Miese Instrumentalisierung von Ambergs CDU-OB

Michael Cerny (Bild: Pressebild Amberg)
Michael Cerny (Bild: Pressebild Amberg)

Bereits unzählige Male vor „den Vorkommnissen“ in Amberg wurde durch politisch Verantwortliche das immer gleiche Programm abgespult. Einer, der die Schmierenkomödie – flankiert durch Betroffenheitsbekundungen und Instrumentalisierungswahrungen – perfekt beherrscht ist der CSU-Parteisoldat und Oberbürgermeister von Amberg, Michael Cerny. 

„Es spielten sich erschreckende Szenen ab. Menschen versuchten zu entkommen, wurden aber eingeholt, teilweise zu Boden geschleudert, geprügelt und getreten, bevor sich das Quartett weiter Richtung Altstadt bewegte.“ Auf gut Deutsch: In Amberg fanden Hetzjagden statt. Reale, nicht wie in Cottbus herbei phantasierte Hetzjagden. Veranstaltet von Angela Merkels Schutzsuchenden – in diesem Fall vier jungen, mutmaßlich muslimischen Männern aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – die Einheimischen durch Amberg jagten und prügelten.

Der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny, CSU, trägt sein Entsetzen über die Auswüchse jener Politik, die er munter nach wie vor mitträgt, zu Markte und lamentiert auf Facebook im gewohntem Stil. Ebenso zeitnah kommt der kleine Parteisoldat mit den alt bekannten Worthülsen um die Ecke, die in Anbetracht der immer ausufernden Migratengewalt mittlerweile mehr als nur Unverständnis hervorrufen. Cerny postet auf Facebook im Brustton der Überzeugung, dass die Tat natürlich nicht verallgemeinert werden dürfe, in der Gänze haben diese Idioten aber auch den friedlichen und engagierten Asylbewerbern einen Bärendienst erwiesen.

„Schockiert“ zeigt sich der CSU-Populist über die „sehr grenzwertigen Reaktionen“ im Kommentarbereich seiner Facebook-Präsenz. „Einige Kommentare waren aber mehr als heftig und jenseits des demokratischen Konsenses. Das hat mich ehrlich gesagt auch schockiert, auch die Art und Weise, wie versucht wird, diese schreckliche Tat politisch zu instrumentalisieren“, so der Saubermann.

Der durch marodierende Migranten ins mediale Rampenlicht geschubste Amberger OB nützt sodann die Gunst der Stunde und tritt bei einem n-tv Interview nach dem verhassten politischen Gegner. Dem Vorwurf, dass auch seine Partei „solche Themen“ gelegentlich instrumentalisieren würde, verwehrt sich der CSU-Funktionär und schwenkt auf die Populisten-Zielgerade ein, indem er wahrheitswidrig behauptet: „Wenn Sie mich nach dem Unterschied zwischen AfD und CSU fragen, dann kann ich nur sagen: Da ist ein himmelweiter Unterschied. Die CSU versucht, auf dem Weg der Rechtsstaatlichkeit die passenden Antworten zu finden. Das kann ich bei der AfD nicht sehen“.

Dass der OB damit selber dieses schreckliche Ereignis instrumentalisiert, um gegen die unliebsame Konkurrenz zu stänkern, fällt ihm wahrscheinlich gar nicht auf.

Während CSU-Cerny noch damit beschäftigt ist, sich wegen eventueller Vorurteile gegenüber Merkels Gästen zu sorgen und zeitgleich auf die AfD eindrischt, machen sich andere – wie das Magazin fisch+fleisch – darüber Gedanken, was die vier jungen Männer aus Syrien, Afghanistan und dem Irak dazu getrieben haben könnte, unschuldige Bürger dieses Landes zu demütigen, zu hetzen und ins Krankenhaus zu prügeln. Fazit: „Was wir hier erlebt haben, ist der pure Hass und die Ablehnung westlicher, demokratischer und freiheitlicher Gesellschaften. Diese Typen verachten das Land und die Gesellschaft, die sie aufgenommen hat. Hier ist genau das passiert, was man im Zusammenhang mit Chemnitz immer nur erzählt hat: Vier Personen reichen, um einen gemeingefährlichen Mob zu bilden, der aus rassistischen Motiven die Menschen und die Kultur dieses Landes angreifen und bedrohen.“ (SB)

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