte seine Klappe gehalten… es hätte der AfD deutlich nutzen können.

      So wie aktuell die Lage ist und wie es von er breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird, wird die AfD mal wieder als diejenige Partei dargestellt, die sich in ihrer Opferrolle suhlt und Blödsinn erzählt hat.

    • Eine gute Pressearbeit ist auch abhängig davon, wie die Presse mitspielt. Darüber sollte man einmal nachdenken.

    • Ein gute Pressearbeit ist, wenn man vorher überlegt, was man der Öffentlichkeit wann, wie und warum mitteilt !!!

  14. Die AFD ist genau so schlecht aufgestellt wie die Grünen Anfang der 80 er Jahre Dort gab es ebenfalls katastrophale Pressemitteilungen und peinliche Auftritte der Abgeordneten . Das ist das Problem jeder neuen Partei die plötzlich im Kabinett sind. Allerdings bestehen die Altparteien mittlerweile ausschließlich aus Rechtsanwälten und Betriebswirte die den Bezug zur arbeiteten Bevölkerung vollkommen verloren haben . Dies gab es bereits schon einmal 1932 Es gibt nur noch linksextrem und rechtsextrem Wie es geendet hat wissen wir ja

  15. Auf dieses Unvermögen habe ich schon seit Anfang letzten Jahres hingewiesen mit der Frage ob die Presseabteilung von UBooten durchsetzt ist. Diese Annahme liegt nahe bei so viel Unfähigkeit und Unverständnis wie Medien und Politik funktionieren. Warum wird mit Vermutungen, Annahmen und Spekulationen gearbeitet, das ist doch das Kerngeschäft der ÖRR und den anderen Medien. Das beherrschen die weitaus besser als die AfD Presseleute. Was ist so schwer nach so einem Anschlag eine nüchterne Pressemitteilung herraus zu geben? Warum fragen die nicht jemanden der sich damit auskennt? Es gibt sicherlich in der Partei Fachkräfte die den Job machen würden, fragen kostet nix. Muss ja kein gewählter Parteisoldat sein, Qualifikation reicht.

  16. Der einzige Zweck einer politischen Partei ist ihr eigenes Wachstum und zwar ohne jede Grenze.
    Nur die AFD wächst nicht mehr, also muss es personelle und programmatische Änderungen geben. Die Pressearbeit ist da nur eine Nebenaspekt.

  17. Es ist zu vermuten, dass dies nicht der letzte Anschlag auf einen Politiker der AfD war, was selbstverständlich nicht wünschenswert ist aber nicht ausbleiben wird. Hier bestünde jetzt tatsächlich durch geschicktes taktieren gegenüber den Medien die Möglichkeit der „Instrumentalisierung“ dieser Schandtat. Wieso nicht ? Wäre z.B. ein links grüner Politiker betroffen gewesen würde das Gezeter um mutmaßliche rechtsextreme Täter nicht so schnell verstummen und Steinmeier würde nicht von der Gefahr der Instrumentalisierung schwadronieren sondern die Demokratie und deren Vertreter in Gefahr sehen. Also liebe AfD das nächste mal (wenn auch nicht wünschenswert) etwas klüger und umsichtiger vorgehen und nicht sofort alles Pulver verballern.

  18. Mit der aktuellen Führungsriege der AfD reicht es vielleicht zu 10-12% bundesweit.
    Wer damit zufrieden ist bitte, der schlafe weiter!

  19. Dem muss ich leider zustimmen. Voll in alle Fettnäpfchen getreten. Die etablierten Parteien samt Medien reiben sich genüsslich die Hände.

  20. Ich wundere mich seit einigen Jahren über das dilettantische Vorgehen in Sachen Medien. Als die AfD im letzten Jahr ein Medienzentrum gründete dachte ich die lassen da endlich mal Profis ran. Fehlanzeige.

  21. klar war der Fall Bremen ein PR-Deaster..Von Abstimmung keine Spur….Kurz nach der Tat las man bei der AFD-Bremen auf Facebook,dass Magnitz mit einem Kantholz verprügelt wurde und er mit Füßen ins Gesicht getreten worden sei..Magnitz sagte aber,dass er einen Blackout hatte und sich an nichts erinnern kann..
    Bei Gaulands Statement ,bei dem der Bundespressesprecher der AFD moderierte,hatte man das Gefühl,dass dieser Bundessprecher sich selbst darstellen wollte und alle sehen sollen,wa er doch für ein toller Hecht ist.
    Und als die Behörden sagten,dass auf dem Video kein Übergriff mit einem Kantholz zu sehen ist,war in den Leitmedien und bei vielen Altparteien und deren Anhänger nur noch die Rede vom Kantholz,welches seitens der AFD wohl eine Erfindung war..
    Und dann noch die vielen Interviews von Magnitz mit den Leitmedien,was ja schon nach Inszenierung roch!
    Danach gab es die Schlagzeile::War es ggf. auch ein Raubüberfall?
    Man kann noch mehr schreiben,was da alles schief gelaufen ist..

    Fazit:ein Foto von Magnitz zu veröffentlichen war richtig…Dann hätte man schreiben oder sagen sollen,dass es ein Übergriff war auf offener Straße..
    Wir warten jetzt die Ermittlungen der Polizei ab und werden bis dto. weiter dazu nichts sagen,hätte es von der AFD heißen müssen..

    Die Menschen hätten sowieso gedacht,dass es ein Übergriff von Linksradikalen war..Das Foto hätte auch ohne Kommentierung Entsetzen ausgelöst und ohne die ständigen Statements von vielen aus der AFD,hätte dieser Übergriff viel mehr Wirkung auf die Menschen gehabt..
    Die schlechte Kommunikation der AFD hat aber viele Menschen zweifeln lassen,ob denn alles stimmt,was von der AFD so erzählt wird.
    Das Opfer spielte keine Rolle mehr,sondern nur noch die Behauptung vom Kantholz..

    Die AFD sollte aus diesem Kommunikations-Deaster die Lehren ziehen und bei solchen Vorfällen nur noch mit einer Stimme sprechen..
    Es sollte auch nie spontan sein,sondern abgestimmt mit einer Wartezeit,wo man einen wirklichen Überblick über den Vorgang hat..
    Ansonsten ist die Glaubwürdigkeit dahin,wie es der Fall in Bremen deutlich aufgezeigt hat!

    • Sie haben völlig Recht, nur da gehört in solch einer Situation sehr viel Kaltblütigkeit dazu so überlegt handeln zu können.

  22. Da muß man Zustimmen.Die Pressearbeit ist ungenügend.Sie wissen doch was das für Typen sind.Jeden Tag von Zeitung bis zum Presseclub erleben sie die Niedertracht der Meute.Da hätte längst reagiert werden müssen.

  23. Stimmt !
    Die Partei braucht dringend eine offensive und professionelle Kommunikations-Strategie und -Praxis !!
    Aber trotzdem : Weiter bei jeder Wahl ins Wahlbüro gehen, richtig wählen und als Wahl-Beobachter bei der Auszählung bleiben, weil die AfD die einzige Partei ist, die den Willkommens-Irren etwas entgegensetzt !

    • Das Agieren der AfD in letzter Zeit macht wütend. Trotzdem haben Sie Recht, Claudia CC. Sinn und Zweck all dieser in den Weg Fettnäpfchen ist, daß wir reintreten und die AfD noch zusätzlich schwächen.
      Wir sollten nicht darauf herein fallen. Es ist schwer, die Geduld und die Fassung zu bewahren in diesem Irrenhaus.

  24. Wieder ein Beweis dafür, dass die AfD nur eine Hinhalte-Partei ist.
    Weiter: Absolutes Nichtagieren bei der offensichtlichen Wahlfälschung in Bayern.
    Streitereien & Zersetzung innerhalb der Partei.

    Aber wenn man das erwähnt wird man direkt angegriffen von denen, die unbedingt eine Führung brauchen.
    Das Problem ist, die Herrschaft an sich!
    Wir brauchen eine Privatrechtsordnung.

    Also, lass den Shitstorm unter meinem Kommentar beginnen:

  25. Leider ist es wahr: Es ist unendlich wichtig, wie man sich und seine Themen präsentiert! Mir fällt dazu gerade diese grüne bayerische Spitzenkandidatin Katharina Schulze ein, die fürchterlichen Blödsinn von sich gibt, das aber anscheinend dadurch wettmacht, dass sie so nett lachen kann. Schade, dass die Welt so oberflächlich ist, aber leider ist es halt so.

    • Die grünnationalen Sozialisten werden auch von den Propagandamedien hofiert. Das ist ein Unterschied zum grünnationalen Diffamierungswahn gegen die AfD.

    • Ja, das ist wirklich unfair. Sie müssten mindestens doppelt so gut sein, um diesen Nachteil auszugleichen.

    • …aber ganz genau: daß Leute auf den inhaltlichen „Blödsinn“ von „Katharina Schulze“ hereinfallen – ist mir auch aufgestoßen !
      „nett lächeln“ fuktioniert auch bei Baerbock und dem „netten Schwiegersohn“ Habeck – … daß sie nur Stuß reden, fällt offenbar kaum jemandem auf !

  26. Ja, das ist leider wahr. Und inzwischen kann man das auch nicht mehr mit „junger Partei“ und „gährigem Haufen“ entschuldigen.
    Es war genügend Zeit, um professionelle Kommunikationsstrategien zu entwickeln.

Kommentare sind deaktiviert.