Sea-Watch „Flüchtlinge“ – Marburg schreit „Hier her“

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Die hessische Stadt Marburg möchte zu gern 32 Migranten, die vom deutschen NGO-Schiff Sea-Watch3 im Mittelmeer an Bord genommen wurden, einen „sicheren Hafen“ bieten. Der Marburger Oberbürgermeister bittet den Bundesinnenminister um Hilfe für sein Vorhaben.

„Nach unserer Überzeugung und dem geltenden Recht müssen Menschen, die in Seenot geraten, gerettet werden – egal, aus welchen Gründen sie auf dem Meer sind“, erklärte laut Focus SPD-Oberbürgermeister Thomas Spies in seinem Brief an Horst Seehofer.

Das rund 80.000 Einwohner zählende Marburg ist mit seiner Bereitschaft die Stadt mit weiteren Migranten zu „bereichern“ nicht allein. Im vergangenen Sommer hatten sich bereits Köln, Bonn und Düsseldorf in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel bereit erklärt, sogenannten Bootsflüchtlinge eine neue Heimat zu bieten.

In der Aktion „Sichere Häfen in Deutschland“ hatten sich daraufhin 29 weitere Kommunen aus zwölf Bundesländern der Erklärung angeschlossen.

Die „Sea-Watch 3“ hatte die illegalen Einwanderer am 22. Dezember vor der libyschen Küste „gerettet“ und ist seitdem auf der Suche nach einem Land, das bereit ist, ihr die menschliche Fracht abzunehmen. Malta und Italien weigern sich, die selbsternannten Seenotretter in ihren Häfen anlegen lassen. Auch die EU-Staaten konnten sich bisher nicht auf eine Verteilung der Bootsflüchtlinge einigen. (MS)

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