Bürger der Visegrad-Gruppe lehnen Migration ab

Grenzzaun (Bild: shutterstock.com)

Die Bürger der sogenannten Visegrad-Gruppe (V4) – Tschechien,Ungarn, Polen und der Slowakei lehnen die Zuwanderung, wie es sich die EU und die UN vorstellt, mehrheitlich ab. 

Rund 35 Millionen der 53 Millionen Bürger der Visegrad-Gruppe lehnen das Quotensystem der EU zur Neuansiedlung von Migranten in den Mitgliedstaaten ab und 41 Millionen sind mit der Migrationspolitik der EU unzufrieden, wie eine Umfrage des ungarischen Nézőpont-Instituts ergab.

Die Mitte Oktober telefonisch durchgeführte Befragung von jeweils 1.000 Personen in Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn spiegelte die Unterstützung der V4-Migrationspolitik und das Vertrauen in die Gruppe bei den Verhandlungen über den Migrationspakt wider, so der Meinungsforscher laut dem Internetmagazin Unser Mitteleuropa.

In Bezug auf die Neuansiedlungsquoten für Asylbewerber in der EU lehnten 78 Prozent der Ungarn, 68 Prozent der Polen, 80 Prozent der Slowaken und 83 Prozent der Tschechen den Vorschlag ab. Die EU-Migrationspolitik wurde von 75 Prozent der Polen, 76 Prozent der Ungarn, 77 Prozent der Tschechen und 79 Prozent der Slowaken abgelehnt.

Mit 85 Prozent billigen die Ungarn den Grenzzaun an der Südgrenze des Landes als Antwort auf die Migrationskrise von 2015. Insgesamt 52 Prozent der polnischen Befragten, 71 Prozent der Tschechen und 72 Prozent der Slowaken stimmen der Vorgehensweise Ungarns bei der Bewältigung der Migrationskrise zu, so das Ergebnis der Meinungsforscher.

Diese Zahlen werden vom Statistik-Portal Statista untermauert. Hier wurden im Frühjahr 2018 ebenfalls  V4-Bürger mit folgender Fragestellung konfrontiert: „Ruf die Aussage „Einwanderung von Menschen von außerhalb der EU“ bei Ihnen ein positives oder ein negatives Gefühl hervor? Das Ergebnis zeigt auch hier eine mehrheitlich Ablehnung der V4-Bürger gegenüber der Massenmigration.

V4 Befragung (Bild: Statista)
V4 Befragung (Bild: Statista)
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