Hajo Funke – der arme Huschel

Michael Klonovsky

Foto: Imago

Der Berliner Politikwissenschaftler Hajo Funke meint, dass die AfD bald „in Gänze oder in größeren Teilen“ vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das sei gerechtfertigt, zitiert ihn der Tagesspiegel – und fährt fort: „Funke sieht Tendenzen zu Geschichtsrevisionismus, Relativierung des Holocausts und Antisemitismus, dazu die Entfesselung von ‚Ressentiments gegen alle größeren ethnischen und religiösen Minderheiten in Deutschland – das Ganze in Verbindung mit dem Anstreben einer anderen Republik.'“

Der Verfassungsschutz sollte also nach Ansicht dieses Experten gegen „Geschichtsrevisionismus“ und die „Relativierung des Holocausts“ vorgehen; man wüsste nur gern, aufgrund welches Verfassungsartikels. Außerhalb von totalitären Gesellschaften gehört der Revisionismus zur Historiographie wie der Wandel zum Klima, und die „Relativierung des Holocausts“ – was auch immer damit gemeint sein mag; genügt schon der Hinweis auf die kommunistischen Lager? – ist nicht verboten.

„Ressentiments gegen alle größeren ethnischen und religiösen Minderheiten“ hält Herr Funke ebenfalls für verfassungsschutzrelevant. Wenn die Schlapphüte sich auch noch mit den im Lande grassierenden Ressentiments befassen sollen, müsste die Behörde ihre Planstellen mindestens vertausendfachen. Und gegen welche „größeren religiösen Minderheiten“ hegen und pflegen die rechtspopulistischen Schwefelbuben denn die Ihren? Laut Funke gegen alle größeren. „Entfesselt“ die AfD „Ressentiments“ gegen Hindus? Gegen Buddhisten? Gegen die orthodoxe Kirche? Zeugen Jehovas? Shintoisten? Neuheiden? Die grüne Jugend? Und wie verhält es sich mit dem „Antisemitismus“, einem beliebten, aber nach dem regierungsoffiziellen Hereinwinken von Abertausenden darin geschulten religionspädagogischen Fachkräften inzwischen etwas kraftlosen Vorwurf, zumal er sich, an die Adresse der israelfreundlichsten aller Bundestagsparteien gerichtet, in deren Mitte sich die Gruppe „Juden in der AfD“ konstituiert hat, durchaus bizarr ausnimmt.

Wahrscheinlich ist der Herr Funke bloß ein armer Huschel, der an Fascholalie leidet und sich in einer vor Publikum schreibenden Selbsthilfegruppe ähnlich Gehandicapter zu therapieren müht.

Was indes die „andere Republik“ angeht: Die ist bekanntlich nicht zwar unbedingt Regierungsprogramm, aber sturheiles Regierungshandeln.

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6 Kommentare

  1. seit wann ist ein doktortitel, dazu noch einer in einer so hochwissenschaftlichen disziplin wie der politik, ein schutz gegen verbloedung. oder ist es anders herum? ist verbloedung vorraussetzung,, damit jemand das studium dieses faches ergreift? zur sache kann ich nur sagen: wenn der sog. verfassungsschutz die afd ins visir nehmen wuerde, waere das ein grund, diese partei oeffentlich zu unterstuetzen und zu waehlen, wenn man es nicht ohnehin schon taete.

  2. Das ist doch nur Blödsinn was dieser sogenannte Politikwissenschaftler redet. Der soll doch mal konkrete Vorschläge für ein dem 21JH angemessene Politik machen.
    Er soll mal konzentriert lesen und nachdenken John Gray „Politik der Apokalypse“
    dieses dauernde rumwühlen und rum quatschen von der deutschen Vergangenheit ist ja so öde hoch 10.

  3. Er hat einen Doktortitel, hat jahrelang als Professor an einer Universität gelehrt, hat eine vollgestopfte Bücherwand vom Boden bis zur Zimmerdecke – aber was redet er für einen unsäglichen Stuss?

  4. Herr Funke sollte sich lieber mal damit beschäftigen, was der von links unterstützte Abschaum mit gewählten AfD-Politikern macht. Die gehören vom Verfassungsschutz beobachtet und nicht noch von oben bezahlt.

  5. Wenn Her Funke meint, „Ressentiments gegen alle größeren ethnischen und religiösen
    Minderheiten“ seien verfassungsschutzrelevant, meint er wohl auch, Ressentiments gegen alle KLEINEREN ethnischen und religiösen Minderheiten seinen nicht verfassungsschutzrelevant.

    Dazu ist zu fragen:
    1. Wie hält es Herr Funke mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung?
    2. Was sind Ressentiments, die verfassungsschutzrelevant sind?
    3. Sind alle und jegliche Ressentiments verfassungsschutzrelevant?
    4. Wire stellt man fest, wer welche Ressentiments hat?

    Kurz: Herr Funke fordert faktisch eine Gesinnungspolizei, die nach Belieben mit der Behauptung, jemand habe irgendwelche Ressentiments, jeden denunzieren und kriminalisieren kann.

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