Schächtverbot: Schulterschluss von Juden und Muslimen – Tierschutz ist rechts

Foto: Von Paul Steven

Brüssel – Dass viele Muslime in Europa bekennende Israelhasser und Antisemiten sind, ist mehr als ein offenes Geheimnis. Auch die Attacken auf Juden – auch mit Messern – haben dramatisch zugenommen. Geht es den Lämmern, Ziegen und Kühen an die Kehle, so zeigen Juden und Islamisten seltene demonstrative Einigkeit. Behörden, die ihnen den 3000 Jahre alten grausamen, blutigen Brauch verbieten wollen, sind damit also „rechts“ und antisemitisch. So geschehen nach der Verordnung im belgischen Flandern, wo seit Jahresbeginn keine Tiere mehr diesen unnötig schmerzvollen Tod erleiden müssen. Hier ist laut Hannoversche Allgemeine das Schächten per Gesetz verboten.   

Besonders weit mit der „Nazikeule“ hat die Jüdische Allgemeine ausgeholt. So glaubt Moshe Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC) nicht an „Tierschutz“, sondern sieht im skandalösen Gesetz klare antisemitische Tendenzen: „Dieser Entschluss im Herzen Westeuropas schickt eine furchtbare Botschaft an jüdische Gemeinden auf dem Kontinent: dass Juden nicht erwünscht sind.“

Ins gleiche Horn bläst auch Rabbiner Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz und Oberrabbiner von Moskau. Er sieht gar einen „Affront gegenüber den europäischen Werten“. Nun, europäische Werte, soweit sie praktiziert werden, schließen Tierschutz mit ein. „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn ’s fühlt wie du den Schmerz“, heißt es im bekannten Kinderreim.

Genau dies geschieht jedoch beim Schächten. Da wird dem Tier bei lebendigem Leib die Halsschlagader durchgetrennt, so dass es vollständig ausblutet. Das führt dazu, dass das Tier einen minutenlangen, schmerzvollen Tod erleidet.

Nach Meinung von Juden und Muslimen ist dieser qualvolle Tod jedoch notwendig, damit sich durch das Ausbluten die Seele von dem Tier trennt.

Das Verbot des Rituals sorgte bereits eine Woche nach Inkrafttreten für scharfe Kritik. Was von der Regierung als Tierschutz-Maßnahme deklariert wird, sehen Vertreter der betroffenen Religionsgruppen als Vorstoß von rechts. Das sich bei der Auseinendersetzung ausgerechnet Rabbiner in die Kolonne von muslimischen Fundamentalisten einreihen, dürfte den ohnehin schon isolierten Gemeinden weitere Verbündete kosten. Als Tierschützer mit Antisemiten und Nazis in einen Topf geworfen zu werden, ist schwer verdauliche Kost. (KL)

 

 

 

Loading...