Von wegen Fachkräftemangel: VW baut in Deutschland 7000 Stellen ab

VW Werk Wolfsburg (Symbolfoto: shutterstock.com/Von nitpicker)
VW Werk Wolfsburg (Symbolfoto: shutterstock.com/Von nitpicker)

Wie war das noch mal mit den vielen Fachkräften, die benötigt werden? Der Kahlschlag beginnt: Volkswagen baut in Deutschland 7000 Stellen ab: Betroffen sollen die Standorte Hannover und Emden sein. Der Konzern strukturiert im Zuge der kriminellen Dieseloffensive des Abmahnvereins „Deutsche Umwelthilfe“(DUH) seine Produktion um.

Der Kampf gegen den Diesel und – wie SPD-Politiker Karl Lauterbach ankündigte – auch gegen den Benzinmotor zeigt erste „Erfolge“. Der von oben verordnete Umstieg auf die E-Automobile zwingt Volkswagen, seine Produktion umzustellen und die Werke neu zu belegen, berichtet die FAZ. Da die Herstellung von E-Autos weniger aufwändig ist, wird VW an den Standorten Hannover und Emden, wo etwa 22.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, über die nächsten Jahre rund 7000 Arbeitsplätze abbauen. Das sind ein Drittel aller Stellen.

Wie bereits berichtet, müsste der Konzern bis 2030 etwa 600.000 Elektroautos zusätzlich im Jahr verkaufen, damit der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Flotte um 37,5 Prozent gesenkt werden kann, um die kürzlich verabschiedeten, irrwitzig verschärften Abgasvorgaben der EU zu erfüllen.

Der VW-Vorstandsvorsitzende, Herbert Diess, kündigte bereits in der „Bild“-Zeitung an, dass dies einen „großen strukturellen Wandel“ bedeutet. Wegen der komplexeren Technik würden besonders Autos im Einstiegssegment für die Kunden teurer. „Und es würde Arbeitsplätze kosten, in einer Größenordnung, die wir in diesem Zeitraum nicht mehr über Vorruhestandsregelungen abbauen können.“ (SB)

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