Miete ist bereits Armut, kein Armutsrisiko › freie-presse.net

Der Wohnraum für "Alt-Berliner" (Foto: Durch Srdjan Randjelovic/Shutterstock)

Das neue Mieterschutzgesetz ist in Kraft getreten und das „Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ tut so, als sei nun der Volksseuche Armut endlich ein Riegel vorgeschoben. Besonders schützen sollen Bußgelder für „Vermieter*innen“, die ihre Mieter durch Modernisierungsmaßnahmen vor die Tür setzen wollen.

Für private Immobilienbesitzer steigt durch solche Eingriffe das Insolvenzrisiko, da wird so mancher mit einem Verkauf seines Betongolds an große Wohnungsbaugesellschaften liebäugeln. Wie der „Abgasskandal“ gezeigt hat, ist die Politik unberechenbar geworden. Mit einer künftigen Regierungsbeteiligung der Grünen ist alles möglich, womit heute noch niemand rechnet. Schnell können Dämmvorschriften oder die Abgaswerte für vor kurzem noch als umweltfreundlich zugelassene Heizungen verschärft werden.

Am Dilemma der Mieter ändern solche Gesetze nichts, eher im Gegenteil. Die Mieten sind in den Ballungsräumen wegen der erhöhten Nachfrage drastisch gestiegen, während Eigentum auf dem Land dort besonders günstig ist, wo die meisten Funklöcher ausgemacht werden können. Aber drohende Fahrverbote, lange Wege zur Arbeit und ein mangelhafter Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel halten viele Arbeitnehmer davon ab, ins Grüne zu ziehen. Und das ist in den meisten Fällen auch wiederum nur als Mieter möglich. Von einem normalen Einkommen kann man bei einer teuren Stadtmiete kaum genug Eigenkapital ansparen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Wer sich dieser Lage bewusst ist und sich ärgert, dem Vermieter seinen Wohlstand zu finanzieren, ist anfällig für die linkspopulistische Propaganda, die angeblich dem bösen Kapitalismus Einhalt gebieten will, in Wahrheit aber die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinanderklaffen lässt.

In Berlin hat man sich einen besonders cleveren Schachzug ausgedacht, ohne in Verlegenheit zu geraten, die Vokabel Enteignung anwenden zu müssen.

Die Linke spielt Robin Hood und punktet damit bei ihrer Klientel, aber das war es denn auch. Denn nach dem Geschenk zum Nulltarif an die Mieter gehen die Wohnungen an die staatliche Gewobag, die dann als Vermieter auftritt. Wo auch immer der Staat als Unternehmer auftritt, ganz besonders in Berlin, ist der Misserfolg vorprogrammiert. Die Leidtragenden werden hier wiederum die Mieter sein, denen das Kapital fehlt, sich ohne fremde Hilfe eine anständige Bleibe suchen zu können.

Durch die Privatisierungswelle gingen in Berlin nur etwa 5 Prozent der veräußerten Wohneinheiten in die Hände privater Eigentümer und noch mal so viel an Genossenschaften. Die übrigen 90 Prozent teilten sich Spekulanten, Immobilienfonds und „sonstige Verwerter.“ Man entledigte sich dem Problem der dringend notwendigen Modernisierungen, im Ergebnis schossen die Mieten in die Höhe, während die Einkommen immer stärker belastet wurden. Damals wie heute waren die Mieter die Dummen. Statt Rahmenbedingungen für einen leichteren Erwerb selbst genutzter Immobilien zu schaffen, setzt man erneut auf Enteignung durch die Hintertür – dieses Mal zugunsten der Funktionäre. Die DDR ist wieder da – nicht auferstanden aus Ruinen, sondern gekommen, um zu ruinieren.

In einem angeblich reichen Industrieland wie die Bundesrepublik es behauptet zu sein, ist ein Anteil von 50 Prozent Mietern kein Aushängeschild, sondern ein Armutszeugnis. Wer daran etwas ändern will, muss an einer anderen Schraube drehen, aber sicher nicht mit Mietpreisbremsen experimentieren.

Oh wie arm ist Griechenland

Laut Statista lebten im Jahr 2017 etwa 26,7 Prozent der Bevölkerung Griechenlands zur Miete und 73,3 Prozent in selbst genutztem Wohneigentum.


Quelle: Wolfgang van de Rydt
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37 Kommentare

  1. Als (potenzieller) Eigentümer Grunderwerbsteuer zahlen und als eingetragener Eigentümer dann ein Leben lang Grundsteuer zahlen…..Hier sollte die Politik mal ansetzen.

    Mit welcher Berechtigung muss ein sich verschuldender Immo Besitzer zuerst beim Erwerb Steuern zahlen und anschließend noch lebenslang weiterhin Steuern für ein und den selben Vorgang?

    Rein theoretisch muss ein Immo Besitzer nur lange genug leben um mit der Grundsteuer sein bezahltes/finanziertes und schon mal versteuertes Grundvermögen erneut komplett zu bezahlen.

    Spekulanten, die alles von der Steuer absetzen interessiert dieses wohl kaum. Aber der Eigennutzer ist diesem Raubrittertum ausgesetzt und kann sich nur Ohnmächtig fügen.

    Aber da hört es ja nicht auf, schon die sich bald täglich veränderten (Grünen) Auflagen betreffend Sanierungen, Isolierungen, Heizmöglichkeiten mit der Auflage nur noch Gänseblümchen aus dem Kamin fliegen zu lassen, Vorschriften was an „Ortsüblicher Miete“ zu versteuern sei, auch wenn ein Vermieter weniger verlangt als der Durchschnitt, bauliche Vorgaben wie eine Aussenfassade auszusehen hat, welchen Anstrich die Aussenfasade haben darf, wie ein Grundstück zum öffentlichen Verkehrsraum einzufrieden ist, welches „Grünzeug“ an der Nachbarschaftsgrenze stehen darf, wie groß eine Garage sein darf (in meinem Fall max 9 Meter, in Köln dürfen es 12 Meter sein) und und und…..

    Mir kommt es vor als hätte „Fachleute“, die sich sowas ausdenken, Langeweile und erfreuen sich an ihrem unbeirrbaren Beamtentum.

    Stellt sich die Frage wo in diesem Land die Attraktivität zum Immo Eigentum gesetzt ist?

    Ja ja, der Spruch „Eigentum verpflichtet“ zählt wohl besonders bei Steuern und Abgaben aber vorallem zur Willenserfüllung der jeweiligen Stadtverwaltungen.

    Wenn Mietnomaden, unabhängig der Nationalität, dem Vermieter alle Kosten (total Renovierung) und Mühen (Behörden, Gerichte, Finanzamt) aufbürden und damit auch noch durchkommen, warum sollte ich dann vermieten? Was nutzt mir ein 30 Jahre gültiger Pfändungstitel wenn nach einem Nacht- und Nebelauszug der netten Mieter deren Aufenthalt nicht mehr ermittelt werden kann? Ich als Vermieter auch noch verurteilt werden kann „Schadenersatz“ zu leisten wenn ich bestimmte Mietbewerber ablehne?!

    Nee Leute, nicht mit mir. Meine vermietbaren Räume bleiben für eine evtl. Eigennutzung leer stehen, die entgangenen Mieteinahmen sind wohl wesentlich geringer als die Kosten für oben genanntes.

    Ich kann mir aber gut vorstellen dass einige Finanzbeamte Krokodilstränen weinen weil Steuern für Mieteinnahmen nicht eingefordert werden können. Sicher gibt es auch dafür/dagegen bald ein Gesetz?!

    Jetzt warte ich nur noch drauf, dass mir Gäste zwangseingewiesen werden und ich mich finanziell ruinieren darf, nur weil der Staat es so will aber für seine eigenen Entscheidungen keinesfalls (finanziell) gerade stehen will.

    Die Verteilung der Staatsschulden auf Immo Besitzer wird sicher auch wieder kommen, ist ja im „Land in dem man gut und gerne wohnt“ schon zweimal vorgekommen.

  2. Eigenheim – Klotz am Bein …

    Immobilienbesitz in Deutschland ist immer auch mit großer Unfreiheit verbunden. Der stolze „Eigentümer“ sollte testhalber nur einmal seine Grundsteuer nicht bezahlen. Oder den Schornsteinfeger nicht ins Haus lassen. Oder sich dem staatlich angeordenetem Dämm-Unsinn verweigern. Usw usw.. Dann wird er oder sie recht schnell merken. wie es hierzulande um die Rechte von Immobilieneignern bestellt ist.

    Deutschland ist und war schon immer Mieterland. Wie auch die reiche Schweiz. Der Kluge lebt hierzulande zur Miete.

    Ich zahle meine Miete übrigens gern und pünktlich – und wohne dafür absolut sorgenfrei. Mein Vermieter und ich = WinWin-Situation.

    Link zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=ZpmItB8oSqY

  3. Wie es in Griechenland ist, weiß ich nicht aber in einigen nordischen EU Ländern ist die Miete durch die Politik dermaßen hoch, dass sie nicht finanzierbar ist und viel teurer als ein Wohnungskredit. Deshalb sind auch junge Leute gezwungen, sich so einen Kredit aufzuhalsen, der sie praktisch immobil macht und fesselt. Man sollte aufhören, Mieter als arm und Immobilienbesitzer als reich zu klassifizieren. Die Immobilie besitzt man erst wirklich, wenn man sie bezahlt hat. Vorher ist man viel ärmer, als man es als Mieter wäre.

  4. Sehe ich so viele Mieter mit teuren Autos und Handy, Tattoos, Pearcing usw – dann kann ich nur sagen: Die mieten sind zu niedrig.

  5. Es geht auch anders, ich bin selbst Vermieter und zwar von vier Häusern. Unsere Mieter zahlen Mieten, die bis zu 30% unter dem Mietspiegel liegen. Mieterhöhohungen seit 2010 ? Keine ! Selbst Renovierungen und Isolation der Häuser ging auf unsere Kappe. Und weil wir selbst mit dem, was wiir aktuell bekommen sehr gut leben können, müssen wir unsere Mieter nicht wie Zitronen auspressen. Unser Motto: Leben und leben lassen.
    Alllerdings hat die Sache bei aller Großzügigkeit einen kleinen Haken.
    Nennt uns Ruhig Rassisten denn wir vermieten nur an deutsche Familien. Damit sind wir immer gut gefahren und bekommen pünktlich die Miete und unsere Mieter beschweren sich nicht für jeden Mist sondern erledigen kleine Reparaturen selber. Wir haben im Laufe der Jahre mit allen ein eher freundschaftliches Verhältnis bekommen.

    • Deutsche sind auch die Bessern Mitter “ Nehme nie Migranten auf! die machen dir alles Kurz und Klein

    • Ich wohne seit 25 Jahren im gleichen Haus als Mieter eines mit mir seit Jahren gut befreundeten Privatiers. Hier haben schon fast alle Nationalitäten gewohnt. Keine Probleme gibt es mit Europäern (mit Kosovaren unter Einschränkungen) und Ostasiaten. Massive Probleme gab es jedoch mit Türken, Arabern und Schwarzen. Und gerade die schaufeln sie scharenweise ins Land.

    • Re Mieter deutsch – aus eigener Erfahrung weiß ich, das hat nichts mit Rassismus zu tun!

      1990 hatte ich afrikanische Studenten, die mir die gemietete Wohnung zerlegt haben und noch bis zum Räumungtermin ca. 2,5 Jahre mietfrei gewohnt haben.

      Danach musste die Wohnung grundsaniert werden…..

    • …damals war anfangs alles fein, dann – aus mir unerklärlichen Gründen – drehte sich das Blatt (war halt mein erstes Anlageobjekt).
      …meine Lernkurve ging steil nach oben und mittlerweile löse ich solche Probleme sehr schnell und kreativ – natürlich absolut gesetzeskonform :))

  6. Ja die Miete- kann sich demnächste nur der Neubürger ohne namen und Herkunft leisten. schulausbildung ist auch egal
    Eben auf der JF gefunden: Ausbildung zum Lokführer in nur 15 Monaten statt 3 Jahren mit einem Bruttogehalt während der Ausbildung Lohn von 2100 euro( Normal sonst bis zu 1000 Euro für Deutsche)-natürlich nur für Migranten. Niemals nicht für Deutsche, die wenigstens Lesen und Schreiben können und die deutsche Sprache beherrschen. Damit ist die Bahn gestorben , denn ich steige bei solchen Typen bestimmt nicht ein. Was ist das Nächste? Pilotenschein?

    • Mein Mann arbeitet als Projektleiter bei der Bahn und hatte letztens, als er im Gleis arbeitete einen Wachposten, der kein Deutsch sprach, er hat seine Arbeit sofort abgebrochen. Auch weil der „Sicherungsposten“ nur mit seinem Smartphone gespielt habt.

      Lokführer heisst aber nicht unbedingt im Personenverkehr, kann auch Güterverkehr bedeuten, macht aber eigentlich keinen Unterschied.

      Ausserdem ist es ein Unding, dass die Bahn ausbildet und dann private Unternehmen, wie Abellio davon profitieren.

    • Die brauchen sich doch nur ein Fake-Zeugnis schon im Herkunftsland ausstellen zu lassen und die Behandlung darf starten.

      Selbst Montgomery kritisiert, dass bei den „Ärzten“ nur die Sprachkenntnisse werden dürfen, nicht deren Approbation und es gibt schon viele Fälle, wo nachgewiesen wurde, dass ein „Nicht-Arzt“ Leute ins Jenseits befördert hat.

    • Leidder weist du nicht wenn du in den Zug einsteigst wer der Lokführe ist ! Ob es ein Deutscher oder ein Migrant ist! das ist bei der Straßenbahn andres weil da muss der Fahre aus steigen wenn er einen Behinderten mit Rollstuhl rein lassen muss

  7. Mietpreise sind natürlich auch ein Produkt aus Angebot und Nachfrage. Deutschland ist bereits jetzt total überbevölkert. So viel und so schnell kann gar nicht gebaut werden, wie wir eine galoppierende Zuwanderung und Familiennachzug haben, womit jedes Jahr eine Großstadt von der Größe Wiesbadens neu dazukommt. Ganze Stadtteile werden ausschließlich nur noch von Migranten bewohnt, die der einheimischen Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch das ist einer der Hauptgründe, warum die Mietpreise explodieren.
    Findige Vermieter vermieten eine heruntergekommene 3-Zimmer-Wohnung an 3 Asylanten, und vom Amt kommt monatlich pünktlich eine satte Miete von 1092,- € (365,- € pro Nase) plus Nebenkosten. Klar dass da die Einheimischen den Kürzeren ziehen.

    • Wenn die Einheimischen sich das gefallen lassen, bzw. sogar die Parteien wählen, die sie zum Bürger 2. Klasse machen.

    • Genau!

      Und außerdem ist die einheimische Biobevölkerung inzwischen bei rund 63 Millionen. Das reicht zum komfortablen Wohnen – geografisch.

      Wenn hier mehr siedeln wollen, müssen Andere eben raus. Denn an Deutschland läßt sich nun mal nix an Fläche ankleben. Wer sich keine Wohnung leisten kann, muß weg oder eben andere rauswerfen.

      That’s life.

    • Könnte ich mir ein eigenes Haus in einem sicheren Land leisten, könnte ich auch schadenfroh darüber lachen. Leider sind auch die bereits Aufgewachten in dieser Negativspirale mitgefangen. Selbst ein eigenes Haus auf deutschem Boden ist kein Garant für ein sorgenfreies Leben, denn Enteignungen und Zwangseinquartierungen sind nur noch eine Frage der Zeit.

  8. Re Mieten in Ballungsräumen –

    Das (Miet-)Problem hatte Pol Pot in Kambodscha aber schneller gelöst:

    a) innerhalb von 3 Tagen war Phnom Penh geräumt und

    b) nebenbei den CO2-Ausstoß auf Null reduziert!

    Unehrenwerte Bunte Khmer und verachtenswertes Regime –

    da geht noch mehr als so läppische Vorverkaufserklärungen!!!
    /*Zyn Off */

  9. Aber wir haben als Hauseigentümer auch immer mehr mit den steigenden Hausnebenkosten zu kämpfen, die allgemeinen Abgaben sind in den letzten 3 Jahren um 30% gestiegen und die nächsten Erhöhungen sind schon angekündigt.

    • Wir sind die Besitzer und nicht Vermieter.

      Ausserdem kann man im Mietvertrag festlegen, welche NK auf den Mieter umgelegt werden können, nachträgliche Änderungen sind äusserst schwierig. Es gibt durchaus Vermieter, die diesen Posten tatsächlich selber zahlen.
      Damit meine ich halt die Grundsteuer.

    • also, selbstgenutztes wohneigentum…. das wusste ich nicht…sorry…
      ja, meinen schwiegereltern geht es aehnlich in germany.

      2. diese vermieter sind aeusserst rar…. einige gibt es… zum glueck…

    • Hatte ich ja auch nicht dazu geschrieben ;-).

      Aber wir hatten vor dem Kauf tatsächlich mal einen äusserst kulanten Vermieter, der die Grundsteuer selber gezahlt hat.

    • die hat er sich dann vom FinAmt wieder erstatten lassen.
      zaehlen aus „ausgaben“ aus „vermietung & verpachtung“.

      reduziert seine einnahmen und der mieter ist froh….
      alles nur eine frage der „kalkulation“….
      nicht alles immer so „blauaeugig“ sehen.

    • Ich bin alles andere als „bläuäugig“, aber das war der einzige Vermieter der Mängel beseitigt hat und das nicht ausgesessen hat.

    • Aber die „Erstattung“ findet nur in Höhe der prozentualen Besteuerung statt, niemals 1:1 oder 100%.

      Wenn der Vermieter gar keinen Gewinn oder sein zu versteuernes Einkommen unter den Freibeträgen liegt, dann zahlt der Vermieter 100 % der Grudnsteuer selber (in diesem Beispiel)

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