Von Griechenland in die Niederlande: Plan mit Autokonvoi Migranten zu holen ist gescheitert

von B. Hoe

Rikko Voorberg, Vorsitzender der Stiftung "Wir gehen sie holen" scheiterte mit seinem Vorhaben.; © jouwatch

In der vergangene Woche hatte sich eine ganze Autoflotte inklusive Bus aus den Niederlanden aufgemacht, um unter dem Motto „Wir gehen sie holen“  Flüchtlinge aus überfüllten griechischen  Lagern zu „befreien“ und in die Niederlande zu kutschieren (jouwatch berichtete). Der Plan schlug fehl, die Migranten bleiben in Griechenland. Ein schnelles Ende der Pilgerfahrt zur Selbstbefriedigung des Gutmenschen Rikko Voorberg, Vorsitzender der Stiftung „We gaan ze halen“ (Wir gehen sie holen).

Der Konvoi fuhr fünf Tage lang – unter dem wachsamen Auge der Staatsanwaltschaft – um in Athen einen anderthalbminütigen Film zu drehen, mit vielen Nahaufnahmen von Initiator Rikko Voorberg. Die griechische Regierung reagierte dann jedoch nicht, als er sich per Telefon meldete. Voorberg wusste zuvor, daß es schwierig werden würde. „Wir haben immer gesagt, dass wir auf ein Wunder hoffen.“ Absichtlich informierte er die Behörden nicht im Voraus über seinen Plan, 150 Migranten via Konvoi in Griechenland abzuholen. Da die griechischen Behörden ihn stehen ließen, konnten er die gewünschten 150 illegalen Einwanderer nicht in seine Fahrzeugkolonne laden. „Plan mißglückt“, ließ der selbsternannte Retter die Welt wissen.

Screenshot Teletext in NL, © jouwatch
Screenshot Teletext in NL, © jouwatch

Übersetzung:

„Aktion „Wir gehen sie holen“ missglückt
Der Aktionsgruppe „Wir gehen sie holen“ ist es nicht gelungen, Flüchtlinge aus Griechenland in die Niederlande zu bringen. Laut dem Organisator hat die griechische Regierung nicht auf Gesprächsanfragen reagiert. Die Aktionsgruppe fuhr vorige Woche mit mehreren Fahrzeugen und einem Bus Richtung Athen. Sie wollten 150 Flüchtlinge aus Auffanglagern aufnehmen und in die Niederlande bringen.“

Die niederländischen Behörden hatten einen wachsamen Blick auf das Vorhaben und erklärten, dass sie wegen Menschenhandel tätig werden würden, sollte die Gruppe tatsächlich mit Migranten aus Griechenland einreisen. (BH)

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