Der deutsche Wahnsinn – Der Jouwatch-Jahresrückblick 2018

Max Erdinger

Foto: Collage

Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen, 2018 geht zu Ende. In Merkel-Deutschland gilt: Die Rückschau ist schöner als die Vorschau, denn schlimmer geht immer.

Das Wichtigste zuerst: Am zentralen Thema des Jahres hat sich auch 2018 nichts geändert. Die Einwanderung nach Deutschland, und mit ihr eine ausufernde Kriminalität, führte auch dieses Jahr zu täglichen Horrormeldungen, jede einzelne davon untrennbar verknüpft mit der personifizierten Heimsuchung im Kanzleramt, Königin Angela und ihrem Hofstaat, dem Kabinett Merkel IV.

Wieviele Deutsche dieses Jahr ihr Leben auf dem Altar der Merkelschen Überzeugungen lassen mussten, steht noch nicht fest; der letzte Tag des Jahres fing gerade erst an. Aber es gibt eine Zahl aus dem Vorjahr, veröffentlicht im Juni 2018. Demnach wurden im Jahr 2017 knapp 40.000 Deutsche zu Opfern migrantischer Straftaten, also etwas mehr als 100 pro Tag. Auf Seite 54 des entsprechenden Berichts aus dem Bundeskriminalamt heißt es wortwörtlich: „Unter den insgesamt 95.148 Opfern von Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern befanden sich 39.096 Deutsche und damit deutlich mehr als noch im Vorjahr (2016: 31.597). Der Anteil der Deutschen liegt somit bei 41 %. ( … ) Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen fielen 112 Deutsche einer Straftat zum Opfer, an der mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war (2016: 86). 13 Opfer wurden dabei getötet“.  Damit ist die Zahl der deutschen Zuwanderer-Opfer innerhalb eines Jahres um 30 Prozent gestiegen. Ob es sich dabei um einen Trend handelte, der sich 2018 fortgesetzt hat, werden wir nächstes Jahr erfahren.

Der Januar

Schloß Neuschwanstein im Januar 2018 – Foto: Tobias Erdinger

Der Januar ging los mit Merkels Neujahrsansprache. So wird es auch morgen wieder sein und es wird im Wesentlichen dasselbe Geschwätz werden wie jedes Jahr. Vor zwölf Monaten hatten wir noch eine geschäftsführende Regierung, die damals bereits seit über zwei Monaten mit Koalitionsverhandlungen beschäftigt gewesen ist, welche dann noch knapp drei weitere Monate andauern sollten. Die SPD hatte nach eigener Auskunft „kein Mandat“, sich an einer Regierungskoalition zu beteiligen. Dafür hatte sie gute zwei Monate später plötzlich eine „staatspolitische Verantwortung“, weil Herrn Steinmeier eine staatstragende Phrase eingefallen ist, nachdem er durch seinen Jobwechsel vom SPD-Außenminister zum neutralen Bundespräsidenten geworden war. Was im Januar noch niemand wissen konnte, das ist also gewesen, daß die „staatspolitische Verantwortung“ jedes fehlende Mandat sticht.

Zum Anfang des Jahres bestand noch Hoffnung, daß die Einsicht reifen könnte, um wieviel leichter Koalitionsverhandlungen zu führen wären, wenn endlich Merkel weg vom Fenster wäre. Sie reifte aber nicht. Einen Zustandsbericht über die Bundesrepublik zum Jahresbeginn 2018 gab es hier zu lesen. Aufgeflogen ist im Januar 2018 außerdem das CDU/CSU-Theater um eine Einigung bei der sog. „Obergrenze“. Ausgerechnet der krachend gescheiterte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, stellte die beiden Volkstäuscher Merkel und Seehofer bloß.

Ebenfalls im Januar trat das Zensurgesetz namens NetzDG vollumfänglich inkraft und -zigtausende von politisch Interessierten in den sozialen Netzwerken wurden ihres grundgesetzlich verbrieften Rechts auf freie Meinungsäußerung beraubt. Bald jede unliebsame Meinungsäußerung in den sozialen Netzwerken bekommt seither das Etikett „Hate-Speech“ verpasst und verschwindet im digitalen Nirwana.

Februar

Burgbernheim im Februar – Foto: Max Erdinger

Im Februar hat der Medien-Mainstream ein thematisches Problem, mit dem er merkelaffin fertig werden muß, ohne daß ihm dabei die üblichen Etiketten „Nationalismus“ und „Rechts“ zur Stigmatisierung von Deutschen zur Verfügung stehen. Es geht um den Begriff „Heimat“. Merkel schüttelt für den pseudorenitenten Innenminister Seehofer ein „Heimatministerium“ aus dem Ärmel, um das fragil gewordene Unionskonstrukt CDU/CSU inmitten der noch immer laufenden Koalitionsverhandlungen nicht zu gefährden. Die Heimat ist plötzlich in aller Munde, und beim internationalsozialistischen Mainstream herrscht Alarmstufe Rot(h).  Ein ZEIT-Schreiber plädiert sogleich dafür, das Wort „Heimat“ dem „rechten Rand zu überlassen“. Jouwatch geigt dem heimatlosen Zeitgeistler die bodenständige Meinung. Zum Ende des Jahres ist der Begriff „Heimatministerium“ allerdings wieder in der Versenkung verschwunden. Niemand redet mehr davon und Horst Seehofer wird von absolut niemandem mehr ernstgenommen.

Ebenfalls im Februar blamiert sich die bärtigste Blondine Deutschlands bei ihrem Kampf gegen die Vernunft im Bundestag bis auf die Knochen. Antonia Hofreiter verrät in Ermangelung anderer Quellen, wo sie ihre Weisheiten her hat: Aus der Zeitung, z.B. aus der Süddeutschen. Seither darf sich der gemeine Zeitungsleser für geeignet halten, Reden im Bundestag zu halten.

März

Burgbernheim im März – Foto: Max Erdinger

Nach einem weitgehend schneelosen Winter wird die Landschaft zwei Tage vor Frühlingsbeginn von einer geschlossenen Schneedecke ganz weiß.

Ein verhandlungsreiches halbes Jahr ist gemeistert. Endlich steht die neuerliche GroKo, kein Stück besser als die alte. Jamaika war nach dem Ausstieg der FDP aus den Verhandlungen gescheitert. Merkel wurde wieder als Kanzlerin bestätigt, doch die wichtigsten Glückwünsche aus dem Ausland blieben aus, weswegen das Ausland schließlich auch so heißt. Dort verfügen die Staatschefs noch über Charakter und Ehrgefühl. Der Zensurmini Maas, noch kleiner als seine Schrumpfpartei SPD, wurde zum Außenmini und ward seither kaum noch gesehen.

In Neubrandenburg kommt es zu einem Angriff arabischer Clan-Mitglieder auf ein Polizeipräsidium, im mittelfränkischen Schwabach werden zwei Polizeibeamte von vier afghanischen Jugendlichen krankenhausreif geprügelt. Merkelland kehrt zu seiner bleiernen Normalität zurück, was sich u.a. auch daran zeigt, daß sich der erste Kindergarten weigert, das Osterfest mit den Kleinen zu feiern. So ging es dann auf in den eierlosen Frühling.

April

Der Brombachsee im April – Foto: Max Erdinger

Aus Ungarn kommen warnende Worte. Es geht um eine „Weltregierung„, die es zu verhindern gilt. Der Sprecher der ungarischen Nationalversammlung, László Kövér, erklärt, neue Technologien und Regierungsideologien zielten darauf ab, Gesellschaften ohne eigene Identität zu erschaffen. Über diejenigen, die eine solche Weltregierung herausbilden wollen, also auch unsere Bundeskanzlerin, sagt Kövér: „Sie wollen Leute ihrer religiösen, nationalen, familiären und sogar sexuellen Identität berauben, damit sie nicht länger dazu in der Lage sein sollen, ihre eigenen Interessen zu erkennen, sie auszudrücken oder ihre Durchsetzung voranzutreiben.“ Im April wird unmißverständlich klar, daß wir Deutsche sehr viel besser dran wären, wenn wir von Budapest aus regiert werden würden.

Außerdem gibt es eine Diskussion darüber, ob die milliardenteure Bauruine des Berliner Flughafens, jene in den märkischen Sand gesetzte Versinnbildlichung der deutschen Misere, komplett abgerissen und neu gebaut werden soll.  Für die Bundeswehr werden Schwangerenuniformen angeschafft und Ursula von der Leyen wird in ihrem Amt peinlicher als je zuvor.

In London gibt es bereits das sechzigste Opfer der epidemisch gewordenen Messerstecherei. Bis zum Jahresende sollten es knapp 200 werden. Im deutschen Moers wird ein Kind niedergestochen. In Berlin trifft die SPD die notwendigen Vorbereitungen, um sich selbst gar abzustechen: Andrea Nahles wird neue Parteivorsitzende.

Mai

Rothenburg o.d. Tauber im Mai – Foto: Max Erdinger

Der Grünen-Chef Robert Habeck stellt die gewagte Behauptung auf, daß es gar kein Volk gebe und untermauert so die These, daß Angela Merkel eigentlich eine grüne Kanzlerin sei, welche die CDU als ein Vereinigung von Sänftenträgern ihrer Hoheit zweckentfremdet. Derweilen müht sich eine sogenannte Extremismusforscherin namens Julia Ebner, die „Marke Nazi“ neu zu definieren. Auch der Monat Mai verdeutlicht eindringlich, womit das deutsche Volk in Form seiner politischen-medialen Klasse geschlagen ist. Alice Weidel von der AfD bringt den Sachverhalt im Bundestag auf den Punkt: „Dieses Land wird von Idioten regiert!„. Prompt wird sie zur beliebtesten Politikerin bei Facebook und die AfD zieht gegen Merkels „Herrschaft des Unrechts“ vor das Bundesverfassungsgericht. Derweilen taucht Merkel im BAMF-Skandal ab. Das Bundesamt für Migration hatte fälschlicherweise tausende von Asylgesuchen positiv beschieden.

In Frankreich kommt es zu den ersten Massenprotesten gegen Präsident Macron, zu der Zeit allerdings noch ohne gelben Westen.

Juni

Burgbernheimer Kirschen im Juni – Foto: Max Erdinger

Der Juni wird zum Monat der Geflügelkacke. Wochenlang echauffiert sich der gesamte Medien-Mainstream über Alexander Gaulands Vogelschiss-Vergleich in einer Manier, daß man hätte glauben können, der leibhaftige Adolf sei wieder auferstanden. Nicht, daß das in irgendeinem Monat anders gewesen wäre, aber im Juni ist der größte Auferstehungs-Skeptiker kurz davor, sich resigniert überzeugen zu lassen. Jouwatch rät zur bedingungslosen Vorwärtsverteidigung mit kulinarischen Methoden. Das segensreiche Potential des Ratschlags wird aber von der AfD nicht richtig erkannt, weswegen die vorgeschlagene Vorwärtsverteidung unterbleibt und sich die AfD beim Thema Geflügelkacke bis heute in der Defensive befindet.

In frühsommerlichen Frankreich kapituliert Jüngling Macron derweilen vor der Migrantengewalt, was den deutschen Innenhorst mit großer Sorge erfüllt. Zugleich gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer, was die leidige Integration Kulturfremder angeht: Der viel- und offenbar zu Unrecht gescholtene Echo-Preisträger Farid Bang überrascht mit der Einsicht, daß auch Frauen Lebewesen sind. In Malta steht endlich einer der Migranten-Schlepper vor Gericht, der Kapitän des deutschen „Rettungsschiffs Lifeline“, Claus Peter Reisch. Er weiß gar nicht, wie ihm geschieht und fragt sich: „Sind wir nicht alle ein bißchen Merkel?„. Offensichtlich nicht, denn die „Seenotrettung“ hat insgesamt ein sommerliches Image-Tief, während in Mitteleuropa das Sommerhoch seinen Lauf nimmt und eine arge Hitzwelle beginnt, die monatelang anhalten wird. Die Deutschen sind überzeugt, daß es sich um die Klimakatastrophe handelt und daß wir alle sterben werden, sollten wir nicht vorher erstochen oder überfahren werden.

Derweilen verbreitet das ZDF zum ersten Mal Fake-News über Jouwatch.

Juli

Der Eichenberger Weiher im Juli – Foto: Max Erdinger

Die Hitze dauert schon eine ganze Weile an, als in der GroKo das zentrale Steuergerät durchschmort. Die Regierung plant eine Wahlrechtsänderung, damit die Hirnverbrannten nicht nur gewählt- , sondern auch noch selber wählen dürfen. 80.000 Behinderte, die einen Vormund haben und bisher vom Wahlrecht diskriminiert worden sind, sollen endlich ihre Kreuzchen auf dem Wahlzettel machen dürfen. Unterdessen trocknet das letzte Feuchtgebiet gar aus und sattelt um von Pornographie auf Philosophie: Charlotte Roche wird Tierfeministin.

Bei der SPD will derweil eine der notorischen Trockendatteln einen der beiden wahren Experten der Partei zum Thema Islam & Migration, den verdienstvollen Ex-Bundesbanker und Bestsellerautoren Thilo Sarrazin, aus dem esoterischen Sozenclub werfen. Heinz Buschkowsky kommt erst später dran. Bei der SPD liest nämlich keiner mehr etwas, weil ohnehin schon alle besser Bescheid wissen als der Rest des ignoranten Volkes. Liane Bednarz beklagt sich im Tagesspiegel währenddessen darüber, daß die Rechten in Deutschland enge Meinungskorridore schaffen. Das bestätigt mitten in der Sommerhitze den Autoren dieses Jahresrückblicks in seiner längst gewonnenen Überzeugung, daß es im allgemeinen fatal sein könnte, auf die Frauenrede etwas zu geben, sobald es um öffentliche Angelegenheiten geht. Die Bundesregierung schwimmt im Juli nicht im kühlenden Badesee, sondern im Geld. Die Umweltprämie, die sie für den Kauf von E-Autos anpreist wie Sauerbier, wird kaum in Anspruch genommen.

Die Grünen sind im Juli bei aller Hitze recht fleißig und identifizieren emsig die wahren Schuldigen für die gräßliche Klimakatastrophe, die Bauern.

August

Bad Windsheim in der abendlichen Augusthitze – Foto: Max Erdinger

Der August ist der Monat, in dem die Kanzlerin dem verhassten Volk weismachen will, es gebe das Inexistente: Hetzjagden in Chemnitz nämlich. Jouwatch deckt die Berichterstattung um die Ermordung eines jungen Deutschen in Chemnitz samt ihrer Folgen umfangreicher ab, als jedes andere Nachrichtenmagazin – und wird dafür mit über 8 Mio. Seitenaufrufen reichlich belohnt. Klar wird im August, daß die Kategorien von Wahrheit & Lüge überholt sind und Wahrheit nur noch das ist, was die Kanzlerin behauptet. Der Chef des Bundesamtes für den Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen, ist der Erste, der diese schmerzhafte Lektion lernen muß. Er nennt die Kanzlerin indirekt eine Lügnerin und muss für diese Unbotmäßigkeit seinen Hut nehmen. Es hilft aber nichts. Bis heute gibt es keine Hetzjagden in Chemnitz und die Kanzlerin steht noch immer als dreiste Lügnerin da. Das passt aber insofern, als daß Angela Merkel, ebenfalls im August, eine Stippvisite in Afrika unternimmt und von grenzenlos verlogenen Negern am Flughafen von Dakar mit dem Lied „Schöne Maid“ begrüßt wird. Im August wuchs also zusammen, was zusammengehört.

Kaum ist die schöne Maid wieder in Deutschland zurück, wird zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik die Bundespolizei in eines der Länder entsandt, um eine Drohkulisse gegen angekündigte Massenproteste aufzubauen. Der Trachtenverein in Dachau/Obb. wird zielführend schon einmal entwaffnet, indem er ein Messerverbot einstecken – und die Trachtenmesser herausrücken muß. Justizministerin Barley warnt vor der Schaffung rechtsfreier Räume, allerdings nicht etwa deswegen, weil wir schon genügend davon hätten.

Die Neue Weltordnung bekommt in Ungarn eine aufs Dach. Die Regierung Orban schafft die Gender-Studies an ungarischen Universitäten ab.

September

Bei Ickelheim Ende September – Foto: Max Erdinger

Der grüne Parteichef Robert Habeck, der im Mai noch vehement die Existenz eines Volkes bestritten hat, will nun den Begriff der Nation für die Grünen zurückerobern. Derweil barmt der sächsische SPD-Chef Martin Dulig von der Verteidigung der Nation gegen die Rechten – und vor der libyschen Küste steht die EU-Seenot-Rettungsmission „Sophia“ vor dem Aus. In Köthen wird ein Herzkranker von Ausländern zu Tode geprügelt und in den Mainstream-Medien wird erleichtert die Nachricht verkündet, er sei an seiner Herzkrankheit verstorben und nicht an den Schlägen.

Einen Monat nach den Hetzjagden von Chemnitz, die es nicht gegeben hat, werden die Altparteien auch noch dreist:Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann (SPD) hat kein Verständnis für Zweifel des Verfassungsschutzpräsidenten an Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz„. Der Sozen-Beau Johannes Kahrs nennt AfD-Abgeordnete im Bundestag häßlich. Die Partei soll vom Verfassungsschutz überwacht werden. Gottlob ist Maaßen schon so gut wie weg. Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer will einen Grundwortschatz einführen, der als „Deutschkenntnisse“ durchgehen soll.

Lektion des Monats September also: Die Wahrheit scheißt auf das Verständnis eines deutschen Bundestags-Vizepräsidenten, Deutsch ist eine ausdrucksarme Sprache, Kahrs schaut nie in den Spiegel und Herzkranke sterben sowieso. Aaalder …

Oktober

Lenkersheim im Oktober – Foto: Max Erdinger

Der Bundesrechnungshof bescheint der Regierung ein Totalversagen bei der Energiewende. Prompt sorgt sich die Bundeskanzlerin um die Debattenkultur im deutschen Irrenhaus. In Bayern gibt es eine Landtagswahl, bei der die CSU abgewatscht wird und erstmals die Freien Wähler mit an die Regierung kommen, worüber die Grünen stinksauer sind, weil sie mehr Stimmen erhalten hatten als die Freien Wähler. Als ob ein solcher Sachverhalt schon vorher jemals eine Rolle gespielt hätte, wenn es um Koalitionsbildungen ging. SPD-Chefin Nahles will nach dem bayerischen Wahldebakel plötzlich „über alles reden. Über alles„. Unverdrossen geht derweilen die politpsychologische Sezierung der mitteldeutschen Volksseele nach Chemnitz weiter. Diagnose: Die „Ossis“ laborieren an Selbsthaß. Das erspart es den Altparteien im Westen wieder einmal, die Wahrheit zu sagen, welche da gewesen wäre, daß sie selbst die „Ossis“ hassen, weil die Mitteldeutschen sich über Zahlen aus dem westlichen Teil ihres Vaterlandes Sorgen machen: 42 Prozent aller unter Sechsjährigen dort haben bereits einen Migrationshintergrund.

Dem Heinerhofbauern sein Kecht macht sich derweilen schriftlich Gedanken über den ideologischen Restmüll des 20ten Jahrhunderts und findet bei der Gelegenheit mehrere zehntausend Leser, die ihm beim Denken zuschauen. Der Erfinder der Phantasiefigur ist hocherfreut.

Das Wochenblatt „Die Zeit“ widmet sich in einem Artikel den Aufrichtigen in der deutschen Medienlandschaft und läßt einen ihrer Schmähschreiberlinge auf Jouwatch los. „Geschäftsmodell rechte Wut“ heißt das Machwerk, welches von Jouwatch souverän gekontert wird mit dem wesentlich informativeren Artikel zum „Geschäftsmodell: Linker Hass„. Seither ist Ruhe im Karton. „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo steht in einer Ecke seines Büros und schämt sich ununterbrochen.

Gegen Ende des Monats schaut Friedrich Merz unter einem schwarzen Felsen, dem BlackRock, hervor und erzählt etwas vom CDU-Parteivorsitz, den er gern hätte. Alle staunen und preisen ihn als den Rettungsfriedrich vor dem Untergangs-Duo Annegret & Angela.

November

Bad Windsheim im November – Foto: Max Erdinger

Den ganzen November über ist Friedrich Merz Thema in den deutschen Medien. In Frankreich hingegen schockiert der Buchautor Christophe Guilluy mit seiner Prognose, daß die französische Gesellschaft explodieren wird. Am schockiertesten sind die Politiker auch in Deutschland darüber, daß sich kein brauchbares Argument gegen seine These finden läßt, und daß die Zustände in Frankreich durchaus fast 1:1 auf Deutschland übertragbar sind. Bei der „Zeit“ steht währenddessen Giovanni di Lorenzo unverändert schamvoll in seiner Ecke, so daß er nicht mitbekommt, wie Jana Hensel in seiner gräßlichen Zeitung Abschiedstränen wegen Angela Merkel vergießt. Ein widerliches Schriftstück.

Die Verteidigungsministerin kommt wegen der Auftragsvergaben an die BWI immer tiefer in die Bredouille, während der alte Literat Walser mit brüchiger Stimme einen Minnesang auf die Schönheit der Kanzlerin herauskrächzt, und Macron lüstern auf das deutsche Geld schielt.

Gegen Ende des Monats kommt heraus, daß Friedrich Merz zuviel Geld hat, um CDU-Parteivorsitzender zu werden, was ihn außer der Chance auf den Parteivorsitz auch noch die Sympathien deutscher Neidhammel kostet. Sein Scheitern bei der Kandidatur um den CDU-Parteivorsitz zeichnet sich allmählich deutlich ab. Rund um den 1. Advent tauchen dann Bilder vom Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin auf und ganz Deutschland freut sich über „Romantik pur„. Der altbackene Poller wird zum Merkel-Lego, Fachbegriff Moller. Einziger Grund zum Meckern: Die Vorweihnachtszeit 1944 war noch viel romantischer. Ebenfalls gegen Ende des Monats sind es nur noch zwei Wochen bis zur Unterzeichnung des Migrationspaktes in Marrakesch und Jouwatch packt aus mit der ganzen Wahrheit zu diesem übelsten Machwerk seit dem Versailler Vertrag. Den Zugriffszahlen nach liest halb Deutschland die ganze Wahrheit und Thilo Sarrazin sagt sinngemäß, daß Deutschland nicht mehr ganz knusprig sei.

Dezember

Blick ins Aischtal im Dezember – Foto: Max Erdinger

In Frankreich hängt Revolutionsgeruch in der Luft. Anfang des Monats demonstrieren die Gelbwesten das dritte Wochenende und Emmanuel Macron wird mit Ludwig dem XVI. verglichen. Die französische Regierung erwägt, den Ausnahmezustand zu verhängen. Marine le Pen vom Rassemblement National überholt in den Umfragen Emmanuel Macron. In Deutschland wird Annegret Kramp-Karrenbauer Nachfolgerin von Angela Merkel im Amt der CDU-Parteivorsitzenden, Friedrich Merz verliert,  und wenige Tage später kommt heraus, daß die Delegierten beim CDU-Parteitag noch nicht mal über genügend Urteilskraft verfügen, um selbständig über ein Verbot des Wolfsgrußes türkischer Nationalisten abzustimmen. Ein schwerer Schlag für den „Kampf gegen rechts.“ Ausgewetzt wird die Scharte über den Weinbau. Der Zweigelt soll in „Blauer Montag“ umbenannt werden, weil der Namensgeber der Rebsorte, Dr. Friedrich Zweigelt, – dem Wolf zum Gruße – ein gottverdammter österreichischer Nazi gewesen ist.

Beim SPIEGEL fliegt ein preisgekrönter Reporter als Fälscher auf. Claas Relotius heißt der Mann, der dort äußerst erfolgreich auf die Tränendrüsen einer subjektivistisch verweiblichten Leserschaft drückte – und letztlich doch nichts anderes einbrachte, als Schmach und Schande für das ehemalige – und nunmehr unbrauchbar gewordene – „Sturmgeschütz der Demokratie“. Ein großer Beinbruch ist das nicht, weil die vernünftig Gebliebenen ohnehin schon lange Jouwatch lesen und daher auch schon lange wissen, daß wir keine Demokratie mehr haben, die ein Sturmgeschütz bräuchte, und daß der aktuelle Fachbegriff für die Mainstream-Medien ohnehin „Lügenpresse“ ist. Als weihnachtliche Inspiration taugt der Relotius allerdings besser, als je zuvor für eine Reportage.

Nach Weihnachten taucht dann ein alter SPIEGEL-Artikel aus dem Jahr 1991 auf. Damals war der Claas gerade sechs Jahre alt und erlernte das Alphabet. Der alte Artikel hat die beste Schlagzeile der vergangenen dreißig Jahre: „Jeder streichelt seinen Bimbo„. Im Dezember 2018 wäre eine solche Schlagzeile völlig undenkbar. Es gilt: Den Merkel-Quatsch in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Eine Rede wird größer bekannt, die Angela Merkel bereits im Monat zuvor auf einer Tagung der Konrad Adenauer Stiftung gehalten hatte. Es handelt sich um ein Dokument völliger intellektueller Verwahrlosung. Die wiederum läßt sich an Silvester durch ein Verbot des Bleigießens belegen. Silvester 2019 wird es möglicherweise auch kein Feuerwerk mehr geben. Offizielle Begründung: Zu viel Feinstaub. Zwar hat niemand gesagt, wo genau es zu viel Feinstaub gibt, aber der Jouwatch-Leser weiß es spätestens nach der Lektüre dieses Jahresrückblicks ohnehin: In den Köpfen der politischen Klasse.

Überlebt haben den deutschen Wahnsinn dieses Jahr –  neben den Erstochenen, den Überfahrenen, den Vergewaltigten und zu Tode Geprügelten –  auch ein paar Prominente nicht, derer ich an dieser Stelle noch gedenken möchte. Verlassen haben das irdische deutsche Jammertal: Die Schauspieler Jochen Senf (76),  (Tatort-Kommissar Palu) und Rolf Zacher (76), bekannt aus über 250 Film- und Fernsehproduktionen. Prinz Henrik von Dänemark segnete das Zeitliche genauso wie Schauspieler Siegfried Rauch (85). Stephen Hawking (76) ist nicht mehr unter uns, und Milos Forman, der Kultregisseur („Einer flog übers Kuckucksnest“) verstarb mit 86 Jahren. Schauspieler Wolfgang Völz ging im Alter von 87 Jahren von uns. Schwer getroffen hat uns der Tod von Aretha Franklin. Die Jazzsängerin schloß mit 76 Jahre für immer die Augen. Charles Aznavour ging mit 94. Mit Monserrat Caballé verließ eine der größten Opernsängerinnen die Welt und Microsoft-Mitgründer Paul Allen starb mit 65 Jahren.

Jouwatch dankt Ihnen, verehrte Leser, für Ihre Treue im Jahr 2018 und wünscht von Herzen einen „Guten Rutsch!“ ins Neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen!

Herzlichst – Ihr ganzes Jouwatch-Redaktionsteam, i.A. Max Erdinger

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6 Kommentare

  1. … gelungen, könnte aber etwas Wesentliches in der bildlich-symbolhaften Darstellung Deutschlands Irresein fehlen ? – der weibliche Anteil an diesem Zustand?
    Hoffentlich nicht redaktionell selbstzensierend …

  2. Herzlichen Dank für den schönen Jahresrückblick, der zwar frei von merkelschen Wahrheitssystemen ist, dafür aber voll von Wahrheit.

  3. Schönes Bild ,hab 3 Mal auch schon unter dem Cottage feiern können,bin immer im Courthouse gelandet Koala /Oxford Road,das war lustig.

  4. Ich habe das Jahr 2018 sehr aufmerksam verfolgt. Das Neue Jahr kann eigentlich kaum schlimmer werden. Aber alles ist möglich. Es liegt in unserer Hand, das zu verhindern. Packen wir es an.
    Ich wünsche allen Menschen, die sich eine friedliche Heimat für sich und ihre Kinder und Enkel wünschen ein gesundes und friedliches Jahr 2019.

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