Gefühlsrausch der Willkommenskultur: Bald will keiner mehr dabei gewesen sein

Ein Gastbeitrag von Alexander Meschnig

Foto: Collage
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Entfernte Verwandtschaft: August 1914 – September 2015. 

Die Grenzöffnung im Herbst 2015 war ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Ihre Tragweite können wir heute erst annähernd ermessen.Deutschland ist mit dieser Entscheidung zu einer Art Kanzlerinnen-Autokratie geworden. Weder das Parlament, geschweige denn die Bevölkerung, wurde zur Frage der Masseneinwanderung und ihren Folgen befragt. Die Bundestagsabgeordneten haben ihr Recht, darüber abzustimmen, nicht einmal reklamiert, sondern sammelten sich mal in stiller, mal in lauter Gefolgschaft.

Wenn auch Bundeskanzlerin Merkel und die allzu willfährigen Medien die sichtbarsten Akteure einer wohl irreversiblen Entwicklung waren, so sind die Ereignisse im Herbst 2015 ebenso als ein massenpsychologisches Phänomen zu deuten und hätten ohne die breite Unterstützung in Teilen der Bevölkerung niemals diese suggestiven Bilder erzeugen können. Für die sogenannte Willkommenskultur, die nicht allein ein mediales Phänomen war, kann man vielfache Erklärungsversuche finden.

DIE MASSENPSYCHOLOGISCHE UND MASSENMEDIALE SELBSTBEGEISTERUNG DER WILLKOMMENSKULTUR

Ich selbst habe an anderer Stelle auf tiefer liegende Motive, historische Linien und mentale Muster für ihre Entstehungsbedingungen hingewiesen (vgl. „Die Eitelkeit des Guten“, S. 179-191). Nirgendwo sonst in Europa gab es diese Willkommenskultur in reiner, konzentrierter Form. Die Szenen an deutschen Bahnsteigen und vor Sammelunterkünften können als eine massenpsychologische und massenmediale Selbstbegeisterung gedeutet werden, die einem Gefühlsrausch diente, der Politik und Moral in eins setzte und jegliche Reflexion über die Folgen bei Strafe des sozialen Ausschlusses verbot.

Gibt es ein vergleichbares Ereignis in der deutschen Geschichte, das auf Tiefenstrukturen verweist, die unabhängig von historisch völlig anderen Voraussetzungen im Kern Ähnlichkeiten haben? Es ist für mich erstaunlich, dass noch niemand die Ereignisse im August 1914 mit denen des September 2015 verglichen hat. Die Kriegsbegeisterung 1914 ist für uns ein Ereignis wie aus einem anderen, längst versunkenen Zeitalter. Für den September 2015 gilt das in gewisser Weise schon heute.

WAHRSCHEINLICH WILL BALD NIEMAND MEHR DABEI GEWESEN SEIN

Die täglichen Meldungen über die Folgen der Massenmigration in den beiden letzten Jahren lassen selbst ein so nahes Ereignis wie die Grenzöffnung hinter einem dichten Schleier verschwinden. Tatsächlich befand sich Deutschland, präziser ein Teil der deutschen Gesellschaft, vor zwei Jahren in einer Art Traumland, an das sich heute nicht einmal die eifrigsten Befürworter der Grenzenlosigkeit gerne erinnern. Wahrscheinlich will auch bald niemand mehr dabei gewesen sein.

Natürlich wäre es unsinnig, die Ereignisse von 1914 mit 2015 gleichzusetzen. Vergleichen heißt nicht gleichsetzen. Die folgenden Ausführungen wollen deshalb nur zum Nachdenken anregen und auf einige Gemeinsamkeiten aufmerksam machen, anhand derer weitergedacht werden müsste: Die Anrufung einer historischen Mission Deutschlands, der starke idealistische Gehalt der Begeisterung, die massenpsychologische Dimension des Vorganges, die massive Abwertung der Kritiker und Zweifler, die eschatologische Komponente, die Ziellosigkeit des eigentlichen Vorganges und das rasche Ende der Euphorie, begleitet von einer aggressiven Abwehr der Kritiker und einer Ignoranz der realen Entwicklungen.

PLÜSCHTIERE FÜR MÄNNER IM KRIEGSFÄHIGEN ALTER

Wie eine Ironie der Geschichte wirkt es, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Soldaten 1914 bei der Ausfahrt aus den Bahnhöfen an die Front mit Jubel verabschiedet wurden, während 2015 die Ankommenden wie siegreiche Heimkehrer begrüßt wurden. Nicht Auszug, sondern Einfahrt ins Paradies Deutschland, zu „Mama Merkel“, wie auf manchen Schildern zu lesen war. Dass in der Regel junge Männer (im kriegsfähigen Alter) mit Teddybären und Plüschtieren begrüßt wurden, zeigt nur den Infantilisierungsgrad eines Teils der deutschen Gesellschaft, der seine abstrakte Xenophilie auf die Ankommenden übertrug.

Meschnig, AlexanderDeutscher Herbst 2015

Der „Andere“ als empirische Gestalt wurde erst gar nicht wahrgenommen. Allabendlich durfte man sich dafür in den Nachrichten als Teil des „hellen Deutschland“ betrachten und bewundern. Man hatte ein Zeichen gesetzt.

Aus: Deutscher Herbst 2015. Essays zur politischen Entgrenzung, S. 201-203, Manuscriptum

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38 Kommentare

  1. Es zeigt sich doch, dass die Deutschen aus ihrer Geschichte rein gar nichts gelernt haben. Das Merkelsystem hält sich nicht an Gesetze, befragt das Parlament nicht, untergräbt die Gewaltenteilung, diffamiert die Opposition, untetstützt linksextremen Terror. und islamische Invasoren.Gute Nacht.

  2. Und wieder einmal begibt sich der Deutsche klatschend in ein bösartiges totalitäres System, das diesmal die Sprengkraft hat, das christliche Abendland zu zerstören.

  3. Man hätte lange im Vorfeld wissen können um was es geht. Jedesmal wenn ein Muselmane sich öffentlich äußerte, beklagte er, das sie sich diskriminiert fühlten. An Unzureichenden oder keinen Schulabschlüssen waren natürlich die Deutschen schuld und niemand anderes! Demzufolge wurde schon einige Jahre vor der Grenzöffnung immer und immer wieder auf eine angebliche Willkommenskultur hingewiesen die die Deutschen erlernen müssten! Das wurde unseren Kindern und Jugendlichen eingehämmert, von der Kita bis zur Uni! Insofern war abzusehen das Merkel damit ohne großen Widerstand durchkommt. Es waren dann ja auch überwiegend nur junge Leute die Kuscheltiere warfen……….
    Noch immer begreifen diese nicht, das sie es sind, die es letztlich auszubaden haben!

  4. Zu diesem Artikel empfehle ich, Stefan Zweig – „Die Welt von gestern“ zu lesen. Dort sind dermaßen viele Parallelen aufgezeigt, nicht nur zu 1914, sondern auch zu 1933, und alles aus der eigenen Erlebenssicht des Verfassers. Erschreckend!

    • Vielleicht anfangs, aber als die Einheimischen merkten, dass die Neuankömmlinge in die Hände spuckten und arbeiteten, hatte sich das schnell gelegt!

    • Hab mich damals auch gefragt,was erwachsene Männer mit diesen Püschtieren anfangen sollen. Als ich die Frage Guties stellte,kam nur dümmliches Grinsen.

  5. Wir sind leider etwas knapp an Zeitzeugen von 1914/18. Daher ist es schwer die Parallele zu 2015 zu ziehen. Wenn also jemand eine gut erhaltene Zeitmaschiene auf dem Dachboden findet…

  6. Wie die Geschichte zeigte: Eine typische „D“-Demenz, plötzlich war keiner dabei oder wußte etwas! Das war am Anfang des 1. und 2. WK, als man die Soldaten jubelnd in die Schlachtfelder schickte! Dann an jedem DDR-Parteitag, wo die „SED“-Politik-Verbrecher gefeiert wurden. Jetzt, als man die von der „kriminellen Merkel“ eingeholten muslimischen „Invasionstruppen“ zujubelte! So typisch „deutsch“, die von ihren „Führern“ verursachten „Katastrophen“ mit Applaus einzuleiten! Die Merkel lautstark zujubelnden Parteitage erinnern mich mit Entsetzen immer an die Sportpalastrede von Reichspropagandaminister Goebbels vom 18.02.1943!
    Ebenso bemerkenswert die Eigenschaft der jeweils herrschenden Klasse, jede Kritik gegen den Mainstream mit Hilfe der Medien, Legislative, Justiz und Exekutive abzuwürgen und „gewalttätig“ zu unterbinden, sowie „alte“ Begriffe mit der aktuellen politischen Richtung in Einklang zu bringen.
    Es fällt auf, dass gegen die zunehmend zusammengerotteten gewalttätigen „Migranten-Mob“ fast keine öffentliche und staatliche Gegenwehr erfolgt, aber wehe, wenn sich einige dumbe „Rechte“ oder sonstige Demonstranten gegen die staatlich Unterdrückung und Verlogenheit“ gruppieren, dann erfolgt die ganze gewalttätige Demonstration der „Staatsmacht“ mit Unterstützung der kriminellen, rassistischen roten Neo-Faschisten „Antifa“!

  7. Das Zauberwort für die Manipulation der Massen und Völker ist „Social Engineering“. Mit Social Engineering wurde schon vor dem 1. Weltkrieg begonnen, um die englische Bevölkerung auf einen Krieg gegen Deutschland einzustimmen. Seitdem wurden die Methoden der subtilen Manipulation immer weiter verfeinert.
    Auf Clustervision Reloaded befindet sich ein aktuelles Video von Klaus Jäger zu diesem Thema, Dauer ca 2 Stunden. Titel: Terrorangriffe erzeugen traumatisiertes Volk in Dauerlähmung.

  8. Der Hauptgrund, warum es möglich war und weiter betrieben werden kan,n ist der abgrundtiefe Selbsthass, die Verachtung für die eigene Heimat und Herkunft. Ich wette, dass das Deutschland des 18. bis 20. Jahrhunderts (bis 1968) solche Entwicklungen niemals für möglich gehalten hätte. Schwer getroffen sind die Heimatverbunden, die der Umerziehung trotzen oder wiedererwacht sind. Sie und ihre Nachkommen werden mit in den Untergang gerissen.

    • Nicht zu vergessen der Schuldkult um die Erbschuld. Das wurde doch gerade nach 68 den Menschen vor allem in den Schulen eingehämmert. Gedächtnisstättenhoping anstatt Physik oder Mathe. Deswegen darf doch immer wieder ungestraft gesagt werden, DL und die Deutschen haben keine Daseinsberechtigung. Das verbreiten doch die Linksfaschisten mit den Grünen und Linken Hand in Hand. Wer sich frei von der Erbschuld fühlt und das auch sagt ist ein Nazi denn er heißt die NS Verbrechen für gut, so die verquere Denkweise auch unserer Politiker. Bei mir beißen die auf Granit ich lass mir nichts ans Bein binden wofür ich nichts kann da können die hetzen wie sie wollen.

    • Wenn es um Erbschuld ginge, müßten sich alle bekennenden „Sozialisten, Kommunisten, Linke/Grüne“ besonders betroffen zeigen, denn soviel ich der Geschichte entnehme, gibt es neben dem Islamismus, keine andere Ideologie die annähernd soviel Schuld an der Vernichtung von Völkern und Menschen zu verantworten hat – nicht umsonst ist die Farbe der Linken rot, das Sinnbild des vergossenen Blutes ihrer Opfer!

    • In eine geschlossene ,in Einzelhaft, bis ans Ende, das ist viel brutaler. Aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wer einem ganzen Volk seine Heimat zerstört, sollte vielleicht so enden wie er, auf die Kapsel beissen.

  9. „Man verschenkt nicht die Zukunft seiner Enkel, auch nicht aus humanitären Gründen. Wer alle Welt umarmt und darüber seine eigenen Leute vergißt, handelt nicht human, mag er sich noch so in dieser Rolle gefallen.“

    ,,Wenn einzelne durch Verzicht auf Fortpflanzung aus der Evolution ausscheiden möchten, dann ist das deren gutes Recht. Sie sind jedoch nicht berechtigt, Fortpflanzungschancen anderer Mitglieder ihrer Population zu verschenken, und schon gar nicht haben Politiker das Recht, eine multikulturelle Gesellschaft zu verordnen. Sie verstoßen damit gegen das ihnen übertragene Mandat, die Interessen ihres Volkes wahrzunehmen. Will man helfen, dann muß man es auf andere Weise tun, zum Beispiel indem man nach bestem Können darauf hinwirkt,daß sich die Verhältnisse in den Ursprungsländern der Einwanderer politisch und wirtschaftlich bessern. “

    ,,Eine verantwortliche Regierung trägt auch für Krisenzeiten Vorsorge. Die unkontrollierte Bevölkerungsvermehrung in der dritten Welt wird in absehbarer Zeit zu katastrophalen Zuständen führen. Wenn wir nicht in den Strudel zunehmender Verelendung hineingerissen werden wollen, dann muß sich Europa bis zu einem gewissen Grade abschotten. Nur wenn sich die europäische Völkergemeinschaft auf diese Weise erhält, wird sie auch weiter in der Lage sein, nach ihren humanitären Idealen zu leben und damit auch anderen zu helfen.“

    – Professor Dr Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Genetiker und evolutionärer Verhaltensbiologe

    ,,Lange Zeiten der Ruhe begünstigen gewisse optische Täuschungen. Zu ihnen gehört die Annahme, daß sich die Unverletzbarkeit der Wohnung auf die Verfassung gründe, durch sie gesichert sei. In Wirklichkeit gründet sie sich auf den Familienvater, der, von seinen Söhnen begleitet, mit der Axt in der Tür erscheint.”

    -Ernst Jünger, ,,Der Waldgang“

  10. „Die Bundestagsabgeordneten haben ihr Recht, darüber abzustimmen, nicht einmal reklamiert.“……Und deshalb sind alle Bundestagsabgeordneten mitschuldig und müssen bestraft werden. Sei es nur die Aberkennung ihrer Pensionsbezüge. Dürfte nicht schwer sein, sie haben ja auch nichts eingezahlt.

    • Und zudem, wer von denen hat einen Berufs- bzw. Studienabschluss? Wer hat solchen “ Krampf “ überhaupt gewählt? Natürlich keiner in diesem Lande!

    • Entzug der Staatsbürgerschaft und Ausweisung!Sollen sie doch in Muselmanien ihre Träume von,,no Nation“,,,Diversity“und buuuunt ausleben.Aber bitte ohne Geld aus dem verhassten Deutschland!

  11. Was diesen Schatzsuchenden in dem Moment der Teddyübergabe für Gedanken durch den Kopf gingen? Will ich mir lieber nicht vorstellen…..

    • So von einer Seite rein und zur anderen wieder raus aus Mangel an Widerstand?
      Gedanken? Nee! Luft! Es kann nur gaaanz viel heiße Luft gewesen sein!

    • Einige von Denen, werden den Teddy wohl aufgeschnitten haben um nach zu sehen ob vielleicht wenigstens etwas nützliches oder wertvolles drin ist…

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