Ist der Messerstecher von Nürnberg ein Autonomer oder Hooligan?

Foto: Ausschnitt/Screenshot

Wer es auf die Titelseite der „Bild“ schafft, der muss wahrlich prominent sein, oder etwas ganz Außergewöhnliches geleistet haben. Hier sehen wir so ein „Prachtexemplar“:

Dazu finden wir einen interessanten Kommentar auf Facebook:

Natürlich: So bald ein Deutscher zum Messerstecher wird, schafft er es auf die Titelseiten, auch wenn seine Opfer „nur“ schwer verletzt wurden. Von den fast ausschließlich muslimischen, afrikanischen oder sonstwie nicht ursprungsdeutschen Tätern, die im Jahre 2018 in Deutschland und Österreich ca. 150 Menschen getötet und 550 schwer verletzt haben, wurde keinem diese Ehre zuteil. Der hier abgebildete Täter ist übrigens, für jeden gut erkennbar, einer aus dem linken Spektrum: „A.C.A.B“ („All cops are bastards“) ist eine linksextreme Parole.

Das ist so nicht ganz richtig, denn die Parole hört man auch in anderen Kreisen. Wikipedia schreibt dazu:

Das Akronym A.C.A.B. steht für den englischen Ausspruch All cops are bastards, wörtlich ‚Alle Polizisten sind Bastarde‘. Diese Parole wird von zahlreichen Jugendsubkulturen verwendet, insbesondere unter Autonomen, Skinheads, Hooligans und Ultras und Punks.

Doch dieses Ereignis weist darauf hin, dass die Linksradikalen die Parole ganz besonders gerne tragen:

Bei einem Zweitliga-Spiel des Karlsruher SC gegen den VfL Bochum im Oktober 2010 hatten Fans ein Banner ausgerollt, mit dem der Polizeieinsatz auf einer Demonstration gegen Stuttgart 21 kritisiert wurde. Anschließend wurde ein Banner mit der Aufschrift ACAB gezeigt. Ein dabei identifizierter Fußballfan wurde zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigte die Strafe und begründete dies damit, dass es sich um eine herabsetzende Äußerung gehandelt habe.

Egal, für die Journalisten ist es wohl am wichtigsten, dass endlich mal ein Deutscher zugestochen hat. Allein schon wegen der Statistik.

 

 

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