Der Claas Relotius-Skandal ist ein Klacks gegenüber der ständigen Zensur in den Leserforen

Alfred Großenbaum

Wer glaubt denn sowas? - Foto: Collage

Der politische Märchenerzähler des „Spiegel“, Claas Relotius, ist ein Türöffner für den Blick in die weiteren Skandalräume der Mainstream-Medien und Staatsfunker auf allen Kanälen. Denn bei Spiegel, „Claas“ Kleber & Cie werden nicht nur Nachrichten nach Gutmensch-Stromlinienform und Anmut selektiert, sondern auch die große Masse der Leserzuschriften unterdrückt, wenn sie nicht ins Redaktionskorsett passen wollen.

Diese Behauptung kann jederzeit mit einer Umfrage bei den Internetnutzern verifiziert werden.

Und Jeder kann sofort die Probe auf’s Exempel machen: Man schreibe beispielsweise an Spiegel, Focus, Welt, FAZ  ebenso höfliche wie kritisch-widersprechende Texte zu  Artikeln und wird erleben, dass 8 von 10  unterdrückt werden. Bei heiklen Themen, Kriegs- und Russlandhetze bleiben die Leserforen oftmals von vorne herein  geschlossen.

So werden Lesermeinungen gefiltert und verfälscht. Die in den Foren etwa präsentierte „öffentliche Meinung“ ist frisiert.

Ach so freiheitlich gesinnte Wurmgeschütze der Demokratie wie Stern, Süddeutscher Beobachter und BILDungszeitung haben ihre – früher vorhandenen – Leserforen komplett abgeschafft und verweisen stattdessen auf irgendwelche Sozialnetzadressen. Die Redaktionen wollen gar nicht mit anderen Meinungen konfrontiert werden. Ihr Säulenheiliger, Sankt Relotius, ist nur für gutmenschliche Schönheitstexte zu haben, die von harten Nachrichten und Widerspruch zu stark angekratzt würden.

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