Keine „Priorität“ für die Polizei: Junger Mann von vier Asylbewerbern zusammengeschlagen

Polizei (Bild: shutterstock.com/Screenshot)
Polizei (Bild: shutterstock.com/Screenshot)

Thüringen/ Meinigen – Bereits Anfang Oktober des vergangenen Jahres wurde ein junger Mann von vier „Personen“ angegriffen und gebissen. Die Polizei traf erst 45 Minuten später ein. Das Opfer veröffentlichte die Bilder seines zerschundenden Gesichts zu Weihnachten auf Facebook. Die Polizei teilte auf Nachfrage mit, die Prügelattacke hätte keine Priorität gehabt. 

„Als ich am Abend des 5. Oktobers im Meininger Neubaugebiet unterwegs war, wurde ich von einem ,neudeutschen Mitbürger‘ im Vorbeilaufen als schwul bezeichnet“, schreibt Tommy Voigt aus Meiningen auf seinem Facebookeintrag. In der Folge sei es zu einem Wortgefecht gekommen, und er hätte die Polizei gerufen. „Auch nach sage und schreibe 45 Minuten war keine Polizei da“, schreibt Voigt weiter. Inzwischen sei er von vier nichtdeutschen Männern umringt gewesen. Nachdem er sich geweigert habe, einem von ihnen die Hand zu geben, hätte er Ohrfeigen bekommen.

screenshot Facebook
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„Einer wollte mir die Nase und das Ohr abbeißen“

„Die vier Personen sind auf mich losgegangen, schlugen und traten mich. Einer hat mir in die Nase gebissen und wollte mir noch das Ohr abbeißen.“ Nach ein bis zwei Minuten seien die Angreifer geflüchtet, die Polizei sei erst vor Ort gewesen, nachdem der Krankenwagen den Verletzten ins Krankenhaus gebracht habe. Das sein eine Stunde nach dem Notruf gewesen.

Nachdem ihm mehrere Personen dazu geraten hätten, habe er sich nun dazu entschlossen, den Beitrag auf Facebook zu verfassen.

Polizei befindet angesichts brutaler Schläger „Keine Priorität“ 

Die Thüringer Allgemeine Zeitung berichtet ebenfalls über die migranische Attacke und fragte bei der Polizei nach dem Tathergang und warum die Beamten erst 45 Minuten nach dem Notruf zu Stelle waren.

Die Landespolizeiinspektion in Suhl bestätigte sowohl den Eingang des Notrufs sowie dass es zum benannten Zeitpunkt zu „Streitigkeiten zwischen mehreren Jugendlichen“ gekommen sei, bei dem sich eine Schlägerei angebahnt hätte. Nach dem Ermittlungsstand der Polizei seinen an der Auseinandersetzung ein junger Mann aus Meiningen und seine 17-jährige Begleiterin sowie vier nichtdeutsche Männer beteiligt gewesen. Tatsächlich sei ein Mann an der Nase verletzt worden, auch die junge Frau habe Verletzungen davon getragen, teilte die Polizei weiter mit. Bei den mutmaßlichen Tätern habe es sich nach bisherigem Kenntnisstand um drei afghanische Männer im Alter von 22 und 23 Jahren und um einen 16-jährigen syrischen Jugendlichen gehandelt. Gegen die vier werde wegen Körperverletzung ermittelt.

„Zum Zeitpunkt des Notrufeinganges befanden sich alle im Dienst befindlichen Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Schmalkalden – Meiningen in priorisierten gefahrenabwehrenden Einsätzen im Zuständigkeitsbereich“, so die Polizei zu dem Umstand, dass auf von Bürgern abgesetzte Notrufe erst nach einer knappen Stunde reagiert wird. Im konkreten Fall habe der „Inhalt des Notrufes zum benannten Zeitpunkt keine Priorisierungsveränderung in der Abarbeitung der Einsätze“ zugelassen“. (SB)

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