Antifa: Heimtückischer und offenbar geduldeter Terror gegen Gastwirt in Sachsen

Foto: Collage

Leipzig – Ein Gastwirt, der seit 2016 seine Räumlichkeiten an die AfD vermietet, ist Opfer eines akribisch geplanten und heimtückischen Anschlages geworden. Im November hat ein unbekannter Mann unter einem Vorwand das Restaurant fotografiert. In der Nacht zum 9. November, unmittelbar vor dem Kreisparteitag der Leipziger AfD, rückte dann ein Rollkommando der Antifa an und verwüstete das Lokal. Sie zerschlugen laut LVZ „mehrere Fensterscheiben zu Restaurant und Vereinszimmer, verteilten auf rund 100 Quadratmetern Teerfarbe, zerstörten sämtliche Möbel und den Fußboden. Schneider, der den Gasthof seit 1998 mit seiner Frau betreibt, beziffert den Schaden auf etwa 55.000 Euro. Rund sechs Wochen habe er die Gaststätte schließen müssen.“

Mittlerweile hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) beim sächsischen Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen, teilte LKA-Sprecherin Kathlen Zink am Freitag der Zeitung mit. „Mittlerweile“ heißt zwei Monate nach der Tat?

Bereits kurz nach dem feigen Anschlag konnte man einen in Stürmer-Manier verfassten Artikel auf der Antifa-Indymedia-Plattform lesen:

„In der Nacht zum 09. November haben wir im Hotel „Zur Ratte“ in der Erikenstraße 10 in Leipzig die Scheiben eingeschlagen und Farbe im Innenraum verteilt.

Das Hotel ist Gastgeber des Kreisparteitags der AfD am kommenden Wochenende, auf dem auch die KandidatInnen für die kommenden Landtagswahlen gewählt werden sollen.

Doch auch abseits davon ist „Zur Ratte“ ein Laden der knietief im rechten Sumpf steht. Mindestens seit 2016 finden dort öffentliche und nicht-öffentliche politische Veranstaltungen der AfD Leipzig statt.

Weiterhin gastieren seit Jahren in den Veranstaltungsräumen der „Ratte“ fast jeden Monat die Alleinunterhalter der sogenannten KTM Diskothek. Die KTM Diskothek besteht unter anderem aus Christian Kriegel, dem AfD Stadtrat in Leipzig. Der Rassist Kriegel hetzt gerne öffentlich gegen „Flüchtlingslawinen“ und „Willkommenseuphorie“. Passend dazu wird bei den KTM Disko- Veranstaltungen in „Der Ratte“ explizit darauf hingewiesen, dass im Gasthof „deutsch gesprochen wird“.

Veranstaltungsbilder zeigen, dass auch andere FunktionärInnen der AfD sich auf den KTM Disko Abenden einfinden, wie das Vorstandsmitglied und Schriftführerin in Leipzig, Petra Siegel.

Angesichts dieser Verflechtungen kann man davon ausgehen, dass Cornelia Schneider und Uwe Schneider, die das Hotel und Gasthof „Zur Ratte“ führen, ebenfalls Überzeugungstäter sind.

Der Anschlag ist ein kleiner kämpferischer Beitrag für ein aktives Gedenken an die Verbrechen des Faschismus…“

Ist der Terror gegen die AfD geduldet oder sogar gelenkt?

Wie die LVZ schreibt, reiht sich der Anschlag auf das Restaurant in eine ganze Serie ähnlicher Angriffe, für die es im Internet mittlerweile eine eigene Kampagnen-Plattform gibt, ein: „Militante Offensive gegen die AfD“. Allein seit März sind dort sachsenweit 13 Übergriffe erfasst.

Dreizehn Übergriffe ohne gefasste Täter. Das macht stutzig. Als am 3. Oktober eine so genannte „Revolution Chemnitz“ mit einem Luftgewehr und Schlagstöcken einen Aufstand plante, dauerte es nur wenige Stunden, da saßen die Mitglieder der „rechtsterroristischen Gruppe“ im Knast. Obwohl ihnen überhaupt kein terroristischer Akt nachgewiesen werden konnte, allerhöchstens eine rechte Gesinnung. Auch beim Bölleranschlag auf eine Moschee in Dresden – für den es zehn Jahre Knast gab – wurden die sächsischen Behörden schnell fündig. Dass umgekehrt im Falle der militanten Antifa kaum Ermittlungsergebnisse zu Stande kommen, lässt den Rückschluss, dass sie gar nicht erwünscht sind, zu. Werden sie am Ende sogar geduldet? In diesem Fall hat Deutschland und erst recht der Freistaat Sachsen den rechtsstaatlichen Rahmen bereits weit hinter sich gelassen. (KL)

 

Loading...