Alle bösen Dinge sind drei – Drei Tötungsversuche und 450 Polizeieinsätze in Frankfurt

Foto: Polizei-Fotolia-Heiko-Kueverling
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Frankfurt – Die Bilder auf der Homepage der hessenschau sprechen eine klare Sprache. Eine schwefelgelbe rauchige Innenstadt. Im Vordergrund die Silhouette zweier Polizisten in voller Montur, die nicht so aussehen, als wollten sie nur den Verkehr regeln. Bilanz der Frankfurter Silvesternacht: Drei versuchte Tötungsdelikte und 450 Polizeieinsätze mit 25 Festnahmen. 130 Feuerwehreinsätze.  In drei Vororten brannten Müllcontainer und Randalierer versuchten Barrikaden zu errichten, um Einsatzkräfte zu behindern.    

Gleich zwei Messerattacken fanden in der Biebergasse, einer Seitenstraße der Zeil statt. Dort wurde ein 25-jähriger Mann nach einem Streit von einem 17-Jährigen kurz vor 1 Uhr niedergestochen. Der Täter flüchtete Richtung Hauptwache, wo er von der Bundespolizei festgenommen wurde. Nur eine Stunde später blitzte wieder in der Biebergasse ein Messer und traf einen 21 Jahre alten Mann. Nach dem unbekannten Täter wird – wie so oft in Frankfurt – ohne Täterbeschreibung gefahndet.

Mann aufs Gleisbett geschubst – Vollbremsung der S-Bahn

Der Showdown der versuchten Tötungsdelikte ereignete sich im Tiefbahnhof des Hauptbahnhofes. Dort schubste gegen 2.10 Uhr ein 22-jähriger Mann einen 28-jährigen ins Gleisbett der S-Bahn und hielt ihn dort auch noch fest. Wie hessenschau berichtet, habe nur das Sicherheitspersonal der Bahn und der Fahrer einer herannahenden S-Bahn, der rechtzeitig bremste, Schlimmeres verhindert.

In der Plattensiedlung im Stadtteil Ginnheim sowie in Preungesheim und Rödelheim standen in der Silvesternacht Müllcontainer in Flammen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, wollten gewisse Gruppen dort Barrikaden auf den Straßen errichten. Durch das Eingreifen der Polizei konnte dies verhindert werden. Außerdem brannten dort, nach Angaben des HR, ebenso wie in der Innenstadt ein Motorrad, ein Motorroller und drei Autos.

Scheinbar gehören solche Ausschreitungen an Silvester inzwischen zum Normalzustand, denn die Polizei sprach trotz der Vorfälle – fast 40 Platzverweise – von einer “überwiegend friedlichen Silvesternacht“. Sie war mit 300 zusätzlichen Kräften im Einsatz, vor allem um die große Party auf der Mainbrücke zu sichern. Schöner feiern mit Bürgerkriegs-Flair. Wem´s gefällt…  (KL)

 

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