Wollen Flüchtlinge mit Hungerstreik Einreise ins Merkel-Land erpressen?

Sea-Watch (Bild: Screenshot)
Sea-Watch (Bild: Screenshot)

Malta – Wie bereits die Welt in ihrer gestrigen Ausgabe unter dem Titel „Migranten nur noch in Deutschland willkommen“ schrieb, haben sich die meisten EU-Länder von der Willkommenskultur verabschiedet und sind nicht mehr bereit, eine erzwungene und erpresste illegale Einwanderung via „Seenotrettung“ zu unterstützen. Selbst das sozialistisch regierte Spanien hat hier die Notbremse gezogen und ihre Küstenwache angehalten, keine Bilder mehr von anlandenden Flüchtlingen zu veröffentlichen. Malta, dass ebenfalls genug von der illegalen Einwanderung hat, reagiert mit Sperrung ihrer Häfen. Für die Flüchtlinge, die seit Wochen auf zwei Schiffen vor der Küste der Insel darauf warten an Land zu gehen, bedeutet dies ein Patt. Nun wollen einige mit einem Hungerstreik ihre Aufnahme in ein EU-Land – vornehmlich wohl Deutschland – erzwingen.

Während die WELT im oben genannten Kommentarbericht eine realistische Einschätzung der politischen Lage abgibt und gleichzeitig erklärt, warum sich die Verhandlungen der scheinbar nicht sonderlich erwünschten Einwanderer zäh gestalten, macht sich der Focus zum Sprachrohr der Menschenfischer und drückt auf die mediale Tränendrüse. Da heißt es mitleiderheischend:

„Stößt der Alarm der Retter bei der EU auf taube Ohren? Die Verhandlungen zwischen Deutschland und anderen europäischen Staaten sind zäh. Doch die Lage an Bord der beiden Flüchtlingsschiffe vor Malta verschlechtert sich nach Angaben der Helfer zusehends.“

Neben den üblichen „dramatischen Berichten über die Zustände an Bord“ über das Leiden der Traumatisierten und an Seekrankheit Leidenden und einem zunehmenden Stressniveau, kommt dann auch Regierungssprecher Seibert zu Wort, der gebetsmühlenartig die Plattitüden seiner Chefin von einer „dauerhaften, europäischen, solidarischen Lösung und nicht jeweils neue Verhandlungen mit jedem neuen Schiff, das Flüchtlinge vor einen Mittelmeerhafen bringt“ wiederholt. Die Seifenblase, die bereits nach der Flüchtlingswelle 2015 mit lautem Knall geplatzt ist, als sich erste Länder wie Ungarn und Polen weigerten, den selbstmörderischen Kurs der Kanzlerin mitzutragen. Inzwischen sind Österreich und Italien dazugekommen. Letzteres wäre bereit, 15 der insgesamt 49 Zuwanderer aufzunehmen, falls es zu einer „europäischen Lösung“ kommt. Laut Focus sind als weitere Aufnahmeländer Portugal, die Niederlande, Frankreich und Deutschland im Gespräch. Wo die meisten wohl landen werden, braucht nicht thematisiert werden.

Für Malta ist die Blockade vor allem ein symbolischer Akt, seine Grenzen zu schützen. Vor allem, um in Zukunft weitere Anlandungen zu verhindern. Wie schwer es ist, Menschen, die man nicht gerufen hat, wieder loszuwerden, beweist die teure und in vielen Fällen unmögliche Abschiebepraxis. (KL)

 

 

 

 

Loading...

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.