Jean-Claude „Druncker“ nutzt weiter fleißig den Privatjet auf Steuerzahler-Kosten

screenshot YouTube
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„Ischiaspatient“ Jean-Claude Juncker hat für nahezu die Hälfte aller seiner Flüge im vergangenen Jahr den komfortablen Privatjet genutzt – was den europäischen Steuerzahler Hunderttausende gekostet hat. 

Eigentlich sind Flüge mit dem Privatjet nach den EU-Regeln nur erlaubt, wenn keine günstigeren Linienflüge zur Verfügung stehen. „Na und, was kümmern mich die Regeln“, scheint das Motto des EU-Kommissionspräsidenten zu sein, der wie Butler Freddy Frinton aus dem Sylvester-Schwank Dinner for One über die europäische Bühne stolpert.

Für 21 seiner 43 offiziellen Reisen zwischen Januar und November des gerade vergangenen Jahres charterte Jean-Claude den Privatflieger, um von A nach B zu kommen, enthüllt jetzt MailOnline.

Allein ein Nachtflug nach Tunesien, wo der 64-Jährige im Oktober mit tunesischen Offiziellen verschiedene Projekte zwischen dem nordafrikanischen Land und Europa besprach, habe mit rund 36.500 Euro zu Buche geschlagen. Die genaue Höhe wollte die EU-Kommission nicht bekannt geben, sie bestätigte aber, dass Juncker mit einer 13-köpfigen Delegation geflogen war und die Flugkosten durchschnittlich 2.600 Euro pro Person betragen hätten.

Darüber hinaus wolle Stolper-Juncker, der nach einer Gehaltserhöhung fast 400.000 Euro Jahresgehalt kassiert, Hotelkosten in Höhe von rund 470 Euro sowie eine Tagesgeldpauschale von rund 50 Euro erstattet haben.

Die Kosten für einen kurzen November-Trip nach Helsinki, wo er begleitet von einer 11-köpfigen Delegation zu einer Konferenz aufschlug und mit anderen Politikern zu Abend aß, beliefen sich auf knapp 26.000 Euro. Was da genau Tausende gekostet hat, will die EU-Kommission nicht sagen, gab aber Reisekosten von etwas über 2000 Euro pro Person zu.

Die teuerste „Druncker“-Reise war ein eintägiger Besuch in Madrid für einen Vortrag und ein Treffen mit dem spanischen König Felipe VI. Hier werden dem Steuerzahler mehr als 7.450 Euro in Rechnung gestellt – Kosten für den Privatjet nicht mitgerechnet.

Und so geht es lustig weiter: Vier Übernachtungen im Westbalkan machen mal eben 7.050 pro Person. Allein sechs Mal zog es den amtierenden EU-Kommissionspräsidenten ins benachbarte Deutschland zu „Veranstaltungen“, „Vorträgen“ und „Arbeitsessen“ mit Busen-Freundin Angela. Ein teurer Spaß für den unter der Abgabenlast ächzenden Normal-Europäer.

Bereits im August 2017 sorgte Viel-Flieger Juncker für Aufsehen. Damals charterte er für ein nur zweistündiges informelles Meeting mit dem italienischen Premierminister Matteo Renzi einen Privatjet und flog von Brüssel nach Rom. Kosten – schlappe 25.000 Euro (jouwatch berichtete).

Den Briten kommen solche Nachrichten über die Verschwendung seitens der EU auf den letzten Metern zum Brexit, der sie, wenn es nach dem Willen von Juncker und Co geht, mehr als 40 Milliarden Euro „Scheidungs-Strafe“ kosten soll, gerade recht.

Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass die EU britische und europäische Steuergelder verschwende, stellte der Tory-EU-Abgeordnete David Campbell Bannerman, der das Verhalten des EU-Kommissionspräsidenten ein „Rätsel“ nannte und eine Untersuchung seitens der EU fordert, fest.

Juncker selbst hatte in seiner jährlichen Rede zur Lage der EU im vergangenen Jahr wieder einmal eindringlich vor dem Klimawandel gewarnt. Die Europäer würden künftigen Generationen einen sauberen Planeten hinterlassen wollen, tönte Jean-Claude 2018 großspurig. Nach Angaben der Klimawandel-Prediger heizen besonders die Emissionen aus dem Luftverkehr die Erderwärmung an.

Auf Nachfrage der Daily Mail hieß es gestern aus Brüssel, die EU-Kommission sei „eine der transparentesten Verwaltungen der Welt“. Delegationen, die aus mehreren Personen bestehen, würden die Privatjets nutzen, um die Kosten pro Kopf zu senken.

„Die Kommission verfügt über Regeln, die sicherstellen, dass wir unsere Arbeit – einschließlich Reisen – so kostengünstig wie möglich durchführen. Wie wir den EU-Haushalt ausgeben, wird jährlich vom demokratisch gewählten Europäischen Parlament kontrolliert“, behauptete ein EU-Sprecher. (MS)

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