Beim Islam hört auch bei Jürgen von der Lippe der Spaß auf

Foto: Imago

Hamburg – Radikale Islamisten haben mit ihrem Terror gegen Künstler, Satiriker und Karikaturisten genau das erreicht, was auch der politische Islam seit Jahren auf gewaltfreie aber bestimmte Art praktiziert. Ihm als sogenannter Religion Respekt verschaffen und  – im Gegensatz zu der christlichen Kirche-  jegliche an Kritik zu unterdrücken. Auch auch Karikaturen, Satire und Witze sind nach dem Willen der Allah-Gläubigen bei Strafe untersagt. Und so teilt auch der Spaßmacher Jürgen von der Lippe mit, Islam-Witze seien für ihn tabu.

Diese Scharia-Lektion hat auch Spaßmacher Jürgen von der Lippe verstanden. Witze über den Islam kommen für ihn niemals in Frage: „Da bin ich nicht genug eingelesen. Aber selbst, wenn ich das wäre, würde ich mich wohl nicht trauen. Da ist mir mein Leben wichtiger als ein guter Gag“, erzählt er der Bild.“

Politisch unkorrekte Witze allerdings müsse ein Komödiant sehr wohl machen. Die sogenannte Political Correctness sei eine der großen Geißeln unserer Tage, so von der Lippe. „Gendersprech ist das eine, deren Kleinlichkeit meiner Meinung nach an den Bereich der Kriminalität grenzt. Bücher wie Astrid Lindgrens ,Pippi Langstrumpf‘, aus dem wir den Negerhäuptling rauspulen sollen, ist das andere. Dann müssen wir auch an die Bibel ran“, meint der 70-jähhrige Entertainer gegenüber dem Springer Blatt.

Islamisten erreichen mit Terror alles – Islamkritiker mit Aufklärung nichts

Der Terror gegen islamkritische Kulturschaffende hat eine lange Geschichte und begann bereits mit dem Todesurteil gegen Salman Rushdie im Jahre 1989, dass laut Tagesspiegel auch vom Liedermacher Cat Stevens unterstützt wurde. Es folgte 2004 der bestialische Mord an Theo van Gogh und Morddrohungen gegen Hirsi Ali. Neujahr 2010 wurde ein Mordanschlag auf den dänischen Zeichner der Mohamed Karikaturen Kurt Westergaard verhindert. Als im gleichen Jahr der Däne in Potsdam für seine Zivilcourage sogar von Merkel einen Medienpreis überreicht bekam, stieß dies auf heftige Kritik des Zentralrates der Muslime. Was einige Rückschlüsse und Fragen aufwirft. 2013 gab es einen Anschlagversuch auf den dänischen Karikaturisten Lars Hedegaard. Höhepunkt des Terrors war der Anschlag gegen das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris mit 11 Toten, dessen Jahrestag sich morgen zum vierten Mal nähert.

Fazit: Islamistische Terror lohnt sich. Durch die Angriffe auf Kulturschaffende wurde auch die bislang freie Kultur des Westens ganz im Sinne des politischen und moderaten Islams verändert. Die bereits im Mittelalter einsetzende, von der Aufklärung fortgeführten und spätestens seit dem 19. Jahrhundert geltende Regel, dass auch Religion und deren Träger mitunter beißender Kritik ausgesetzt werden dürfen – Beispiel Decamerone, Simplizissimus usw. – wird ganz im Sinne des moderaten Islams abgeschafft. Natürlich distanzieren sich etablierte Muslime vom Terror, aber in Wahrheit ist der Terror ein geeignetes Mittel, um mit dem Druckmittel der Angst eine Gesellschaft ganz im Sinne der Scharia zu verändern. Wer umgekehrt den Terror mit dem Islam in Verbindung bringt wird inzwischen von Scharia-hörigen Richtern zu horrenden Geldstrafen verurteilt. Der Trend, die Opfer ganz im Sinne muslimischer Täter nochmals zu bestrafen, setzte bereits nach dem Mord an Theo van Gogh ein, als Hirsi Ali ihre niederländische Staatsangehörigkeit verlor und politisch für vogelfrei erklärt wurde. (KL)

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