Relotius flog schon 2014 bei NZZ wegen Fake-News raus

NZZ: (Bild: © Roland Fischer, CC BY-SA 3.0; siehe Link)
NZZ: (Bild: © Roland Fischer, CC BY-SA 3.0; siehe Link)

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) soll sich bereits 2014 von Claas Relotius aufgrund von plumpen Fälschungen, die von Lesern aufgedeckt wurden, getrennt haben. Preisfrage: Warum wurde der Autor danach beim Spiegel mit offenen Armen empfangen?

Der Spiegel geht aktuell in Sack und Asche und versucht Glauben zu machen, dass man im Fall von Claas Relotius einem ganz gewieften Fake-News-Produzent aufgesessen sei. Ganz jedoch kann auch dieses Geschichte nicht der Wahrheit entsprechen, denn wie die NZZ berichtet, flog Relotius bereits 2014 bei der Schweizer Tageszeitung nach nur zwei Beiträgen, die sich als Fälschungen erwiesen, raus.

Konkret ging es in einer der Relotius Geschichte, die er als freier Journaliste bei der NZZ anlieferte und bei der anscheinend so gut wie nichts stimmig war, um eine finnische Friseuse. Die Fälschungen sollen so gravierend gewesen sein, dass sich Leser im Kommentarbereich heftig beschwerten, so die NZZ.

„Claas Relotius hat sich in den Jahren 2013 und 2014 bei uns gemeldet, um uns Beiträge für die Kolumne „Beim Coiffeur“ anzubieten – wie das viele freie Journalisten getan haben. Eine aufmerksame Leserin wies uns gleich nach Erscheinen dieses Texts auf Unstimmigkeiten hin. Wir konfrontierten den Autor damit und sahen uns anschließend zum bizarrsten Korrigendum veranlasst, das wir je veröffentlichen mussten (nachzulesen unten in den Kommentaren). Auf die weitere Zusammenarbeit, die Claas Relotius uns angeboten hat, verzichteten wir in der Folge“, erklärte jetzt die Neue Zürcher.

Im Gegensatz zur Zeit, taz, Weltwoche, SZ, FAZ, Tageswoche, der dpa oder Cicero die feststellen mussten, dass Relotius auch in ihren Gazetten als Qualitätsjournalist tätig war und stellenweise nun das Netz zu säubern beginnen, hat sich die NZZ entschlossen, beide Relotius-Lügengeschichten als mahnendes Beispiel online zu belassen. (SB)

Loading...