Mordversuch an AfD-MdB Magnitz: „AfD mit allen Mitteln bekämpfen“

Max Erdinger

Frank Magnitz, MdB/AfD - Foto: Imago

Der Bremer AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz hat am Montag abend einen brutalen Mordanschlag schwerverletzt überlebt. Der 66-Jährige kam von einem Neujahrsempfang und ist in der Nähe des Theaters am Goetheplatz von drei Vermummten angegriffen worden. Mit einem Kantholz, das eine tiefe Platzwunde auf seinem Schädel hinterließ, wurde er bewußtlos geschlagen. Auf dem Boden liegend traten die Täter dem Besinnungslosen ins Gesicht. Die notorischen Hetzer gegen die AfD vergießen nun pflichtschuldigst ihre Krokodilstränen. Ja, es sind Krokodilstränen.

Von Cem Özdemir über Heiko Mass und Claudia Roth bis hin zu Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch, die ganze etablierte Politprominenz rauf und runter – allesamt verurteilen sie den Mordversuch an Frank Magnitz. Weil sie müssen. Weil sie nichts damit zu tun haben wollen. Wollte man allerdings ihrer eigenen, altbekannten Argumentation zum Thema „Haß & Gewalt“ folgen, wenn sie die – natürlich! – „Rechten“ (Braunlinken) meinen, dann wären sie allesamt als geistige Brandstifter mitschuldig.  CSU-Generalsekretär Markus Blume am 14.03.2018 im Bayerischen Rundfunk: „Die AfD mit allen Mitteln bekämpfen„. Alle Mittel heißt: alle Mittel. Natürlich würde Blume es weit von sich weisen,wirklich „alle“ gemeint zu haben. Gesagt hat er es dennoch.

Verräterische Distanzierungsfloskeln

Auch im linken Establishment weiß man wenigstens noch rudimentär, was sich gehört. Wer den Haß mit Haß bekämpft, verhilft dem Haß zum Sieg, heißt es da beispielsweise. Oder: „… wünsche Frank Magnitz baldige Genesung„. So Mancher meint es vermutlich sogar aufrichtig. Und so manch Anderer sagt es vermutlich einfach so, weil das eben in dieser Situation angezeigt erscheint. Eine Art erschrockener Distanzierung von sich selbst. Wie äußert sich einer wie SPD-Vize Stegner heute? Ausgerechnet von ihm habe ich keine Äußerung gelesen. „Pöbelralle“ am 8. Mai 2016 bei Twitter: „Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren, weil sie gestrig, intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind!

Stegner ein geistiger Brandstifter? – Foto: Screenshot Twitter

Für diesen Tweet handelte sich Stegner damals eine Strafanzeige der beiden AfD-Kreistagsabgeordneten Dennis Lechner und Tobias Teich ein. Und Stegners Sohn soll Mitglied der gewaltaffinen (S)Antifa sein. Mitglieder dieser rotlinksterroristischen Bande kommen als Täter im Fall Magnitz durchaus in Betracht. Tatsächlich scheint Frank Magnitz, wie von Stegner gefordert „attackiert“ worden zu sein. Jedenfalls ist das die Wortwahl von Giovanni di Lorenzos linkem Kampfblatt „Die Zeit„. Der kleine Messerritz, den der CDU-Bürgermeister von Altena, Hollstein, davontrug, als er von einem Sozialhilfeempfänger angegriffen worden ist, war hingegen ein „Anschlag“. Das ist Linkensprech: Die „Attacke“ hat Lebensgefahr, Bewußtlosigkeit und tagelangen Krankenhausaufenthalt zur Folge (Magnitz), der „Anschlag“ jedoch nur ein Heftpflaster am Hals (Hollstein). Die geistigen Brandstifter und ihre Begrifflichkeiten …

Der Angriff

Wer wurde am Montagabend angegriffen? – Ja, natürlich Frank Magnitz. Nein, ich meine, wer wurde nach den Worten der heutigen Krokodilstränigen angegriffen? – Richtig, die Demokratie. Das ist die Lesart in den Äußerungen: Der Mordversuch an Frank Magnitz war eine „Attacke“, und die wiederum ein „Angriff auf die Demokratie“. Die Krokodilstränigen sind nämlich ganz feine Demokraten, wie sich in der Vergangenheit anhand ihres Umgangs mit den demokratisch Gewählten der AfD gezeigt hat. Von den Tricksereien, als es um den Alterspräsidenten des Bundestags ging; über die verweigerte Wahl einer AfD-Ausschußvorsitzenden bis hin zu Bundestagsabgeordneten der Grünen, die Rednern der AfD im Plenarsaal demonstrativ den Rücken zukehren (Claudia Roth), bis zur Titulierung der AfD als einer „Nazipartei“ (Charlotte Knobloch).

Es ist anders. Die Angriffe auf die Demokratie kommen schon lange aus den Reihen derer, die am heutigen Tage den Mordversuch an Frank Magnitz als einen solchen „Angriff auf die Demokratie“ bezeichnen. Die Täter durften sich durchaus ermuntert fühlen. Ist es denn nicht en vogue, „Rechten“ den Mund zu verbieten in den sozialen Netzwerken? Wo bleiben denn die Einsprüche der feinen Dame und Herren Demokraten? Was ist denn nun mit dem NetzDG? Soll es so bleiben? Schämt sich ein feiner Demokrat dafür? Wo war denn das Geheule der heute „Erschütterten“, als der rheinland-pfälzische Fraktionschef der AfD, Uwe Junge, ebenfalls „attackiert“ worden war (2016) und im Gesicht operiert werden musste? Wo war denn die Empörung, als der 14-jährigen Tochter von Nicole Höchst (AfD) der erste Preis für ihren Vortrag bei einem Poetry-Slam aberkannt wurde? Wer hat sich denn eingesetzt dafür, daß Kinder von AfD-Funktionären doch noch in die Waldorf-Schule gehen dürfen? Die heutigen Krokodilstränigen vielleicht? – No. Als das Auto von Beatrix von Stroch abgefackelt wurde und die Häuser von AfD-Funktionären mit Farbbeuteln beworfen und  beschmiert worden sind, – wo war sie denn da, die ach-so-demokratische „Entrüstung“ der „Demokratiebesorgten“ vom heutigen Tage? – Nichts zu sehen und nichts zu hören war da. Wo wäre sie denn gewesen, die ach-so-demokratische Empörung über die Entlassung von Hans-Georg Maaßen, weil er die Kanzlerin zutreffend als Lügnerin geoutet hatte wegen ihrer erfundenen „Hetzjagden von Chemnitz“? – Nirgends war sie. Was war denn aus den Altparteien Substantielles zur Demokratie zu hören nach der Sprengstoffdetonation vor dem AfD-Büro in der Bahnhofstraße in Döbeln? – Nichts. Wer protestierte denn dagegen, als Wirte unter Druck gesetzt wurden, der AfD keine Räumlichkeiten zu vermieten? Wer bekundete sein Mitleid mit Herrn Gauland (77), der von der Polizei im Bademantel nach Hause eskortiert werden musste, nachdem ihm am Badesee seine Kleider gestohlen worden waren? – Niemand. Höhnisches Gelächter gab es. Wer hätte denn gesagt, daß es nicht geht, einem AfD-Politiker ein Hotelzimmer zu verweigern (Best Western Bad Mergentheim)? – Niemand.

Durch die Bank alle, die heute im Angesichte des Mordversuchs an Frank Magnitz etwas von „geht nicht“ daherreden, artig Genesungswünsche absondern und staatstragend vom „Angriff auf die Demokratie“ reden, als seien nicht sie selbst schon längst ihre Zersetzer, und als sei nicht ein Oppositionspolitiker fast erschlagen worden, verhalten sich kein Stück anders als die Mitläufer und Nutznießer des Naziterrors in der Weimarer Republik. Es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen der Antifa und der SA und es gibt ebenso wenig einen solchen Unterschied zwischen den damaligen Schweigern und den heutigen Krokodilstränigen. Vielleicht handelt es sich durch die Bank um Geschichtsignoranten, oder um Idioten, die sich schlicht weigern, aus der Geschichte das Richtige zu lernen. Keine zwei Wochen ist es her, daß ein gewisser Ralf Sotschek in der „taz“ dazu aufrief, „Rechtspopulisten“ zu verprügeln. Hat ihn einer derjenigen angezeigt, die heute wohlfeil von einem „Angriff auf die Demokratie“ daherfaseln und daß für den Mordversuch an Frank Magnitz „geht gar nicht“ gilt?

Presseberichte

Was soll das eigentlich für eine Demokratie sein, in der ein „politischer Autor“ namens Stephan Hebel in der linken Frankfurter Schwundschau von dieser Regierungform daherschwurbelt wie der Blinde von der Farbe? Der Stalinist schreibt doch tatsächlich: „Ja, jeder Demokrat hat sehr gute Gründe, die AfD zu bekämpfen. Auch auf der Straße. Es ist gut, wenn sie keine Versammlung, keine Demonstration, keinen Parteitag abhalten kann, ohne auf massiven und massenhaften Protest zu stoßen. Es ist gut, wenn ihrer Hetze mit humanen Argumenten begegnet wird, gerne auch sehr laut.“ Das ist ein interessantes Verständnis von Demokratie. Ob dieser Hebel wohl genauso reden würde, wenn es darum ginge, eine Demo zu torpedieren, auf der „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“ skandiert wird? – Wohl kaum.

Und dann das: „Nichts könnte die Anhänger der AfD besser in ihrem Freund-Feind-Schema bestätigen als dieser brutale Angriff. Zu ihren politischen Wahnvorstellungen gehört es ja ohnehin, dass wir in einer „links-grün versifften“ Gesellschaft leben, in der verfolgt wird, wer nicht „linientreu“ ist. Wir werden in den nächsten Stunden und Tagen noch öfter erleben, wie die Tat von Bremen in einen Beweis für diese lächerliche Vorstellung umgedeutet wird.“ Die Wahnvorstellung, Hebel, ist die, daß es anders sei. Diese Republik ist links-grün versifft – und dieser brutale Angriff ist auch bei weitem nicht der erste. Wahlkampfstände der AfD sind schon länger verwüstet worden, Wahlhelfer (Plakatierer) werden schon länger verprügelt, und „die Anständigen“ haben schon lange, bevor der derzeitige Hype um die Datenhacks aufgekommen ist, Adressen von 2.000 AfD-Politikern im Netz veröffentlicht, was in der Republik Merkelstan mit ihren Doppelstandards für weit weniger Aufregung gesorgt hat, als der aktuelle Datenhack. Aus einem Facebook-post von Katharina Ildiko Szabo: „Die Bürger schweigen aus Angst, da jede Anteilnahme für das Opfer mit Hass, Hetze und Androhung der Existenzschädigung sowie der Diffamierung, dadurch zu einem „Nazi“ geworden zu sein und damit frei zum Abschuss zu stehen, bestraft wird.“ So schaut´s aus, Hebel. Für Lehrer, Beamte, Polizisten und prinzipiell alle, die in ihrem Beruf irgendwie von der „öffentlichen Meinung“ abhängig sind, ist die freie Meinungsäußerung mausetot. Und sie alle wissen, wem sie das verdanken: Typen wie Dir.

Ramin Peymani: „Wer nach dem Mordanschlag von Linksterroristen, um die Schwere der Tat wissend, respektlos titelt, es sei jemand „angegriffen und verletzt“ worden, so als habe das Opfer bei einer Rauferei eine kleine Schramme davongetragen, verdient tiefste Verachtung. Nicht einmal in dem Moment, in dem sich die Folgen ihrer Dauerhetze zeigen, beweisen Deutschlands Journalisten Anstand.

Sind Linke der Sargnagel der Demokratie?

Auffällig ist, daß es immer irgendwelche Linken sind, die mit der Demokratie nicht zurecht kommen. Und zwar weltweit. Ob es sich dabei um Braunlinke oder um Rotlinke handelt, spielt keine Rolle. Aber warum ist das so? Weil alle Linken Eines gemeinsam haben: Die gnadenlose Selbstgerechtigkeit. Die Gegenwart ist immer nur das Zweitbeste, das Bessere liegt immer in der Zukunft. Sie wollen das Bessere und verwechseln das Sein mit dem Wollen. Deswegen fällt es ihnen auch so leicht, das Warnen, das Fordern und das Zeichensetzen mit Politik zu verwechseln und die Absicht mit der Tat. Rhetorisch „opfern“ sie sich ebenfalls ständig, weil sie nie nur reden, sondern immer gleich „kämpfen“. Und wenn es nur der Kampf gegen den Feinstaub ist. Immer kämpfen sie in ihren Köpfen – und immer ist es für ein besonders edles Ziel. Wer diese Schwachmaten als das bezeichnet, was sie allen Ernstes sind, Idioten nämlich, ist ein Böser – und dem linksmanichäischen Weltbild zufolge gibt ihnen der Kampf gegen das Böse automatisch recht. Ihre abgedrehten „Visionen“ legitimieren ihr Tun seit jeher. Und so leid es mir tut: Mein Vaterland stinkt im Jahre 2018 vor linker Selbstgerechtigkeit derartig zum Himmel, daß macher Linke eben in dem Wahn lebt, er tue ein gefälliges Werk, wenn er einem 66-jährigen Konservativen den Schädel einschlägt.

Dazu kommt, daß die meisten Linken Atheisten sind, Zivilreligiöse also, welche die Gelassenheit des christlichen Glauben eingetauscht haben für die Kniefieseligkeit der Ideologie (Zivilreligion). Das ist, als würde man einen Benz gegen einen Trabi tauschen und sich einbilden, damit komfortabler  zu fahren als vorher. Der Zivilreligion fehlen nämlich die Kategorien von Gnade und Vergebung. Die Verbrecher, die Frank Magnitz fast umgebracht haben, mussten sich zu Richtern aufspielen, weil sie an kein Jüngstes Gericht mehr glauben. Sie müssen tätig werden, weil sie es nicht bleiben lassen können. Sie haben keine Wahl mehr. Meinereiner hat sie noch.

Aber sei es wie es sei: Der Mordversuch an Frank Magnitz kam nicht aus heiterem Himmel, sondern er war vorherzusehen. In Sachsen, wo bei der nächsten Landtagswahl möglicherweise ein AfD-Sieg ins Haus steht, hat die (S)Antifa der AfD bereits „den Krieg erklärt“. Wir werden sehen, wie die Krokodilstränigen vom heutigen Dienstag damit umgehen werden. Meine Prognose: Sie werden so weitermachen wie bisher.

 

 

 

 

 

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