Stefan Aust im Interview: Von Angela Merkel wird der Aufstieg der AfD bleiben

Foto: Screenshot/Youtube

Eine kritische Bilanz der Ära Merkel zieht Stefan Aust im Gespräch mit Alfred Schier. Insbesondere die Flüchtlingspolitik hält der Welt-Herausgeber für verfehlt. Von „Konkret“ über „Panorama“ und „Spiegel“ bis zur „Welt“ hat Stefan Aust einen weiten Weg zurückgelegt. Trotzdem sagt er: „Ich habe meine Haltung nicht verändert“. Mehr Informationen zur Sendung finden Sie unter: http://bit.ly/persönlich_Stefan_Aust

Der Autor Roger Letsch kommentiert das Interview so:

Distanz. Da ist es, was zwischen einem glaubwürdigen Journalisten und dem Gegenstand seiner Recherche liegen muss. Leider geht zwischen jene und den Objekten der meisten ihrer Recherchen, den Politikern, kaum ein Blatt Papier, weshalb die einen kritik- und ahnungslos vom „Netz als Speicher“ schwafeln, während die anderen – so auch Stefan Aust – detailliert über die Fallstricke des Global Compact for Migration berichten. Aust ist jemand, an dem man sich wegen Details und Fakten reiben kann, ohne deshalb gleich in ideologische Grabenkämpfe abzugleiten, wie es mit neun von zehn seiner Berufskollegen derzeit der Fall ist. Er gehört zu den wenigen Standeskollegen, denen man heute noch guten Gewissens den Hanns-Joachim-Friedrich-Preis verleihen könnte, der da verlangt: „Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“ – ein sehenswertes Interview mit einem Journalisten, mit dem ich zwar nicht immer übereinstimme, der aber nie den Eindruck vermittelt, als wisse er alles prinzipiell besser, als seine Leser. Sein Rausschmiss beim Spiegel hatte binnen weniger Monate die Kündigung meines Abos zur Folge. Dabei wusste ich damals noch nicht einmal, warum ich die Konformisten-Soße nicht mehr ertragen konnte. Heute und im Rückblick schon.

Wandere aus, solange es noch geht!
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27 Kommentare

  1. Der Cartoonist Bernd Zeller hat eine treffende Karikatur dazu veröffentlicht in der Anja Reschke behauptet: „Wir machen uns mit keiner guten Sache gemein. Wir SIND die gute Sache.“

  2. ZITAT: „Von Angela Merkel wird der Aufstieg der AfD bleiben“ Und eine Menge „Trümmer“ und „Ruinen“, die die Türken/Moslems sicher nicht wiederaufbauen werden.

  3. Von Frau Merkel wird die Zerstörung Deutschlands und Europas bleiben. Wer den GCM formuliert und geschrieben hat und sich als einer der Wenigen in Marrakesch der Welt präsentiert, der strebt zu noch Höherem, denn sie will UN-Generalsekretärin werden. Sie ist die personifizierte Umsetzung des Märchens vom Fischer und sin Fru, mit der Ausnahme, daß es kein Zurück für die Menschheit geben wird. Sie ist die apokalyptische Reiterin …

  4. Was für ein mit Belanglosigkeiten nervender , alles beschönigender Phrasendrescher, der offenbar noch nicht im entferntesten mitgekriegt hat, wie es um D wirklich steht!

  5. Stefan Aust kritisiert zwar Frau Merkel und ihre Politik der offenen Grenzen, aber insgesamt kommt sie viel zu gut weg. Systemkonformes Wischiwaschi-Gerede ohne klar zu sagen, dass Frau Merkel unser Land nachhaltig und unumkehrbar zum Schlechten verändert hat.

  6. Der Mann hat sich mit seinen abstrusen Theorien zum sogenannten NSU völlig unglaubwürdig gemacht. Von daher interessiert er mich wie der Sack Reis in China.

  7. Der größte Wendehals der Republik. Einem Kumpel von Augstein traue ich niemals über den Weg. Demnächst sitzt auch noch die Reschke da und jabbelt über genau die gleiche Merkel die sie jahrelang Hochgelobt hat. Ich werde diese Leute nicht vergessen. Genau so wenig wie die Teddybären Fraktion. Ein absolut linkes Verhalten dieser Linken jetzt auf die Merkel Politik zu schimpfen wo absehbar ist das sie spätestens 2021 weg vom Fenster ist.
    Genau das gleiche haben die bei Kohl auch gemacht. Erst war es der Beste , niemand dieser Promijournalisten gab zu Bedenken das eventuell über die Einführung einer neuen Währung das Volk mal abstimmen sollte. Niemand beklagte den räuberischen Beutezug der Treuhand durch die ehemalige DDR. Dann kam der Spendenskandal und alle seine Freunde kloppten auf ihn ein.In den nächsten Jahren werden noch sehr viele über Merkel fluchen die sie immer wieder wählten. Und niemand will es dann noch getan haben. Niemand stand an den Bahnhöfen.

    Abartig.

  8. Was mich stört, ist daß Aust immer von den Parteien der Mitte und dem rechten Rand spricht, womit er die natürlich die AfD meint. Daran kann man erkennen, daß er mehr links tickt. Tatsache ist, die „Parteien der Mitte“ stehen links von der Mitte bis an den linken Rand, die AfD ist Mitte bis Mitte-Rechts. Merkel macht eben keine Poltik der Mitte, sondern links von der Mitte bis linksaußen, die Politik von Rot-Grün. Und AKK wird diese Politik natürlich fortsetzen.

  9. Was mich stört, ist daß Aust immer von den Parteien der Mitte und dem rechten Rand spricht, womit er die natürlich die AfD meint. Daran kann man erkennen, daß er mehr links tickt. Tatsache ist, die „Parteien der Mitte“ stehen links von der Mitte bis an den linken Rand, die AfD ist Mitte bis Mitte-Rechts. Merkel macht eben keine Poltik der Mitte, sondern links von der Mitte bis linksaußen, die Politik von Rot-Grün. Und AKK wird diese Politik natürlich fortsetzen.

  10. Lieber Stefan. Dann plauder nicht nur, dass du das sagen willst, was real ist, sondern berichte auch darüber. Nehme den Grundsatz des Journalismus in bare Münze und klopfte den Eliten und „Politikern“ auf die Finger. Nur dazu seid ihr da!

  11. Herr Aust ist ein großartiger Journalist vom alten Schlag! Seine Artikel sind immer faktenbasiert und nie tendenziös. Außerdem ist er ein großes schreiberisches Talent. Sein oft ganz leicht ironisch hinterlegter Schreibstil ist unübertroffen. Ein echter „Aust“ ist für Menschen mit sprachlicher Affinität herauslesbar. Einer der ganz wenigen Journalisten der Mainstream-Presse, der noch nach dem Hajo Friedrichs-Prinzip agiert!

    • Für mich nur die üblichen Wendehaelse. Aust mag vielleicht nicht ganz so ein schlimmer Unsympath, wie viele seiner Kollegen sein, dies macht ihn für mich noch lange nicht sympathisch!!!

  12. Menschen wie Herr Aust verdienen Respekt und haben sich um Demokratie und Journalismus verdient gemacht. Demgegenüber steht das hochbezahlte Heer der Mietmäuler wie Lanz, Kleber, Marionetta Slomka, Maischberger, Illner, Will, Reschke, Raker, Walde, Hayali, Kerner und Konsorten, die für den Schwarzen Kanal arbeiten. Und sich in ihrem Bemühen der beste Sudel-Ede zu sein, regelmäßig überbieten. Und verleihen sich selbst dafür vom Zuschauer über GEZ erzwungene Preise. Nach dem Motto jeder kommt mal dran.
    In höchstem Maße ekelhaft. Man sollte sie zwingen, im Abstand von zehn Minuten, nach Einbruch der Dunkelheit, einzeln durch den Görlitzer Park zu wandern.

  13. Die CDU ist doch schon wieder (angeblich) bei 30 % Wählergunst angekommen. Die AfD kommt (nach den gleichen Umfragen) nicht hinten hoch und wird mit dem „Verfassungsschutz“ und haufenweise Maulwürfen in ihren Reihen in die Zersplitterung und Bedeutungslosigkeit manövriert. Wir (sagen wir so, die Dummichels) haben mit den letzten Wahlen die letzte Chance verpasst, das System Merkel abzuwählen.

    • Ist wie Schulz vor einem Jahr. Der wurde in den Himmel gejubelt, bis er dann abstürzte. AKK wird es ähnlich ergehen. Jetzt haben die linken Regierungsschreiber einen neuen Liebling, den sie zum Sieg schreiben. Mit dieser Frau wird sich absolut nichts in der Migrationskrise ändern, eher noch schlimmer werden. Warten wir mal die Europawahlen ab.

  14. Trotzdem bekommen solche Leute wie die Reschke den Preis, obwohl sie so tendenziös berichtet, daß einem übel wird.

    • Nicht trotzdem. Reschke (u.a.) haben nur ein Ziel: Ihren „Haltungsjournalismus“ und mit ihm den gesamten Berufsstand komplett in den Dienst dieser Frau aus dem Kanzleramt zu stellen. DESWEGEN bekommen solche Leute Orden und Preise.

    • Nicht trotzdem. Reschke (u.a.) haben nur ein Ziel: Ihren „Haltungsjournalismus“ und mit ihm den gesamten Berufsstand komplett in den Dienst dieser Frau aus dem Kanzleramt zu stellen. DESWEGEN bekommen solche Leute Orden und Preise.

  15. Denoch war meine Entscheidung den Spiegel nicht mehr zu lesen noch in seiner Zeit.Er war vielleicht nicht so schlimm wie die heutigen Macher aber für mich schon viel zu angepaßt!

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