Zentralrat der Muslime beklagt Burkini-Verbot

Burkini (Symbolfoto: Durch Zurijeta/Shutterstock)
Burkini (Symbolfoto: Durch Zurijeta/Shutterstock)

Koblenz – In Koblenzer Schwimmbädern sind künftig Burkinis verboten. Das hat der Stadtrat mit knapper Mehrheit am vergangenen Freitag entschieden. Der Zentralrat der Muslime zeigt sich wieder einmal empört und kritisiert das Burkini-Verbot.

Der Koblenzer Stadtrat hatte auf Antrag von CDU und Freien Wählern ein entsprechendes Burkini-Verbot in den städtischen Bädern beschlossen. Begründet wurde der Antrag von den Freien Wählern damit, dass man nicht sehen könne, ob Frauen in Burkinis offene Wunden oder ansteckende Hautkrankheiten hätten. Angenommen wurde der Antrag mit den Stimmen von CDU, Freien Wählern und der AfD mit einer knappen Mehrheit.

Die hoch umstrittene rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne), die sich immer wieder über rechtsstaatliche Entscheidungen in Gutsherrenart hinweg setzt (Jouwatch berichtete),  kritisierte den Beschluss laut dem SWR.  Nach Ansicht der Grünenfunktionärin sei das Verbot „völlig kontraproduktiv für die Integrationsbemühungen, „weil er im Grunde den populistischen Diskussionen auf den Leim geht und letztlich ein ideologiebasierter Beschluss ist, der Frauen ausgrenzt und der uns überhaupt nicht weiterbringen wird“.

Die AfD Koblenz kommentiert auf Facebook Spiegels Reaktion wie folgt: „Der demokratisch per Abstimmung erfolgte Ratsbeschluss ruft unsere linkslinke Hierbleibe-Ministerin Anne Spiegel (Grüne) auf den Plan, die unsere Entscheidung in infamer Weise herabsetzt und sich im Ton vergreift („völlig lächerlich und widersinnig“). Kann jemand Frau Spiegel erklären was kommunale Selbstverwaltung bedeutet und dass gewählte Mandatsträger schlichtweg demokratisch legitimiert sind?! Sie sollten dem Wählerwillen und nicht dem Willen der Grünen folgen. Dass die Grünen in Rheinland-Pfalz kein Problem mit Burka und Burkini und dem radikalen Islam im Allgemeinen haben, ist bekannt! Demokratie ist aber insbesondere – liebe Grüne! – wenn Mandatsträger ungerührt von Toleranz-Geschrei und linker Ideologie so entscheiden, wie sie es für richtig halten!“

Ins islamische Horn bläst die muslimisch korrekt bekopftuchte rheinland-pfälzische Vorsitzende des „Zentralsrats der Muslime in Deutschland“, Malika Laabdallaoui:

Der Zentralrat der Muslime hat nicht mal 20.000 Mitglieder, in Deutschland leben jedoch über 4,5 Millionen Muslime. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZDM) – schon allein der Name des ominösen Vereins ist ein „Marketingtrick“ – vertritt somit unter 0,5 Prozent aller Muslime in Deutschland, sieht sich jedoch immer wieder berufen, so zu tun, also er für die Mehrheit der Muslime spricht. Besonders unangenehm fällt neben der bekoptuchten Psychotherapeutin Malika Laabdallaoui der Obermuslim Ayman Mazyek auf. (SB)

 

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