Mörderische IS-Schwestern stricken am heimischen Herd an Hass-Netzwerken

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Wieder in Deutschland: IS-Anhängerinnen (Symbolfoto:Durch meunierd/shutterstock)

Düsseldorf – Zögerliche Verfolgung, großzügige Rückführung, offene Grenzen und Willkommenskultur machen es möglich. Immer mehr IS-Terrorfrauen sind zurück in Deutschland und erziehen nun ihre Kinder zum Hass. Inzwischen warnt der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz in einem vom Domradio wieder gegebenen dpa-Bericht vor den fanatischen Frauen der Szene.

So schreibt die Behörde: Salafistinnen seien „zunehmend gewaltbejahend und gewaltbereit“. Sie erzögen nicht nur ihre Kinder zu einer neuen Generation von Salafisten: „Sie schrecken im Zweifel auch nicht davor zurück, selbst als Attentäterinnen aufzutreten.“

Bereits seit einem Jahr gäbe es ein islamistisches „Schwestern-Netzwerk“. Dies sei inzwischen auf 40 bis 50 Frauen angewachsen und breite sich länderübergreifend aus. Es habe ein komplettes salafistisches Programm im Angebot – von der Kindererziehung über das Kochen bis zur Hetze gegen „Nichtgläubige“. Die linksgrünen Jugendämter sehen dem Treiben macht und tatenlos zu, da ihnen ohnehin die Hände gebunden sind.

Von Anfang an spielen Frauen beim Im und Export des IS-Terrors eine wichtige Rolle: Von rund 1000 deutschen Islamisten, die nach Syrien ausreisten, waren etwa 200 Frauen. 50 von ihnen sind inzwischen wieder zurück. „Nach dem Wegfall einer größeren Anzahl von Männern innerhalb der Szene sei eine Stärkung der Rolle von Mädchen und Frauen wahrscheinlich“, warnt der NRW-Verfassungsschutz.

Die Propaganda der „Glaubensschwestern“ wird in geschlossenen Gruppen etwa des Messenger-Dienstes Telegram verbreitet. Sie tragen Namen wie „OneRoseForYou“ oder „FreeOurSisters“.

Bei ihren Aktionen spielen die Frauen oft Scharia-Polizistinnen: So stand auf einem Fleyer, der jungen Musliminnen zugesteckt wurde: „Oh Schwester, bedecke dich“. Sitzt das Kopftuch locker, sind die Körperkonturen unter der Kleidung zu erkennen, stößt das den Fundamentalistinnen sauer auf.

Laut Berichten einer Beratungsstelle steigen junge Frauen und Mädchen oft schon mit 13 oder 14 Jahren in die Salafisten Szene ein. Es sind vor Allem Deutsche. Von neun Frauen in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen, stammen nur zwei aus rein muslimischen Familien. Fünf seien Konvertitinnen, zwei bikulturell geprägt.

Das Problem ist der unfähige „Rechtsstaat“

Dass sich Deutschland mit diesen Frauen einer latenten Gefahr aussetzt, die unnötig Kräfte bindet, ist wie auch in anderen Fällen auf das Versagen der Justizbehörden und der Politik zurückzuführen. Es gäbe, so Gerwin Moldenhauer von der Bundesanwaltschaft, besondere rechtlichen Schwierigkeiten, die Fanatikerinnen zu belangen. Laut Bundesgerichtshof ist das freiwillige Leben im IS-Kalifat nicht als Mitgliedschaft in der Terrorgruppe IS zu werten. Entsprechend kam eine Syrien-Rückkehrerin straffrei davon. Die meisten IS-Kriegsverbrecher haben sich oft bei ihren Gräueltaten fotografiert. Die Fotos dienen dann als Beweismittel. Das ist bei vollverschleierten Frauen schwierig. In einem Fall sei eine Islamistin nur deshalb überführt worden, weil sie im Internet mit einem Sprengstoffgürtel Anschläge verherrlicht habe. (KL)

 

 

 

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