Grüne Sportsenatorin will sexuelle Identität im Spitzensport thematisieren

Anja Stahmann (Bild Pressefoto)
Anja Stahmann (Bild Pressefoto)

Bremen-  Die grüne Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann weiß, was die dringenden Themen dieser Zeit sind. Die Vorsitzende der „Konferenz der Sportministerinnen und -minister“ (SMK) will die sexuelle Identität im Spitzensport thematisieren. Für die Grüne gibt es noch viel zu wenig Hitzlspergers, die mit ihrer Sexualität hausieren gehen. Das muss sich ändern.

Anja Stahmann, die studierte Sozialwissenschaftlerin mit Zusatzausbildung zur Theaterpädagogin und mit Berufserfahrung bei der Naturfreundejugend Bremen, wird in Anbetracht ihrer Köperfülle mutmaßlich ihren Job als Bremer Sportsenatorin nicht aufgrund von einschlägigen, sportlichen Erfahrung bekommen haben. Vielmehr wohl, weil die Grüne ganz nah am politischen Puls der Zeit zu sein scheint und offensichtlich weiß, was die wirklichen, die dringenden Themen der Gegenwart sind.

Bislang habe sich in der Fußball-Bundesliga nur Thomas Hitzlsperger geoutet. Aber so Stahmann:  „Gibt es keine Homosexualität im Profi-Fußball? Oder verstecken die Spitzenspieler ihre sexuelle Identität aus Angst vor Ausgrenzung?“

Und deshalb will sich die Senatorin für Sport, die zum Jahreswechsel auch noch den Vorsitz der „Konferenz der Sportministerinnen und -minister“ (SMK) übernommen hat, dafür einsetzen, dass „offener über sexuelle Identität im Spitzensport gesprochen wird“, berichtet der Dlf24.

Zudem gibt es nach Ansicht der grünen Prachtwumme auch Gesprächsbedarf, was die Unterteilung nach Frauen und Männern angeht: „Wir kommen zunehmend zu der Erkenntnis, dass es auf dieser Welt nicht nur zwei Geschlechter gibt“. Die Konsequenzen seien aber für den Sport bislang kaum überdacht worden. Vor wenigen Tagen hatte sich die Tennis-Legende Martina Navrátilová eine „blutige“ Nase geholt, als sie kritisierte, dass Männer, die sich als Frauen ausgeben an Frauen-Wettbewerben teilnehmen dürfen. Das sei „unfair“ so die 62-Jährige (jouwatch berichtete).

Wann begreifen die Grünen endlich, dass Sport sich nicht nur auf Umkleidekabinen und Duschen beschränkt und dass es für Sieger und Verlierer keine Rolle spielt, mit wem der Gegner in seiner Freizeit ins Bett steigt. (SB)

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